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Exotische Früchte: Vitamine aus der Ferne

von der Redaktion Veröffentlicht am 14. Februar 2008
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Immer mehr exotische Früchte schleichen sich in die Regale von Supermärkten und Obsthändlern ein. Vor allem im Winter: Denn in der kalten Jahreszeit herrscht für die exotischen Früchte bei uns Hochsaison. Schließlich ist gerade da auf der anderen Seite des Equators Sommerzeit!

Wir sind faszinierend von diesen neuartigen Leckereien, wissen aber meistens nicht genau, was für ein Früchtchen wir gerade vor uns haben und worauf wir beim Kauf bzw. bei der Wahl achten müssen.

Zu Ihrer Information: Per Flugzeug importiertes Obst ist länger an der Sonne gereift und damit süßer. Wir stellen Ihnen die wichtigsten exotischen Früchte vor...

Entdecken Sie unsere Kochrezepte mit exotischen Früchten!


Ananas

- Eine gute Ananas duftet stark, istschwerund darfnicht weich sein. Die Farbe sagt nichts über den Reifungsgrad der Frucht aus. Ihre Blätter hingegen sollten grün glänzen und müssen sich mühelos von der Frucht loslösen lassen: Das ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Ananas reif ist.
- Die Ananas wird, wenn sie noch nicht angebrochen wurde, bei Zimmertemperatur aufbewahrt. Wurde sie bereits angeschnitten ist sie, in Folie eingewickelt, noch bis zu 5 Tage lang im Kühlschrank haltbar.
- Die Ananas eignet sich ideal zum Dessert: Sie enthält ein Enzym, das die Assimilierung der Proteine und die Verdauung im Allgemeinen erleichtert. Das gilt jedoch nur, wenn sie roh verzehrt wird. Je nach Sorte wiegt die Ananas 0,5 bis 2 kg!

- Am weitesten verbreitet sind in Deutschland die Ananassorten Cayenne und die Queen-Gruppe (Baby-Ananas). Der Star unter den Ananasarten ist jedoch die Ananas Viktoria: Sie ist kleiner als die Cayenne Ananas und schmeckt besonders süß.


Banane

- Die Banane ist aus unseren Obstregalen längst nicht mehr wegzudenken. Und doch handelt es sich bei dem krummen Obst um eine exotische Frucht! Martinique, Guadeloupe, Elfenbeinküste, Kenia, Panama, Ecuador, Costa Rica... Die Banane wird aus zahlreichen warmen Ländern zu uns eingeflogen.
Manche mögen die Staudenfrucht lieber fest und fast noch grün, andere ziehen es vor, die Banane zu genießen wenn die gelbe Haut bereits dunkle Flecken aufweist (das Zeichen für einen hohen Reifegrad) und das weiche Fruchtfleisch auf der Zunge zergeht. Wenn die Banane zu früh gepflückt wurde kann sie auch eine etwas mehlige Textur besitzen.
- Es ist unnötig die Banane kühl zu lagern. Dadurch wird nur ihre Textur verändert.
- Wer seine Bananen schneller reifen lassen möchte sollte sie einfach mit einem Apfel in den Obstkorb legen.
- Besonders lecker schmeckt die Banane im Obstsalat: Träufeln Sie dabei etwas Zitronensaft über die Frucht damit sie nicht dunkel wird. Denn Bananen oxidieren sehr schnell.


Carambole (Sternfrucht)


- Die Carambole ist eine längliche (5 bis 8 cm), 5-seitige Frucht, die in Scheiben geschnitten eine hübsche Stern-Dekoration ergibt. Ihr Fruchtfleisch ist weiß bis gelb. Die Textur ähnelt der eines Apfels: knackig, frisch und saftig. Geschmacklich ist die Sternfrucht jedoch eher mit der spanischen Melone vergleichbar.
- Bei der Wahl der Carambole sollten Sie darauf achten, dass die Frucht fest ist
und ihre Haut gold-gelblich glänzt. Kleine Punkte auf der Haut zeugen von einem fortgeschrittenen Reifegrad.
- Die Sternfrucht kann pur (roh oder kurz gekocht) gegessen oder als Dekoration genutzt werden.
- Kühl gelagert lässt sich die Carambole je nach Reifegrad 2 bis 15 Tage aufbewahren .

Datteln

- Frische Datteln
werden "an der Stange" verkauft, das heißt mehrere Datteln an einem Stil. Die recht kleinen Früchte weisen eine längliche Form und eine orange-gelbliche, rötliche oder braune Farbe auf.
Datteln werden kühl aufbewahrt, am besten in einer luftdicht verschlossenen Box (wegen des Geruchts). Sie können auch an der frischen Luft getrocknet werden...
- Getrocknete Datteln werden im Lot oder einzeln verkauft. Ihre runzelige Haut ist braun und leicht durchsichtig. Luftdicht verpackt lassen sich die Trockenfrüchte fast 1 Jahr aufbewahren. Manchmal werden Datteln zur besseren Aufbewahrung auch mit Glukosesirup bestrichen, aber die Frucht ist von Natur aus schon süß genug. Wählen Sie daher vorzugsweise Datteln ohne Zuckerglasur.
Zu den bekanntesten Dattelsorten gehört die Deglet-Nour aus Tunesien. Auch die etwas größere und weichere, ursprünglich aus Marokko stammende Medjool erfreut sich großer Beliebtheit. Sie gehört zu den besten und teuersten Dattelsorten.


Passionsfrucht


- Die Passionsfrucht ist eine leicht rundliche Frucht mit einer violetten, orange-roten oder gelben Färbung. Ganz wichtig: Die Passionsfrucht reift nach dem Pflücken nicht nach. Daher sollten nur Früchte gekauft werden, die bereits eine dunkelviolette oder Purpurfarbe angenommen haben (nicht grün!).
Die Oberfläche der Passionsfrucht ist nicht glatt sondern unregelmäßig "runzelig". Diese "Schrumpelung" weist auf den optimalen Reifegrad der Frucht hin.
Das Fruchtfleisch istgelborange, geleeartig und enthält zahlreiche kleine schwarze (essbare) Samen. Die Passionsfrucht schmeckt leicht säuerlich aber sehr aromatisch.
- Die Passionsfrucht lässt sich bei Zimmertemperatur einige Tage aufbewahren.
Je stärker die Frucht "geschrumpelt" ist desto reifer ist sie.
- Wichtige Passionsfruchtsorten sind die Grenadilla und die Maracuja (gelbe Passionsfrucht).

Goyave

- Die Goyave ist eine runde oder ovale Frucht mit einer hellgrünen oder -gelben, glatten Haut. Ihr Fruchtfleisch ist je nach Sorte rosa, hellgelb oder rot.
- Die Goyave kann pur gegessen oder zu Saft, Sorbet oder Sirup verarbeitet werden.
Frische Goyaven sind bei uns jedoch nur selten zu finden, da sich die empfindliche Frucht nur schwer transportieren lässt.

Granatapfel (Grenadine)

- Der Granatapfel ist eine runde, tennisballgroße Frucht. Seine dicke, mehr oder weniger glatte Haut glänzt zartrosa. Je mehr der Granatapfel heranreift desto dunkler, dünner und härter wird seine Haut. Das Fruchtfleisch besteht aus rosa oder roten Körnern, die knusprig frisch, aber auch leicht bitter schmecken.
- Die Grenadine wird im Salat, pur oder mit Honig und Orangenwasser beträufelt serviert.
- Bei der Wahl der Frucht sollten Sie darauf achten, dass die Haut eine rote oder dunkelorangene Farbe angenommen hat, glatt ist und schön glänzt. Der Granatapfel muss außerdem schwer in der Hand liegen: Daran erkennen Sie, dass das Frucht-fleisch schön saftig ist.

Kumquat (Zwergorange)

- Die Kumquat ist eine pflaumenförmige, gelb-orangene, ca. 4-5 cm lange Frucht. Sie wird mit Schale und Kernen verzehrt. Ihre Schale schmeckt herb und süß, ihr Fruchtfleisch eher säuerlich.
- Die Schale der Kumquat ist zwar essbar, muss vor dem Verzehr aber einige Sekunden blanchiert werden.
Die Kumquat wird verwendet um Kompott, Konfitüre, süß-sauren Soßen, etc.
Geschmack zu verleihen. Meist wird sie jedoch als Dekoration benutzt oder kandiert.

Litschi, Rambutan und Longane

- Die Litschi (auch Lychee geschrieben) muss wohl nicht mehr vorgestellt werden: Diese kleine Frucht besitzt eine rosa Schale und saftiges, weißes Fruchtfleisch, das gleichzeitig erfrischend und süß schmeckt.
- Die Rambutan-Frucht ist weitaus weniger verbreitet. Zu Unrecht! Sie ist größer als die Litschi, doch ihre ebenfalls rosa Schale ist dicht "behaart". Das Fruchtfleisch der Rambutan-Frucht ist fest, beinahe knackig, und schmeckt delikater, nicht ganz so süß und frischer als das der Litschi. Eine Frucht, die Sie unbedingt entdecken sollten!
- Auch die Longane-Frucht ist mit der Litschi verwandt. Sie ähnelt einer großen Traube mit einer bräunlich festen, matten Schale und einem extrem großen Kern.
Ihr hellglasiges Fruchtfleisch schmeckt sehr aromatisch und leicht säuerlich


Mango


- Eine reife Mango muss recht schwer und relativ fest aber nicht hart sein: Der Finger darf beim Abtasten keine zu tiefen Dellen im Fruchtfleisch lassen. Ob die Mango extra reif oder noch etwas fester gewählt werden sollte hängt ganz davon ab wie sie genutzt werden soll (zum Kochen, im Salat, als Dessert,...). Doch eine zu reife Mango wird schnell zu süß.
- Zubereitung: Die Mango wird längs aufgeschnitten. Gleiten Sie mit dem Messer
auf beiden Seiten den länglichen Kern entlang um 2 Mangohälften zu erhalten. Anschließend genügt es, das Fruchtfleisch gitterartig einzuschneiden und nach Außen zu stülpen. Resultat: zwei dekorative Mango-Igel.

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von der Redaktion

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