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Honigbrot & Lebkuchen: 1 Rezept und viele praktische Tipps

von Inga Back Veröffentlicht am 17. Dezember 2007

Was wäre die Weihnachtszeit ohne Lebkuchen? Zimt, Ingwer, Muskat, Anis.... Wir zeigen euch, wie ihr die winterlichen Leckereien selbst zubereiten könnt. Riecht ihr schon den Duft, der vom Herd aus durch die ganze Wohnung strömt...?

Das berühmte Pfefferkuchenhaus von Hänsel und Gretel, ein Lebkuchen-Nikolaus oder ein traditionelles Honigbrot mit Gewürzen… Das sind schöne Erinnerungen an die besinnliche, warme und stimmungsvolle Adventszeit! Ihr habt so richtig Lust, inmitten von weihnachtlichen Düften die Seele baumeln zu lassen? Dann entdeckt hier unsere praktischen Tipps sowie ein einfaches Honigkuchenrezept, das garantiert gelingt!

Honigkuchen: Das Grundrezept

Wie bei vielen anderen Leckereien gibt es natürlich auch beim Honigkuchen nicht nur ein einziges Rezept. Das Rezept ist von Region zu Region unterschiedlich und hängt auch davon ab, welche Gewürze man mag oder nicht, ob der Teig mit oder ohne Honig zubereitet wird und ob die Konsistenz saftig oder trocken sein soll (denn ursprünglich ist das Honigbrot ein richtiges Brot). Das folgende Rezept funktioniert auf jeden Fall sehr gut!

Zutaten für 1 Honigbrot:

  • 250 g Honig
  • 250 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Eier
  • 10 cl Milch
  • 1 TL gemahlener grüner Anis
  • 1 TL geriebene Muskatnuss
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 TL Nelkenpfeffer (bzw. Allgewürz oder Viergewürz)*
  • 1 Päckchen Vanillinzucker

* (Eine Gewürzmischung aus Pfeffer, Muskat, Nelken und Zimt)

Zubereitung:

  • In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillinzucker und je 1 TL von jedem Gewürz (grüner Anis, Muskat, Zimt, Ingwer, Nelkenpfeffer) vermischen.
  • Den Honig in einem Topf (oder in der Mikrowelle) erhitzen und im heißen Zustand in die Schüssel, über die vermischten Zutaten geben.
  • Die Mischung mit einem Holzlöffel umrühren. Unter ständigem Rühren nach und nach die Eier und die kaum lauwarme Milch hinzugeben und alles gut vermengen.
  • Eine kastenförmige Backform mit Butter einfetten, mit Mehl bestreuen und den Teig hinein geben.
  • Das Honigbrot bei 160°C (Thermostat 5-6) ohne vorheriges Vorheizen in den Ofen schieben und 60 bis 75 Minuten backen.
  • Das Honigbrot abkühlen lassen und erst aus der Backorm nehmen, wenn es vollständig erkaltet ist.
    Vor dem Verzehr mindestens 24 Stunden warten!


Tipp: Wenn ihr das Honigbrot in Aluminiumfolie einwickelt kann es eine Woche lang aufbewahrt werden.

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6 praktische Tipps: So gelingt das Honigbrot garantiert

1. Backen: Von kalt auf heiß

Das ist wichtig: Ihr müsst deuer Honigbrot unbedingt in den "kalten Ofen“ schieben! Denn dann bekommt es eine knusprige Kruste, geht schön auf und wird richtig gar.
Tipp: Macht die Messerprobe!

2. Welche Gewürze kommen ins Honigbrot?

Ohne Kräuter und Gewürze geht natürlich gar nichts. Grüner Anis ist eines der Geschmacksgeheimnisse, die mit dem typischen Honigbrotgeschmack verbunden werden. Aber erst die Mischung aus allen Gewürzen ergibt das gewünschte Resultat. Je nach Geschmack könnt ihr manche Gewürze weglassen und dafür andere hinzufügen: Kardamom, Sternanis, Fenchelsamen, zerkleinerte Korianderkörner…

3. Aromen für die Vielfalt

Variiert das Rezept indem ihr Nüsse, Trockenfrüchte, frische Früchte, Orangensaft oder Rum… hinzufügt.

4. Ohne Honig geht nix?

Es muss kein Honig verwendet werden, aber er trägt zum typischen Gewürzgeschmack bei. Normalerweise wird Blütenhonig benutzt, aber besondere Honigsorten wie Orangeblüten-, Akazien- oder Kastanienhonig verleihen dem Honigbrot einen besonders feinen Beigeschmack.

5. Mehl ist nicht gleich Mehl

Probiert das Rezept einmal mit Vollkornmehl, Kastanienmehl (1/3 auf 2/3 Weißmehl), Roggen- oder Dinkelmehl. Ihr erhaltet dadurch ein kompakteres Ergebnis, eine dunklere Farbe und einen kräftigeren Geschmack.

6. Milch, Butter, Eier: Alles eine Frage des Geschmacks

Diese Zutaten sind nicht obligatorisch, machen den Teig aber weich und süß. Findet selbst heraus, welche Art Honigbrot euch am liebsten ist: eher trocken und krümelig oder weich und kompakt...

Wie sieht es eigentlich mit dem Nährwert aus?

Ein Honigbrot ist sehr nährstoffreich, besonders wenn es Honig, Vollkornmehl oder Trockenfrüchte enthält. Dadurch ist es ein schneller Energielieferant und eignet sich sehr gut als Snack für Ausdauersportarten: Wandern, Skifahren, Inline-Skating…

Ein weiterer Vorteil: Honigbrot lässt sich gut aufbewahren! Es muss nur gut eingepackt werden (am besten in Alufolie) um nicht auszutrocknen.

Und die Lebkuchenmänner?

Im Unterschied zum Honigbrot enthält das Lebkuchen-Rezept etwas mehr Mehl, damit der Teig besser hält! Man kann dafür auch einen Hefeteig mit Gewürzen nehmen.

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Was kann man mit Honigbrot alles machen?

Die richtige Kombination macht den kleinen Unterschied... Natürlich kann das Honigbrot ohne alles verzehrt werden, aber es ist auch ein wichtiger Bestandteil vieler leckerer Rezepte:

1. Honigbrot zum Frühstück
Als Frühstücksbrot, nur in Scheiben geschnitten oder mit Butter oder Marmelade bestrichen.

2. Honigbrot zu deftigen Gerichten

Honigbrot ist eine der wichtigsten Zutaten für den flämischen Schmortopf! Es wird auch als Paniermehl, als Füllung, als Streusel für ein deftiges Gratin oder in Wildrezepten verwendet (eine Scheibe wird wie ein Soßenlebkuchen in der Soße zerkrümelt).

3. Honigbrot mit Käse

Der süße und würzige Geschmack passt gut zu kräftigen und herzhaften Aromen. Viele Käsesorten schmecken gut zum Honigbrot: Ziegenkäse, Maroilles-Käse, Roquefort, Frischkäse, Gorgonzola. Der flüssige oder bissfeste Käse kann auch mit Honigbrot paniert werden.

4. Honigbrot als Dessert

Das ist der Gipfel des Genusses! Alles mit Honigbrot: Arme Ritter, Kuchenboden, Tiramisu, ein Charlotte-Törtchen, Käsekuchen, Desserts im Glas oder als Streusel...

Ein schneller Nachtisch für Eilige: Äpfel in der Pfanne anbraten, Honigbrot darüber zerbröseln und 1 Minute in den Backofen-Grill schieben. Schon hat man einen leichten, knusprigen und originellen Nachtisch gezaubert!

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von Inga Back

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