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Kuchen im Glas backen: So gelingen euch die Minikuchen to go

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 28. März 2019
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Kuchen im Glas verpassen dem schnöden Tassenkuchen ein Style-Update. Wir verraten euch, worauf ihr achten solltet, wenn ihr einen Kuchen im Glas backen wollt.

"Mama, darf ich ein Glas Kuchen haben?" An den Satz könnt ihr euch schon mal langsam gewöhnen, denn ähnlich wie Snacks im Glas liegen Kuchen im Glas derzeit voll im Trend. Und das nicht nur auf Kindergeburtstagen, sondern auch für Pendler, die sich im Büro oder unterwegs eine süße Pause gönnen wollen.

Da ihr die Küchlein bequem aus dem Glas löffeln könnt, fällt weiter kein Müll durch Papierservietten oder Plastikteller an. Das kommt sogar der Umwelt zugute. Stichwort: Zero Waste.​ Hier erfahrt ihr alles, was ihr zum Thema "Kuchen im Glas backen" wissen müsst!

Kuchen im Glas vs. Tassenkuchen

Genau wie Tassenkuchen werden Kuchen im Glas direkt im Gefäß gebacken und sind durch die kompakte Form toll für den kleinen Hunger zwischendurch. Kuchen im Glas sind meist ergiebiger als die Tassen-Variante, brauchen mit 20-40 Minuten aber auch länger zum Backen.

Zur Info: Ein Glas entspricht etwa 2-3 Kuchenstücken. So könnt ihr euren Kuchenkonsum im Blick halten und nascht automatisch weniger - zumindest theoretisch.

Anders als die schnellen Kuchen aus der Tasse eignen sich Kuchen im Glas wunderbar zum Mitnehmen oder Verschenken. Deckel drauf und ab zum Picknick oder Wandern.

Kuchen im Glas lassen sich auf Wunsch wie ein normaler Kuchen stürzen und rundum mit Guss, Zuckerstreuseln oder Sahne verzieren. Das ist mit Tassenkuchen nicht möglich. Weiterer Vorteil: Im Glas sieht das Gebäck zum Anbeißen aus und am Party-Buffet sehen eure Gäste auf einen Blick, was sie Leckeres erwartet.

Trotzdem Lust auf einen leckeren Tassenkuchen? Dann solltet ihr diesen Nutella-Tassenkuchen ausprobieren!

DIY-Idee: Kuchen im Glas als Geschenk

Einen Kuchen im Glas könnt ihr auch super als DIY-Version verschenken. Einfach alle trockenen Zutaten ins Glas geben, den Deckel zuschrauben und auf ein Etikett, die noch fehlenden Zutaten mit Mengenangabe auflisten. Zum Schluss das Glas mit einem Band verzieren. Schöner und kreativer war eine Backmischung noch nie!

Kuchen im Glas: Welche Gläser eignen sich dafür?

Da ihr das Glas nicht nur zum Servieren, sondern gleichzeitig als Backform nutzt, sollte es unbedingt hitzefest sein. Achtet außerdem darauf, dass euer Glas oben nicht schmaler wird, sonst lässt sich der Kuchen hinterher nicht mehr schön aus der Form stürzen.

Wenn ihr einen Kuchen-to-Go backen wollt, entscheidet ihr euch für ein Glas mit Deckel. Einfache Marmeladengläser gehen natürlich auch (gibt's etwa hier im 20er Set bei Amazon). Besonders rustikal sehen Einmachgläser mit Bügel- oder Schraubverschluss aus (hier als 6er Set nachkaufen).

Die Größe macht's: Ihr könnt den Kuchenteig entweder komplett in ein 1 bis 1,5-Liter-Glas geben oder zum Servieren auf mehrere Gläschen verteilen. Denkt daran, das Glas nur zu zwei Dritteln zu füllen. Schließlich braucht der Kuchen im Ofen noch Platz zum Ausdehnen. Tipp: Orientiert euch bei der Gläserwahl an der Teigmenge im Rezept.

Richtig einfach: Kuchen im Glas ohne Backen

Ihr habt nur wenig Zeit oder seid absolute Backnieten? Dann lasst den Backofen doch einfach aus! Mit diesem einfachen Rezept gelingt euch ein leckerer Kuchen im Glas - ohne backen.

Zutaten (für 2 große oder 4 kleine Gläser):

Für den Teig

  • ​½ Tasse fein zerkrümelte Butterkekse
  • 3 EL geschmolzene Butter
  • ½ TL Zucker

Für die Cheesecake-Creme

  • ​230 ml Schlagsahne
  • 250 g Frischkäse
  • 4 EL Zucker
  • ½ Pk Vanille-Zucker

Kuchen im Glas backen: Step by Step

1. Wenn ihr euch für ein Rezept und ein passendes Glas entschieden habt, fettet und mehlt ihr das Glasinnere zunächst wie bei einer normalen Kuchenform aus. Nur den oberen Rand und den Deckel samt Gummiring lasst ihr sauber. Falls vorhanden legt ihr den Gummiring in kaltes Wasser und befestigt ihn erst nach dem Backen wieder am Glasdeckel - damit der Kuchen im Glas luftdicht versiegelt ist.

2. Jetzt könnt ihr den Kuchenteig ins Glas füllen - aber maximal zu drei Vierteln. Sonst läuft der Teig über und ihr könnt den Deckel nicht mehr schließen. Beim Abfüllen hilft euch ein Spritzbeutel (findet ihr hier bei Amazon).

3. Backt den Kuchen im offenen Glas, also ohne Deckel, auf einem Backblech in der Mitte eures Ofens. Die Backzeit richtet sich dabei nach der Rezeptangabe und der Größe eures Glases. Beim Backen erhitzen sich die Gläser stark. Benutzt deshalb Topflappen, um den Kuchen im Glas aus dem Ofen zu nehmen.

4. Lasst den Minikuchen 10 Minuten abkühlen, dann könnt ihr auch schon über ihn herfallen. Wenn ihr den Glasrand von innen vorsichtig mit einem Messer entlangfahrt, lässt sich der Kuchen leicht aus der Form lösen.

Kuchen im Glas haltbar machen

Wenn ihr euren Kuchen erst später essen oder verschenken wollt, verschließt ihr das Glas direkt, sobald es aus dem Ofen kommt. Dann erst lasst ihr den Kuchen im Glas abkühlen. Teigspritzer am Rand solltet ihr vorher entfernen. Fest verschlossen und kühl aufbewahrt, hält sich Obstkuchen zwei Wochen, gebackener Rühr- oder Biskuitteig sogar vier Wochen.

Das reicht euch nicht? Um euren Kuchen im Glas länger haltbar zu machen, könnt ihr die Kuchengläser zusätzlich pasteurisieren, also sterilisieren. Das funktioniert folgendermaßen:

1. Verlängert den Backvorgang um 10 Minuten - allerdings bei gekippter Backofentür. Sobald sich kein Kondenswasser mehr bildet, wenn ihr den Deckel testweise vor die Glasöffnung haltet, nehmt ihr den Kuchen aus dem Ofen.

2. Stellt das Glas in eine Schüssel und füllt diese etwa 2 cm hoch mit warmem Wasser. In der Schüssel wandert euer Kuchenglas nun noch einmal in den Backofen - für 30 Minuten bei 90 Grad.

3. Anschließend lasst ihr den Kuchen im Glas auf einer hitzefesten Unterlage auskühlen. Kühl und trocken aufbewahrt, bleibt das Gebäck nun sogar mehrere Monate frisch. Damit habt ihr immer frischen Kuchen im Haus, wenn spontan Besuch auf der Matte steht.

Kuchen im Glas: Rezept für einen saftigen Grundteig

Ihr braucht (für 4 Gläser à 1/4 l):

  • 200 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 4 Eier (Größe M)
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 75 g Speisestärke
  • Öl und Semmelbrösel (oder Mehl) zum Vorbereiten der Gläser

So geht's:
1. Gläser mit Öl einpinseln, den Glasrand aussparen. Nach Belieben mit Semmelbröseln oder Mehl ausstreuen. Die Gummiringe zum Verschließen der Gläser in kaltes Wasser legen. Backofen auf 175° (Umluft 160°) vorheizen.

2. Die Butter mit Zucker und Zitronensaft cremig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Das Mehl mit Backpulver und Speisestärke mischen, auf die Eiercreme sieben und locker unterrühren. Teig in die vorbereiteten Gläser füllen und auf dem Rost im Backofen (Mitte) 35 Min. backen.

3. Gläser mit Topflappen oder Küchentuch aus dem Ofen nehmen. Zum Aufbewahren die Gummiringe auf die Innenseite der Glasdeckel legen und die Kuchen im Glas mit den Klammern heiß verschließen. Die Kuchen an einem kühlen Ort aufbewahren. Sie halten sich 3–4 Wochen frisch. Zum Servieren Kuchen abkühlen lassen und aus den Gläsern stürzen.

Kuchen im Glas Rezept: Die Varianten

Dieses Grundrezept könnt ihr beliebig abwandeln, etwa indem ihr gemahlene Mandeln, Backkakao, Karamellsoße oder Trockenfrüchte unterhebt. Mit bunter Lebensmittelfarbe zaubert ihr einen Regenbogenkuchen im Glas. Dafür gebt ihr den Teig in mehrere Schälchen, färbt die Portionen unterschiedlich ein und schichtet sie im Glas übereinander.

Dieses und viele weitere geniale Rezepte für Kuchen im Glas findet ihr auch im Backbuch "Kuchen im Glas: Saftige Minis" von Christa Schmedes auf Amazon.

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