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Brotaufstrich selber machen: Die besten Rezepte von süß bis herzhaft

Video von Aischa Butt Veröffentlicht am 26. September 2019

Keine Lust auf schnödes Käsebrot? Wir zeigen euch, wie ihr leckere Brotaufstriche selber machen könnt – von süßer Erdnussbutter bis zur würzigen Pilzpaste!

von Nicole Molitor

Butterbrote sind langweilig? Von wegen! Mit dem richtigen Brotbelag wird die Stulle zu einem echten Leckerbissen – egal, ob zum Frühstück, beim Picknick oder als Partystärkung. Der einfachste Weg zum Stullen-Glück ist, euren Brotaufstrich selber zu machen.

Selbst gemachter Brotaufstrich hat diese Vorteile

Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich, warum ihr den Brotaufstrich selber machen sollt, wenn ihr ihn auch einfach im Supermarkt kaufen könnt. Hierfür gibt es fünf Gründe:

Selbst gemachter Brotaufstrich...
1. ... schmeckt besser, da ihr die Zutaten selbst auswählt.
2. ... ist gesünder, da er keine Zusatzstoffe oder Palmöl enthält.
3. ... ist deutlich günstiger.
4. ... eignet sich auch zum Verwerten von Resten wie Schokolade.
5. ... ist immer verfügbar, selbst wenn der Supermarkt geschlossen ist.

Selbst gemachten Brotaufstrich haltbar machen

Damit ihr länger etwas von eurem selbst gemachten Brotaufstrich habt, solltet ihr bei der Aufbewahrung eurer Pasten, Cremes und Co. ein paar Dinge beachten:

1. Einmachgläser mit Deckel verwenden (hier im 12er Set bei Amazon).
2. Gläser vor dem Einfüllen des Brotaufstrichs hygienisch mit kochendem Wasser ausspülen.
3. Brotbelag luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.
4. Nicht mit dem benutzten oder abgeleckten Messer/Löffel an den Brotaufstrich gehen.

Tipp: Nach dem Öffnen halten sich die meisten Aufstriche ca. 2 Wochen. Brotbeläge auf Milch-, Ei-, Fleisch- oder Fischbasis sollten nach 2-3 Tagen aufgebraucht werden.

Brotaufstrich-Rezepte: Von süß bis herzhaft

Die meisten Zutaten, die ihr braucht, um euren Brotaufstrich selber zu machen, habt ihr wahrscheinlich schon zuhause. Besonders schnell geht es, wenn ihr bereits vorhandene Cremes wie Frischkäse, Joghurt, Mascarpone, Schmand, Crème fraîche oder Quark mit ein paar frischen Kräutern und Gewürzen pimpt.

Ihr könnt aber auch auf geradezu magische Weise euren Brotbelag aus dem Nichts entstehen lassen. Selbst gemachte Erdnussbutter ist ein gutes Beispiel dafür. Für ein großes Glas extra cremiger Erdnussbutter braucht ihr nur diese Zutaten:

  • 250 g geröstete Erdnüsse
  • 1-2 EL Honig oder Zucker
  • 1 Prise Salz (oder mehr nach Belieben)


Einfach alles in einen Multizerkleinerer (hier bei Amazon) geben und 10 Minuten pürieren. Schon habt ihr auf Knopfdruck selbst gemachte Erdnussbutter ohne zusätzliches Öl oder Fett. Wie das Ganze genau aussieht, seht ihr oben im Video.

Viele super einfache Brotaufstrich-Rezepte zum Nachmachen findet ihr auch in dem Kochbuch "1 Brot – 50 Aufstriche" von Marco Seifried. Von süß bis herzhaft ist hier alles an Brotbelagen dabei, was das Herz begehrt. Die meisten selbst gemachten Brotaufstriche sind übrigens vegan – oder lassen sich mit Sojajoghurt, Pflanzenmilch & Co. leicht für Veganer anpassen.

> Das gesamte Kochbuch könnt ihr hier bei Amazon bestellen.

Hier dürfen wir euch direkt vier leckere Brotaufstrich-Rezepte vorstellen. Also dann, nichts wie ran, wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

1. Süßen Brotaufstrich selber machen: Bratapfelcreme mit Rosinen

Ein süßer Brotaufstrich aus Bratäpfeln und Zimt – das schreit ja regelrecht nach Weihnachten und Winter. Perfekt für warme Gefühle in der kalten Jahreszeit.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Personen

  • 600 g säuerliche Äpfel
  • 3 EL Zitronensaft
  • 50 g Zucker
  • ½ TL Ceylon-Zimtpulver
  • 35 g Mandeln
  • 30 g Rosinen
  • 75 g Mascarpone
  • 2 TL Milch
  • 1 TL Vanillezucker

Außerdem

  • Auflaufform
  • Butter für die Auflaufform

So geht die Zubereitung:
1. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Äpfel schälen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und in kleine Würfel schneiden. Mit Zitronensaft, Zucker und Zimt vermischen. Eine Auflaufform mit Butter fetten und die Apfelmischung in einer Lage darin verteilen. Im heißen Ofen (Mitte) 35–40 Min. backen, dabei mehrmals wenden. Danach abkühlen lassen.

2. Die Mandeln für 4 Minuten in einem Topf mit Wasser kochen und hinterher kalt abschrecken. So lassen sich die Mandeln anschließend ganz leicht häuten. Danach die Mandeln fein hacken und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen.

3. Die Rosinen in einem Sieb kalt abbrausen und gut abtropfen lassen, dann mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Apfelmischung mit 10 g Mandeln in einen hohen Rührbecher füllen und fein pürieren. Übrige Mandeln und Rosinen unterrühren. Die Apfelmischung abkühlen lassen und ca. 2 Std. zugedeckt kalt stellen.

4. Den Mascarpone mit Milch und Vanillezucker verrühren und mithilfe einer Gabel unter die Apfelmischung ziehen, sodass sie marmoriert wird. Zum Bratapfelaufstrich passen Hefezopf und Toastbrot oder kräftiges Roggenbrot.

Tipp: Wer keine Rosinen mag: einfach weglassen oder durch getrocknete Cranberrys ersetzen.

2. Herzhafter Brotaufstrich: Räucherforellen-Creme

Wer Fisch mag, wird diesen selbst gemachten Brotaufstrich lieben! Durch die geräucherten Forellenfilets schmeckt der Belag lecker würzig, der klein geschnittene Apfel gibt dem Ganzen eine fruchtige Note.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Personen

  • 1 Schalotte
  • 1 EL Butter
  • ¼ Apfel
  • 2 TL Zitronensaft
  • 2 Stängel Dill
  • 200 g Räucherforellenfilets (ohne Haut)
  • 60 g Crème fraîche
  • 45 g Sahnemeerrettich (aus dem Glas)
  • Salz, Pfeffer


So geht die Zubereitung:
1. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Die Butter in einer kleinen beschichteten Pfanne erhitzen. Die Schalotte darin glasig andünsten, herausnehmen und abkühlen lassen. Den Apfel waschen, vom Kerngehäuse befreien, fein würfeln und gleich mit dem Zitronensaft vermischen. Den Dill waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stängeln zupfen. Einen Teil davon zum Garnieren beiseitelegen, den restlichen Dill fein schneiden.

2. Die Forellenfilets mit einer Gabel fein zerdrücken. Den Apfel kurz abtropfen lassen und mit den Forellenfilets, der Crème fraîche, 40 g Sahnemeerrettich und der Schalotte verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den geschnittenen Dill unterrühren und die Räucherforellen-Creme mit dem übrigen Sahnemeerrettich und dem restlichen Dill garnieren. Dazu passt Roggen- oder Sauerteigbrot.

3. Brotaufstrich selber machen: Champignon-Creme

Gute Nachrichten: Ihr braucht eure Pilzcreme ab sofort nicht mehr im Reformhaus zu kaufen, sondern könnt den Brotaufstrich selber machen! Genau die richtige Stärkung für einen langen Herbstspaziergang.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Personen

  • 10 g getrocknete Steinpilze
  • 270 g braune Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 3 ½ EL Olivenöl
  • ½ TL Pul Biber (scharfe türkische Paprikaflocken)
  • 3 EL Apfelsaft
  • Pfeffer
  • 125 g Doppelrahmfrischkäse
  • Salz


So geht die Zubereitung:
1. Steinpilze ca. 20 Min. in 125 ml heißem Wasser einweichen, dann abgießen, abtropfen lassen und fein hacken. Inzwischen Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Rosmarin waschen, trocken tupfen, Nadeln fein hacken, die Hälfte davon mit 1 ½ EL Öl und Pul Biber vermischen.

2. Das restliche Öl (2 EL) in einer weiten beschichteten Pfanne erhitzen. Champignons darin andünsten. Steinpilze, Zwiebel, Knoblauch und übrigen Rosmarin zugeben, weitere 3 Min. dünsten. Apfelsaft zugießen und alles unter Rühren garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit Pfeffer würzen, abkühlen lassen und ca. 1 Std. kalt stellen.

3. Die Pilzmischung bei Bedarf abtropfen lassen. In einen hohen Rührbecher geben und mit dem Frischkäse pürieren. Champignoncreme mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Rosmarin-Öl beträufeln. Dazu passen Haferbrötchen oder rohe Gemüsesticks.

4. Brotaufstrich-Rezept: Ziegenkäse-Aufstrich mit Feigen und Pinienkernen

Cremiger Ziegenkäse trifft auf exotische Feigen und duftende Pinienkerne. Dieses Brotaufstrich-Rezept macht auch Vegetarier glücklich.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 6 Personen

  • 20 g Pinienkerne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Zweige Thymian
  • 75 g getrocknete Soft-Feigen
  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • 75 g Crème fraîche
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Orangensaft
  • Salz, Pfeffer


So geht die Zubereitung:
1. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, herausnehmen und abkühlen lassen. Von den Frühlingszwiebeln die Wurzelansätze und die welken grünen Teile abschneiden. Frühlingszwiebeln waschen, samt Grün in feine Ringe schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen, einen kleinen Teil beiseitelegen, den Rest fein hacken. Feigen klein würfeln.

2. Ziegenfrischkäse, Crème fraîche, Senf, Orangensaft und den gehackten Thymian in einer Rührschüssel mit den Rührbesen des Handrührgeräts cremig rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je 1 TL von den Pinienkernen, den Frühlingszwiebeln und den Feigen beiseitelegen, die jeweiligen Reste unter die Frischkäsemischung rühren.

3. Den Aufstrich mit den beiseitegelegten Pinienkernen, den Frühlingszwiebelringen, den Feigenwürfeln und den Thymianblättchen garnieren. Dazu passt geröstetes Weißbrot.

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