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Bester Kaffee ever: Diese Cappuccino-Hacks musst du kennen!

von Tanja Koch Veröffentlicht am 17. Januar 2019
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Pad- und Kapselmaschinen sind praktisch und günstig. Richtig leckere Heißgetränke wie in deinem Lieblingscafé bekommst du damit aber nicht hin. Wir zeigen dir, wie du Espresso zubereiten musst für perfekten Cappuccino oder Latte Macchiato.

Als Ritual nach dem Aufstehen, als Energie-Boost auf der Arbeit oder zur Verdauung nach dem Mittagessen - es gibt viele Gelegenheiten für einen leckeren Kaffee. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass der Geschmack zu Hause nicht mit dem im Café mithalten kann? Das liegt unter anderem an der Zubereitungsart. Wir haben einen Barista-Kurs besucht und erklären dir, mit welchen Tricks und welcher Ausrüstung du auch zu Hause perfekten Kaffee zubereitest!

1. Espressopulver frisch mahlen

Es mag dich überraschen. Aber wie dein Kaffee schmeckt, hängt mehr mit der Mühle als mit der Espressobohne oder -maschine zusammen. Grundsätzlich kommst du um frisch gemahlenes Pulver nicht herum. Denn es verliert mit der Zeit an Aroma.

Zudem schmeckt der Espresso sauer, wenn das Pulver nicht frisch gemahlen ist. Kaffee-Profis werfen sogar vor jedem neuen Espresso die ersten Gramm Pulver weg, die aus der Mühle kommen. Im sogenanntem Totraum bleibt nämlich immer ein kleiner Rest "hängen". Gemahlene Espressobohnen zu kaufen ist also keine gute Idee.

Bei der Mühle solltest du nicht sparen, wenn du den perfekten Espresso zubereiten möchtest. Es muss kein Profi-Gerät für 500 Euro sein. Mit einem Billigprodukt für 30 Euro wirst du aber auch nicht glücklich. Denn minderwertige Mühlen mahlen das Pulver nicht gleichmäßig. Für den Siebträger ist ein sehr feines Pulver nötig. Wenn die Mühle einen mal einen größeren und mal einen kleineren Anteil der Körner zu grob ausspuckt, hast du keine Kontrolle über den Geschmack des Espressos.

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2. Espresso-Bohnen testen

Espressobohnen solltest du nie in der Vorrats-Packung kaufen. Denn auch ungemahlen verlieren sie an Aroma, sobald die Tüte geöffnet ist. Welche deine Lieblings-Bohne wird, musst du selbst austesten.

​Die am stärksten verbreiteten Kaffeesorten sind Arabica und Robusta. Arabica-Kaffee ist wegen des geringeren Säureanteils besser verträglich und hat eine fruchtigere Geschmacksnote. Der Duft ist sehr stark. Die Crema (der ölige Schaum auf dem Kaffee oder Espresso) ist haselnuss-hellbraun-rötlich.

Robusta-Kaffee ist dunkler und ein wenig bitterer. Mit Zucker schmeckt Robusta-Kaffee eher karamellig als fruchtig. Der Koffeinanteil in Robusta-Kaffee ist etwa doppelt so hoch wie bei Arabica-Kaffee. Durch einen geringeren Öl-Anteil ist die Crema länger haltbar - perfekt für die hübschen Herzen oder Blätter im Milchschaum.

Wenn du einmal weißt, welche Geschmacksnoten du in deinem Kaffee magst, kannst du einfach auf die Produktbeschreibung auf der Verpackung achten und ein paar verschiedene Marken probieren.

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3. In eine Espressomaschine investieren

Sicher fragst du dich jetzt, was denn erst eine Espressomaschine mit Siebträger kostet, wenn du für die Mühle schon mehr als 100 Euro ausgeben sollst. Keine Sorge. Solange du die anderen Schritte beachtest, brauchst du kein Gastronomie-Gerät für 2.000 Euro, um guten Espresso zu kochen.

Die De'Longhi EC 685.W ist ein gutes Einsteigermodell, das sogar Pad-Kaffee kochen kann, wenn es mal schnell gehen muss. Die Maschine ist mit 15 Zentimetern sehr schmal und passt in jede Küche. Trotzdem schafft sie einen Brühdruck von 15 Bar und besitzt eine eingebaute Milchaufschäumdüse, die du für Latte Macchiato oder Cappuccino benötigst.

Hier kannst du die De'Longhi EC 685.W bei Amazon kaufen.

4. Wasser vorher entkalken

Zum einen schadet Kalk deiner Siebträgermaschine. Denn die kleinen Schläuche verstopfen dadurch unheimlich schnell. Zum anderen beeinflusst ungefiltertes Wasser auch den Geschmack des Espressos.

Viele Kaffeefans benutzen ausschließlich Volvic für ihren Espresso, da dieses Wasser besonders wenig Kalk enthält. Für Einsteiger reicht es aber aus, Leitungswasser durch eine Filterkanne laufen zu lassen.

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5. Die Tasse vorwärmen

Es klingt merkwürdig, aber die Temperatur deiner Tasse beeinflusst den Geschmack deines Kaffees. Kühlt der Espresso ab, entsteht nämlich Säure. Deshalb solltest du deine Tasse vorwärmen. Am einfachsten geht das, wenn du sie auf der Espressomaschine aufbewahrst.

Wenn dich das beim Putzen stört, du deine bunte Tassensammlung lieber im Schrank versteckst oder die Espressomaschine immer wieder ausschaltest, kannst du auch einen Tassenwärmer nutzen. Stelle deine Tasse einfach kurz drauf, solange du das Pulver mahlst und ins Sieb gibst.

Einen Tassenwärmer kannst du hier bei Amazon kaufen.

6. Perfekten Milchschaum zaubern

Trinkst du am liebsten schwarzen Kaffee, kannst du deinen Espresso mit zwei- bis dreimal soviel Wasser wie Espresso zu einem Americano strecken.

Doch für alle anderen Kaffee-Getränke benötigst du Milchschaum. Besonders gut gelingt er bei Milch mit hohem Eiweißgehalt - das gilt auch für vegane Milchersatzprodukte. Wenn du die Düse an deiner Espressomaschine nutzt, achte darauf, dass du sie nicht zu tief eintauchst, sondern eher die Oberfläche bearbeitest.

​Für Latte Macchiato benötigst du fast doppelt so viel heiße Milch und ungefähr so viel Milchschaum wie Espresso. Hier ist wichtig, dass du zuerst die Milch mit Schaum ins Glas gibst und erst dann den Espresso, damit er sich zwischen heißer Milch und Milchschaum absetzt.

Für Cappuccino benötigst du ein Drittel Espresso, ein Drittel heiße Milch und ein Drittel Milchschaum.
Für Milchkaffee benötigst du ein wenig mehr heiße Milch als Espresso und eine dünne Schaumkrone.

Bei diesen beiden Kaffeearten gießt du zuerst den Espresso in die Tasse und anschließend die Milch.

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