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Kartoffelsorten: Welche Kartoffeln eignen sich für welches Gericht?

von Inga Back Veröffentlicht am 10. November 2008

Kartoffelpuffer, -auflauf oder -salat ... Nicht jede Kartoffelsorte eignet sich für jedes Zubereitungsart oder Gericht. Wir schaffen für mehr Klarheit.

Den Unterschied zwischen einer normal gelbgoldenen Kartoffel und ihren violetten und roten Verwandten wird noch jeder auf Anhieb entdecken. Wer allerdings denkt, dass dieser äußere Unterschied der einzige ist, irrt sich. Kartoffeln sind vielfältig – im Aussehen, im Geschmack und in ihrer Konsistenz. Weltweit gibt es immerhin knapp 5.000 unterschiedliche Kartoffelsorten, die uns die Möglichkeit bieten, ganz unterschiedliche Gerichte zuzubereiten. Was kaum jemand weiß: Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und somit mit Tomaten, Auberginen, Paprika und sogar Tabak verwandt.

Was uns Kartoffeln bieten

Kartoffeln sind nicht nur eine leckere Beilage und neben dem Brot der Deutschen liebstes Grundnahrungsmittel, sie tun uns auch noch etwas Gutes: Kartoffeln sind aufgrund ihres hohen Kohlenhydratanteils perfekte Energielieferanten.

Aber auch in puncto Vitamine und Co halten die tollen Knollen, was sie versprechen: Vitamin C, B-Vitamine, Eisen und Magnesium halten uns fit. Wer also auf fette Soßen, Mayo und dergleichen verzichtet, kann sich mit Kartoffeln äußerst gesund ernähren. Nicht zuletzt ist das auch ein Grund dafür, wieso die aus Amerika stammende Kartoffel sich in Europa so gut etablieren konnte.

Die passende Kartoffelsorte für jedes Gericht

Der gängigen Unterscheidung in festkochende, vorwiegend festkochende und mehligkochende Kartoffeln ist in jedem Supermarkt zu finden. Aber für welches Gericht eignet sich welche Kartoffelart und welche unterschiedlichen Sorten kann man zu welcher Kategorie zählen?

Festkochende Kartoffeln

Festkochende Kartoffeln eignen sich hervorragend für die Herstellung von Bratkartoffeln, Kartoffelsalaten und unterschiedlichen Kartoffelaufläufen.

Zu den beliebtesten Kartoffelsorten in dieser Kategorie zählen:

  • Belana,
  • La Ratte,
  • Agata,
  • Sieglinde.

Aber auch die blaue „Vitelotte“ und heftig umstrittene „Linda“.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln

Wer hingegen Pell- oder Salzkartoffeln sowie Pommes Frites genießen möchte, sollte auf vorwiegend festkochende Kartoffeln mit einem mittleren Stärkegehalt setzen – etwa auf die Sorten :

  • Berber,
  • Agria,
  • Christa,
  • Gloria,
  • Colette,
  • Maja,
  • Laura
  • Quarta.

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln eignen sich wiederum perfekt für Pürees und Eintöpfe: Sie enthalten sehr viel Stärke und lassen sich somit gut zu einer breiigen Kartoffelmasse verarbeiten.

Kartoffelsorten, die diese Eigenschaften mit sich bringen, sind unter anderem:

  • Afra,
  • Erntestolz,
  • Dore,
  • Futura,
  • Marlene,
  • Melina,
  • Zorba.

Für jedes Gericht, gibt es also die passende Kartoffelsorte. Wer zudem noch mehr Farbe ins Spiel bringen möchte, kann auf rote oder violette Kartoffeln setzen – zum Beispiel auf die Sorte Blaue Schweden oder auf die Salad Red aus Schottland. Kartoffeln sind also alles andere als langweilig.

Wie werden Kartoffeln gelagert?

Wer sich mit leckeren Kartoffeln bevorraten möchte, sollte diese in einem kühlen, dunklen Raum aufbewahren. Ein trockener Keller eignet sich hervorragend, um den einen oder anderen Kartoffelsack zu bunkern: Hier bleiben die Knollen frisch und stehen jederzeit für ihren Einsatz in der Küche bereit.

Wer nicht über einen Keller verfügt, kann Kartoffeln in der kälteren Jahreszeit auch auf dem Balkon lagern. Allerdings sollte man sie hier gut abdecken, um sie vor Licht zu schützen. Auch vor Frost sollte man sie in jedem Fall bewahren: Er verändert den Geschmack jeder Kartoffel.

Kartoffel-Rezept-Ideen: Was koche ich heute?

Die Beantwortung dieser Frage sollte nicht schwer fallen, wenn man Kartoffeln im Haus hat. Egal ob Püree, Auflauf oder Puffer, die Knollen lassen sich schnell und einfach in schmackhafte Gerichte verwandeln. Hier kommen 3 Rezept-Ideen:

1. Sellerie-Kartoffelpüree: Hierbei werden Sellerie und mehligkochende Kartoffeln so lange in leicht gesalzenem Wasser gegart, bis beide schön weich sind. Butter und etwas Sahne hinzugeben und mit dem Zauberstab zu einem schönen Brei pürieren. Abgeschmeckt wird mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

2. Kartoffelpuffer: Wie wäre es zum Beispiel mit Möhren-Kartoffel-Puffern? Hierfür werden Kartoffeln und Möhren geschält und fein gerieben. Beides vermengt man mit saurer Sahne, Eiern und etwas Mehl. Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer. Nun nur noch schnell kleine Fladen formen und anbraten, fertig ist eine schmackhafte Mahlzeit.

3. Kartoffelsalat: Der Klassiker lässt sich ganz leicht aufpeppen: Probieren Sie doch einmal einen Kartoffel-Avocado-Salat. Einfach die Kartoffeln wie gewohnt kochen, in Scheiben schneiden und mit Avocado-Stücken, Schinken und kleingeschnittenen Salatstreifen vermengen. Als Dressing eignet sich eine Mischung aus Gemüsebrühe, Zitronensaft, Öl, Salz, Pfeffer und ein wenig Zucker.

Wer es exotischer mag, kann dieses Kartoffelsalatdressing auch mit Curry verfeinern. Nicht vergessen: Die Avocado-Stücke sollten noch vor dem Vermengen mit Kartoffeln und Salat mit Zitrone eingerieben werden, sonst werden sie schnell braun und somit unansehnlich.

Sowohl das Internet als auch diverse Kochbücher halten noch Abertausende leckere Kartoffelrezepte für Sie bereit: Nur Mut, probieren Sie einmal etwas Neues aus. In diesem Sinne wünschen wir einen guten Appetit!

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von Inga Back

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