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Eier kochen für Anfänger: Mit diesen Hacks & Rezepten klappt's

von Inga Back Veröffentlicht am 19. Oktober 2012

Spiegeleier, hart oder weich gekochte Eier, Omeletts, Rühreier... Eier können vielfältig zubereitet werden. Und wir verraten euch wie!

Ihr kommt ausgehungert nach Hause und habt nur noch 2 Eier im Kühlschrank? Kein Problem: Das Basic-Nahrungsmittel lässt sich je nach Geschmack auf vielerlei Weise zubereiten. Man muss nur wissen wie - dann kann das vermeintlich langweilige Alltags-Ei nämlich in Form eines richtig leckeren Gourmet-Rezepts zu Hochform auflaufen. Man muss nur wissen, wie.
Wie lange muss man Eier kochen, um weiche, mittel-harte oder hart gekochte Eier zu bekommen? Wie poschiert man ein Ei? Und wie weiß man eigentlich, ob ein Ei noch "gut" ist? Ein Ei - viele Möglichkeiten: Hier kommen 8 Varianten, wie ihr euer Ei zubereiten könnt, sowie viele praktische Tipps. Also nichts wie ran an den Herd!

1. Ein weiches Ei kochen

  • Einen Topf Wasser zum Kochen bringen.
  • Das Ei vorsichtig mit einem Schaumlöffel oder einem Esslöffel hineinlegen.
  • Abwarten, bis das Wasser den Siedepunkt wieder erreicht hat
  • Die Eier dann 3 Minuten zugedeckt kochen lassen.
  • Das Ei mit einem Schaumlöffel aus dem Topf nehmen und mit kaltem Wasser abschrecken. In einem Eierbecher anrichten und sofort servieren.

Tipp: So wird das Ei richtig "geköpft":
Mit einem Messer seitlich gegen den oberen Teil der Eierschale schlagen und das "Hütchen" abnehmen. Salzen, pfeffern. Das Ei mit einem kleinen Löffel auslöffeln oder dünne Brotstreifen in das flüssige Eigelb tunken.

Gut zu wissen: Weich gekochte Eier lassen sich auch im Voraus vorbereiten und können in lauwarmem Wasser warmgestellt werden.

2. Eier mittelhart oder wachsweich kochen

  • Das Ei vorsichtig in einen Topf mit kochendem Wasser gleiten lassen.
  • Die Eieruhr sofort auf 6 Minuten einstellen, ohne abzuwarten bis das Wasser wieder kocht.
  • Das Ei mit einem Schaumlöffel herausnehmen und zum Abschrecken kurz in sehr kaltes Wasser tauchen, um den Kochvorgang zu stoppen.
  • Das Ei vorsichtig auf der Küchenplatte hin und her rollen, damit die Schale Risse bekommt.
  • Schälen und mit kaltem Wasser abspülen.
  • Tipp: Das Ei sollte auf Fingerdruck leicht nachgeben.

3. Eier hart kochen

  • Wasser zum Kochen bringen.
  • Das Ei vorsichtig mit einem Schaum- oder Esslöffel in das siedende Wasser gleiten lassen.
  • Abwarten bis das Wasser wieder kocht.
  • Dann die Eier 8 Minuten kochen.
  • Das Ei mit einem Schaumlöffel aus dem Topf nehmen, kurz mit kaltem Wasser abschrecken und vorsichtig auf der Küchenplatte hin und her rollen, um es leichter schälen zu können.
  • Das Ei muss sich auf Fingerdruck hart anfühlen und das Eigelb muss ganz fest sein.

4. Rührei zubereiten: schnell & einfach

  • Eine tiefe Pfanne mit einem dicken Boden buttern, salzen und pfeffern.
  • Eier in einer Schale aufschlagen, mit einem Schneebesen oder einer Gabel leicht verrühren und in die Pfanne geben.
  • Das Rührei bei niedriger Hitze garen und ständig umrühren, damit die Textur schön cremig wird.
  • Den Topf zum Schluss vom Herd nehmen und nach Bedarf zum Verfeinern ein paar Butterflocken hinzugeben.

5. Spiegeleier: dekorativ und lecker

  • Ein haselnussgroßes Stück Butter oder einen Teelöffel Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Sobald die Butter geschmolzen oder das Öl heiß ist, das Ei in der Pfanne aufschlagen ohne den Eidotter zu verletzen.
  • Das Eiweiß salzen, damit es besser gerinnt. Das gesamte Spiegelei pfeffern.
  • Das Spiegelei 2 bis 3 Minuten bei niedriger Hitze braten lassen.
  • Das Eiweiß kann auch mit einem flachen Pfannenwender verteilt werden.
  • Die Pfanne vom Herd nehmen, bevor das Eiweiß Farbe bekommt oder Blasen wirft.

6. Omelette: Der Klassiker

  • Die Eier in einer Schüssel aufschlagen, salzen, pfeffern. Mit einer Gabel oder einem Schneebesen vermischen.
  • Ein Stück Butter in einer Pfanne zum Schmelzen bringen. Wenn die flüssige Butter leise prasselt, die verrührten Eier auf einmal hinzugeben.
  • Das Omelett während des Kochvorgangs gleichmäßig verteilen: dazu die äußere Eiermasse mit einem flachen Pfannenwender in die Mitte schieben.
  • Das Omelett ist fertig, wenn es die gewünschte Konsistenz erreicht hat (weich gestockt oder gut durchgegart). Nach Belieben mit Küchenkräutern, Speck oder Käse verfeinern!

Gut zu wissen: Im Unterschied zum Rührei wird das Omelett nicht gewendet, sondern nur auf der unteren Seite goldbraun gebraten.

Low-Carb-Idee: Das beste Rezept für fluffiges Omelett!

7. Eier poschieren: So einfach geht's

  • Das Wasser mit einem Spritzer Essig zum Kochen bringen.
  • Das Ei in einer Tasse aufschlagen und abwarten bis das Wasser kocht. Die Tasse dann auf einmal umdrehen, um das Ei in den Topf gleiten zu lassen.
  • Das Ei mit einem Schaumlöffel oder einem Pfannenwender halten, damit die Eiweißfäden beim Eigelb bleiben.
  • Das Wasser darf nicht wallend kochen, sonst verteilt sich das ganze Eiweiß im Wasser.
  • 2 Minuten ziehen lassen.
  • Das Ei mit einem Schaumlöffel herausnehmen und sofort in kaltem Wasser abschrecken um den Kochvorgang zu stoppen.
  • Die abstehenden Eiweißfäden entfernen.

8. Eier im Ofen schmoren

  • Den Ofen auf 180°C vorheizen.
  • Eine kleine Auflaufform buttern, den Boden mit süßer Sahne bedecken und mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen.
  • Ein Ei in der Auflaufform aufschlagen ohne den Eidotter zu verletzen.
  • Die Auflaufform in eine größere ofen- feste Schale stellen und diese bis zur halben Höhe der kleinen Auflaufform mit Wasser auffüllen. In den Ofen schieben und 10 bis 15 Minuten im Wasserbad garen.
  • Die Eier beobachten und aus dem Ofen nehmen, wenn das Eiweiß gerade gestockt und das Eigelb noch flüssig ist.
  • Tipp: Dazu können dünne Brotstreifen gereicht werden, die in das Ei getunkt werden.

Gut zu wissen

  • Wenn die Eier in kochendem Wasser zubereitet werden, einfach einen Spritzer Essig mit ins Wasser geben damit das Eiweiß gerinnt falls die Eierschale einen Riss hat.

Der ultimative Frische-Test für Eier

Wie weiß man, ob ein Eie noch gut ist? Ganz einfach: Mit dem ultimativen Frischetest! Und der geht so:

Einfach das Ei in einen Topf oder ein Glas Wasser legen und beobachten:

  • Wenn das Ei an der Wasseroberfläche schwimmt, liegt das Legedatum schon mindestens 6 Wochen zurück
  • Bleibt das Ei am Grund liegen ist es noch frisch.

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