Home / Living / Kochen & Backen / Carbonara-Soße – Käse und Speck als zarte Versuchung

Living

Carbonara-Soße – Käse und Speck als zarte Versuchung

von der Redaktion Veröffentlicht am 18. November 2008
A-
A+

Italien, Land der Pasta und Pizza, des Käses, kräftiger Weine - und wohlschmeckender Soßen. Nicht umsonst genießen die Nachfahren der Etrusker und Römer neben den Franzosen einen Ruf als begnadete Köche und Genießer. Ein Teil dieses Ruhmes geht auch auf die Entstehung leckerer und wohlschmeckender Soßen zurück, die sich hervorragend in den kulinarischen Kosmos der Apenninen-Halbinsel einfügen.

Neben der bekannten Bolognesesoße hat es auch die Carbonara-Soße zu Weltruhm gebracht und darf heute in der italienischen Küche nicht mehr fehlen. Oft wird die Carbonara-Soße zwar einfach als Käsesoße bezeichnet, das wahre Talent der Carbonara-Soße verkennen aber viele Köche, denn sie kann mehr, als nur einfache Spaghettigerichte zu verschönern.

Herkunft der Carbonara-Soße

Was die Entstehung betrifft, so ranken sich um die Carbonara-Soße einige Legenden, deren Wahrheitsgehalt aber nicht unumstritten ist. Eine der Entstehungsgeschichten macht die Köhler in den Bergregionen der Apenninen (genauer in der Provinz Umbrien) für die Geburt der Carbonara-Soße verantwortlich. Ihnen wird nachgesagt, aus Pasta, Bauchspeck und einem Pecorino-Käse die Urform der Spaghetti alla Carbonara zubereitet zu haben. Mit ihrem Namen erinnert die Carbonara-Soße auch heute noch an diesen möglichen Ursprung, da die Namensgebung frei mit: „Spaghetti nach Köhler Art“, übersetzt werden kann.

Allerdings kommen auch noch andere Möglichkeiten der Entstehung in Betracht. So könnte die Carbonara-Soße ihren Namen zum Beispiel aufgrund der Zubereitung über einem Holzkohlefeuer haben oder Speckstücke und Pfeffer in der Carbonara-Soße haben Feinschmecker mit viel Fantasie an Holzkohle erinnert.

Da aber bis Anfang des letzten Jahrhunderts keine Quellen die Carbonara-Soße erwähnen, scheint ein anderer Ursprung wahrscheinlicher, nämlich die Vermischung von US-amerikanischer Verpflegungsrationen mit der italienischen Küche während des 2. Weltkriegs. Wie auch immer die Carbonara-Soße aber entstanden ist, heute darf sie in keiner Pizzeria fehlen und ist zu einem wichtigen Bestandteil der Küche Italiens geworden.

Rezept für eine Carbonara-Soße

Für ein Rezept für eine leckere Carbonara-Soße, die selbst einem waschechten Italiener das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, sind nur wenige Grundzutaten notwendig. Ein Carbonara-Rezept für vier Personen beinhaltet:

- etwa 400 Milliliter Sahne

- 75 bis 90 Gramm Schinken oder durchwachsener Speck (Gewicht kann aufgrund der Packungsgröße variieren, für eine authentische Soße empfiehlt sich Pancetta oder Guanciale)

- 4 Eier

- rund 20 bis 30 Gramm geriebener Hartkäse (Parmesan oder Pecorino)

und etwas Salz sowie Pfeffer zum Abschmecken.

Für die Carbonara-Soße wird zuerst der Speck klein geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl angebraten. Während dessen das Eigelb vom Eiweiß trennen. Das Eiweiß wird für die Carbonara-Soße nicht benötigt. Anschließend den Speck mit Sahne ablöschen und kurz aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken sowie den Käse dazugeben und alles umrühren. Zum Schluss kommen noch die Eigelb zur Carbonara-Soße und runden die Grundlage eines leckeren Gerichts ab.

Natürlich harmoniert die Carbonara-Soße aber auch noch mit anderen Zutaten. Je nach Gericht kann das Rezept für die Carbonara-Soße auch gut mit frischen Kräutern oder Zwiebeln und Knoblauch verfeinert werden.

Kochen mit der Carbonara-Soße

Ein Carbonara-Soßen-Rezept lässt sich nicht nur einfach zubereiten, die Carbonara-Soße schmeckt auch hervorragend und kann mit unterschiedlichsten Speisen kombiniert werden. Ein besonders traditionelles und bodenständiges Gericht ist natürlich Pasta alla Carbonara. Besonders die Tatsache, dass Nudeln während der Zubereitung wenig Aufmerksamkeit verlangen, ist natürlich einer der Gründe, warum das Rezept für Carbonara-Soße und Pasta bei vielen Anfängern besonders beliebt ist. Zumal die Variationsmöglichkeiten nahezu unerschöpflich scheinen, denn das Rezept für die Carbonara-Soße kann mit Oliven, Zwiebeln, Knoblauch oder den verschiedensten Kräutern und sogar Pilzen verfeinert werden. Damit passt die Carbonara-Soße natürlich nicht nur zu Pasta, sondern kann auch zu Geflügel oder Gemüse gereicht werden.

Wie wäre es zum Beispiel mit gefüllter Hähnchenbrust in Carbonara-Soße und mit Käsemantel? Allerdings sollten Sie bei diesem Rezept neben der doch großen Kalorienanzahl immer auf ausgewogene Kompositionen achten, da die Carbonara-Soße durch den Hartkäse bereits eine gewisse Würze mitbringt. Gerade sehr feine Aromen können deshalb leicht durch den kräftigen Körper der Carbonara-Soße überdeckt werden.

Eine weitere Möglichkeit für den Einsatz der Carbonara-Soße wäre zum Beispiel die Zubereitung eines leckeren Auflaufs aus Kartoffeln und einem Gemüse wie Brokkoli oder Blumenkohl.

Tipps für Allergiker

Beim Rezept für die Carbonara-Soße müssen gerade Allergiker besonders auf passende Zutaten achten. Speziell Laktose-Intoleranzen verzeihen den Genuss einer kräftigen Carbonara-Soße eher selten. Deshalb sollte in diesem Fall auf den Einsatz herkömmlicher Sahne im Carbonara-Rezept verzichtet werden. Einige Lebensmittelhersteller bieten bereits Alternativen an, zu denen auch laktosefreie Milch gehört.

Was den Einsatz des Hartkäses im Carbonara-Rezept betrifft, wird die Situation etwas komplizierter, da Ersatzprodukte hier deutlich schwieriger verfügbar sind. Allerdings sollten Sie wissen, dass ein lange gereifter Käse nur wenig Laktose enthält und insofern gar nicht zwingend im Rezept für die Carbonara-Soße ersetzt werden muss.

Bei Erwachsenen sind allergische Reaktionen auf Eier zwar selten, aber es gibt sie. Fragen Sie deshalb am besten bei Freunden oder Bekannten, die Sie mit der Carbonara-Soße glücklich machen möchten nach, ob eventuell Unverträglichkeiten oder Allergien vorhanden sind. Ist einer Ihrer Gäste allergisch gegen Eier, kann im Carbonara-Rezept das Ei auch durch etwas Mehl ersetzt werden, sofern niemand unter einer Gluten-Unverträglichkeit leidet.


Lesen Sie auch auf gofeminin.de:
> Grundrezept Risotto: Videoanleitung
> Gnocchi selber machen: Video
> Spätzle selber machen: Video

von der Redaktion

Das könnte dir auch gefallen