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Kokosmilch-Rezepte: Exotische Desserts für alle Raffaello-Fans

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 10. September 2019
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Wer Raffaello mag, wird diese Kokosmilch-Rezepte lieben! Vom erfrischenden Drink bis zur cremigen Nicecream ist alles dabei, was das Naschkatzenherz begehrt.

Die Kokosnuss ist der Inbegriff des Sommers und ein wahres Geschenk der Natur. Warum? Sie lässt sich komplett verwerten und ist obendrein super gesund. So enthält die Kokosnuss beispielsweise viele Vitamine und Mineralstoffe und liefert schnell Energie.

Neben dem festen Kokosfleisch, das wir entweder pur wegsnacken oder als dünne Kokoschips trocknen, sind kulinarisch vor allem das Kokoswasser und die Kokosmilch interessant.

Kokoswasser, Kokosmilch und Kokoscreme: Was ist der Unterschied?

Kokoswasser ist die klare Flüssigkeit, die man direkt aus der jungen grünen Kokosnuss schlürfen kann. Das Wasser hat kaum Kalorien und wird gerne als erfrischender Durstlöscher nach dem Sport getrunken. Zudem soll Kokoswasser entschlackend wirken und ein natürlicher Appetitzügler sein, was das Wässerchen auch für eine Diät spannend macht. Hier erfahrt ihr mehr über die Vorteile von Kokoswasser.

Kokosmilch muss dagegen erst hergestellt werden – und zwar aus der reifen Kokosnuss. Das Fruchtfleisch wird dazu mit Wasser gemischt und anschließend ausgepresst. Heraus kommt weiß-gräuliche Kokosmilch. Diese ist Gold wert, wenn ihr exotisch kochen oder backen wollt. Übrigens: Ähnlich wie andere Nussmilch ist auch Kokosmilch lactosefrei und für Veganer geeignet.

Kokosmilch ist wesentlich fetthaltiger und dickflüssiger als Kokoswasser, aber immer noch gesünder als Sahne, Schmand oder andere Kuhmilchvarianten. Zudem bringt sie ein nussig-süßes Aroma mit, das wunderbar nach Urlaub schmeckt.

Kokoscreme bzw. Kokossahne ist die dicke weiße Masse, die sich oben in der Dose absetzt, wenn die Kokosmilch länger steht. Im Grunde ist sie pures Fett. Ihr könnt die Schicht einfach abschöpfen oder extra mit der Milch vermischen, um euer Kokosmilch-Rezept cremiger zu machen.

Kokos-Rezepte: So könnt ihr Reste von Kokosmilch verwerten

Gerade in der indischen Küche wimmelt es von Kokosmilch-Rezepten. Für fruchtige Currys & Co. werden aber meist nur ein paar Esslöffel Kokosmilch gebraucht. Die geöffnete Dose bleibt dann halbvoll stehen und die gute Milch verfällt (spätestens nach 3 Tagen).

Eine Möglichkeit, um Kokosmilch haltbar zu machen, ist sie einzufrieren. Dafür solltet ihr die Milch erst gut mit ihrem cremigen Teil verrühren, ehe ihr sie in einem Gefrierbeutel oder luftdichten Boxen ins Tiefkühlfach stellt. Für kleinere Portionen könnt ihr sie auch in eine Eiswürfelform füllen.

Besser aber ist es, die Reste der Kokosmilch direkt zu verwerten. Zum Beispiel mit sommerlichen Kokosnuss-Rezepten. Für die Naschkatzen unter euch haben wir daher extra cremige Leckereien herausgesucht, bei denen die Kokosmilch WIRKLICH die Hauptzutat ist.

1. Gesunde Raffaello: Rezept für vegane Kokos-Raw-Bites

Wenn ihr mich fragt, sind Raffaello die besten Pralinen der Welt! Blöd nur, dass die kleinen Kokoskugeln so voller Kalorien stecken. Deshalb zeigen wir euch mit diesem Kokosmilch-Rezept, wie ihr Kokos-Raw-Bites bzw. gesunde Raffaellos selber machen könnt.

Ihr braucht diese Zutaten:

  • 60 g Kokosflocken
  • 2 TL Kokosmilch
  • 2 EL Kokosbutter
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 TL Agavendicksaft

Die Anleitung für das Kokosmilch-Rezept findet ihr hier im Video:

2. Kokosmilch-Rezept: Vegane Kokos-Minze-Nicecream

Als gesunde und vegane Eis-Alternative hat sich die Nicecream längst auch hierzulande durchgesetzt. In diesem Kokosmilch-Rezept trifft das Beste der Kokosnuss auf duftende Pfefferminze und wird damit zur perfekten Sommererfrischung.

Ihr braucht nur diese Zutaten:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmus)
  • 1/2 reife Banane
  • Fruchtfleisch einer halben jungen Kokosnuss
  • 1/2 TL-Pfefferminzöl
  • 6 EL Spirulina (für die Farbe)

So geht die Zubereitung:
Die Banane schälen und mit den anderen Zutaten im Hochleistungsmixer pürieren. Die Masse in einen Gefrierbeutel oder Eiswürfelformen gießen und 6 Stunden (oder über Nacht) ins Gefrierfach stellen. Anschließend erneut im Mixer zu einer cremigen Mischung pürieren. In Schüsseln oder ausgehöhlte Kokosnusshälften füllen und nach Belieben mit Kokosflocken servieren.

Tipp: Für eine feine Aftereight-Note könnt ihr (vegane) dunkle Schokolade raspeln und im zweiten Schritt mit mixen.

3. Kokos-Rezept: Saftige Kokoscreme-Tarte

Zugegeben, das Rezept für diesen Kokoskuchen ist nicht ganz easy. Dafür schmeckt die Tarte mit dem knusprigen Boden unten, der saftigen Kokoscreme in der Mitte und dem sahnigen Topping oben drauf absolut himmlisch! Da lohnt es sich auch, mal etwas länger in der Küche zu stehen.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für den Teig

  • 175 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 50 ml kaltes Wasser

Für die Kokoscreme

  • 30 g Butter
  • 4 Eigelb
  • 140 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 80 g Kokosflocken
  • 1 Prise Salz
  • 35 g Speisestärke
  • 250 ml Kokosnussmilch
  • 200 ml Milch

Für das Topping

  • 240 ml Sahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 EL Zucker
  • optional: 4 EL geröstete Kokosflocken

Außerdem

So geht die Zubereitung:
1. Für den Teig mischt ihr Butter, Zucker, Salz und Mehl mit dem Knethaken eures Handrührgeräts zu einer krümeligen Masse. Wasser hinzugeben, damit der Teig besser klebt und nicht so trocken ist. Mit der Hand durchkneten und zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ist der Teig abgekühlt, rollt ihr ihn mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsplatte aus. Formt daraus einen Kreis von ca. 30 cm Durchmesser. Fettet und bemehlt eure Tarteform und breitet den Teig darin gleichmäßig aus.

3. Stecht den Teig mehrmals mit einer Gabel ein und bedeckt ihn bis zum Rand mit Backpapier. Zum Blindbacken getrocknete Hülsenfrüchten in die Mitte geben. Teig 15 Minuten vorbacken. Das Backpapier am Rand entfernen und noch einmal 5-10 Minuten backen, bis der Rand goldbraun wird.

4. Für die Kokoscreme Eigelb mit Zucker, Salz und Speisestärke verrühren. Kokosmilch und normale Milch kurz auf dem Herd aufkochen lassen. Nach und nach unter die Ei-Masse mischen. Anschließend alles zusammen bei geringer Hitze auf dem Herd erwärmen, bis die Creme dickflüssiger wird. Vorsicht: Das Ei darf nicht gerinnen!

5. Topf mit der Creme vom Herd nehmen und die Butter und das Vanilleextrakt hinzugeben. Die Kokosflocken unterheben. Während ihr die Creme abkühlen lasst, empfiehlt es sich, die Oberfläche mit Frischhaltefolie zu bedecken, damit sich keine Puddinghaut bildet. Sobald die Creme erkaltet ist, füllt ihr damit den ebenfalls erkalteten Kuchenboden. Stellt die Tarte 30 Minuten in den Kühlschrank.

6. In der Zwischenzeit schlagt ihr die Sahne mit dem Sahnesteif, dem Zucker und dem Vanillezucker steif. Süße Schlagsahne oben auf der Tarte verteilen und glatt streichen. Für 5 Stunden (oder über Nacht) kalt stellen. Mit gerösteten Kokosflocken servieren und Genuss pur erleben!

Tipp: Das nicht benötigte Eiweiß könnt ihr für das folgende Kokosmilch-Rezept verwenden.

4. Kokosmilch-Rezept: Schnelle Kokos-Pralinen

Wenn es schnell gehen soll, könnt ihr diese süßen Kokos-Pralinen mit einer Füllung aus dunkler Schokoladensahne probieren. Ähnlich wie Raffaello sind die kleinen Köstlichkeiten mit einem Happs im Mund.

Diese Zutaten braucht ihr:

  • 2 Eiweiß
  • 3 EL Zucker
  • 2 EL Kokosmilch
  • 100 g Kokosflocken
  • 180 g dunkle Schokolade (z. B. vegane, hier bei Amazon)
  • 80 ml Schlagahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • optional: 1 EL Honig

So geht die Zubereitung:
1. Backofen auf 110 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Mini-Muffin-Form (hier bei Amazon) einfetten und bemehlen.

2. Eiweiß, Zucker, Kokosmilch und Kokosflocken gut verrühren. Etwa 2 TL von der Kokosmischung in jedes Muffinförmchen setzen. Die Mitte dabei jeweils frei lassen. Für 30 Minuten backen. 5-15 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann erst vorsichtig daraus lösen.

3. Für die Füllung Schokolade, Vanillezucker, Honig und Schlagsahne im Wasserbad schmelzen. Dabei regelmäßig umrühren. Die Schoko-Sahne auf die Kokosförmchen verteilen und für 1-2 Stunden kaltstellen. Nach Geschmack kalt oder "aufgetaut" bei Zimmertemperatur genießen.

5. Kokosmilch-Rezept: Tropischer Kokos-Smoothie

Pina Colada gehört wohl zu den berühmtesten Kokosmilch-Rezepten überhaupt. Als gesündere (und alkoholfreie) Variante bietet sich ein tropischer Kokos-Ananas-Smoothie mit Früchten statt Fruchtsaft an.

Ihr braucht diese Zutaten:

  • 250 ml Kokosmilch
  • 1 reife Banane
  • 400 g Ananas-Stücke (gefroren)
  • 30 g Kokosflocken

So geht die Zubereitung:
Banane schälen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit den anderen Zutaten im Mixer pürieren. Kokos-Smoothie in Gläser schütten und nach Belieben mit Eiswürfeln servieren.

Tipp: Für die alkoholische Variante könnt ihr etwas Rum dazugeben.

Tipp: Mit Kokosnuss basteln

Nachdem ihr sie gegessen und gründlich gesäubert habt, könnt ihr super mit einer Kokosnuss basteln. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Hängeampel für eure Pflanzen? Alternativ könnt ihr auch exotische Smoothie-Schälchen daraus machen.

Mehr Rezepte mit Kokosnuss gibt's hier:

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von Nicole Molitor 1 240 mal geteilt
 

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