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Cranberry-Muffins und mehr Cranberry-Rezepte

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 4. Oktober 2010
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Die Cranberry gehört zu den wenigen Früchten, die wir fast nur als Endprodukt kennen. Doch wie wird die Cranberry eigentlich angebaut, geerntet und verarbeitet? Wir lüften das Geheimnis der indianischen Heilbeere!

Was hat die Cranberry mit einem Kranich zu tun?

Die kleine rote Waldbeere stammt aus Nordamerika
und trägt den Namen "Cranberry", weil englische
Siedler (Pilgrim Fathers) im 17. Jahrhundert fanden, dass die Blüten des Strauchs so ähnlich aussehen wie ein Kranichschnabel. Manchmal wird die Cranberry deshalb auch mit „Kranichbeere“ (oder Kranbeere) übersetzt, obwohl sie eigentlich „Moosbeere“ heißt, weil sie – wie alle Heidekrautgewächse – gerne auf saurem Moosboden wächst.

Der Cranberry-Anbau: vom Wald auf's Feld!

Kaum eine Waldbeere wird so großflächig angebaut wie die Cranberry: Die reife Frucht wird im Herbst geerntet und gehört in den USA zu den typischen Spezialitäten des Erntedankfests "Thanksgiving": Einen Truthahn ohne die traditionelle Cranberrysoße können sich Amerikaner gar nicht vorstellen.

Die Cranberry wird in Feldern angebaut, die so ähnlich wie Erdbeerplantagen angelegt sind: Die Beeren werden in länglichen Beeten gezüchtet, die mit Sand, Splitt oder Lehm aufgefüllt sind. Mitte Juni bekommt der Cranberrystrauch hübsche weiß-rosa Blüten, die anschließend abfallen und grüne Knötchen hinterlassen, die bis zum Herbst zu roten Beeren heranreifen.


Die Cranberry-Ernte: trocken oder nass?
Bei der Trockenernte werden die Beeren mit mechanischen Pflückmaschinen vom Strauch gestreift, anschließend per Hand aussortiert und im Handel angeboten.

Bei der Nassernte werden die Cranberry-Felder überschwemmt. Die Früchte lösen sich durch den Wasserstrudel von den Sträuchern und schwimmen dann an der Wasseroberfläche; denn jede Cranberry besitzt vier Luftkammern (die so ähnlich aussehen wie leere Kerngehäuse).

Die Beeren werden anschließend von Erntefahrzeugen abgesaugt und in der Beerenauslese sortiert. Die Nassernte wird von den Cranberry-Farmern in den USA am häufigsten angewendet.

So kommt die Cranberry in die Tüte:

  • Frische Cranberries sind hierzulande eine Seltenheit: Sie werden von September bis Januar in luftdurchlässigen Plastikbeuteln oder kleinen Beerenschalen angeboten und am besten im Kühlschrank aufbewahrt. Vorsicht: Rohe Cranberries schmecken so sauer, dass man sie besser erst halbiert und in Zucker durchziehen lässt (die Faustregel lautet: 200 g Zucker für 50 g Cranberries).
  • Getrocknete Cranberries eignen sich das ganze Jahr über prima zum Knabbern und als Süßigkeiten-Ersatz. Sie werden wie Rosinen (roh) genascht oder kommen als Knusperbeigabe in's Müsli oder in den Obstsalat. Für Rezepte weichen Sie die getrockneten Cranberries einfach ein paar Stunden lang in Cranberrysaft oder Orangensaft ein, damit sie aufgehen (50 g getrocknete Beeren entsprechen 100 g frischen Cranberries).
  • Cranberrypulver wird zur Nahrungsergänzung angeboten, meist in Form von Kapseln oder Beuteln.
  • Cranberrysaft hat einen fruchtigen und leicht herben Geschmack. Er wird mit Mineralwasser gespritzt oder als Cocktail zubereitet.

Warum ist die Cranberry so gesund?
Die Cranberry wird zur Gesunderhaltung der Harnwege und zur Vorbeugung einer Zystitis (Blasenentzündung) empfohlen, weil sie Gerbstoffe (Tannine) enthält, die verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenwand festsetzen. Zwei Portionen Cranberries pro Tag genügen, um einen natürlichen Schutzmantel aufzubauen. Der hohe Anteil an Antioxidanten bekämpft außerdem freie Radikale und schützt so vor vorzeitiger Hautalterung. Neueste Studien weisen ebenfalls eine antibakterielle Wirkung nach, die sich positiv auf die Mundhygiene auswirken soll.

Cranberries richtig aufbewahren
Getrocknete Cranberries werden wie Rosinen aufbewahrt: in einem gut verschlossenen Glasbehälter und vor Licht geschützt. Frische Cranberries werden in einem Gefrierbeutel mit Belüftungslöchern oder einer Plastikdose aufbewahrt, können aber auch bis zu einem Jahr eingefroren werden.


Was kann man mit Cranberries kochen?
Frische Cranberries können für Süßspeisen (Kuchen, Torten, Plätzchen, Marmelade), aber auch für herzhafte Rezepte (Pastasoßen, Chutneys, Aufläufe ...) verwendet werden. Ob Sie die Cranberries zuvor in Zucker einlegen, bleibt Ihnen überlassen.


Hier erfahren Sie, wie man die kleine rote Beere richtig zubereitet:

Süße Cranberry-Rezepte:

Herzhafte Cranberry-Rezepte:

    LC

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