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Pasta like a Pro: So einfach könnt ihr Nudeln selber machen

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 17. Mai 2019

Pasta geht einfach immer - und schmeckt sogar noch besser, wenn ihr die Nudeln selber macht. Wie das geht, verrät euch unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Packung auf, Pasta ins Kochwasser, warten - fertig. Zugegeben, es dauert schon etwas länger, wenn ihr eure Nudeln selber machen wollt. Aber das Ergebnis lohnt sich und wirklich schwierig ist das Ganze auch nicht. Wir zeigen euch, wie ihr Nudeln mit und ohne Nudelmaschine hinbekommt und wie ihr die Pasta als Geschenk hübsch einfärben könnt.

Alle Rezeptideen stammen aus dem großartigen Kochbuch "Pasta: raffiniert und einfach selbstgemacht" von Teubner. Darin findet ihr viele weitere Nudel- und Nudelsoßen-Variationen - vom leichten Nudelsalat bis zu herzhaften Klößen.

> Das Kochbuch könnt ihr hier direkt bei Amazon shoppen.

Nudelteig selber machen: Das Grundrezept

Alles, was ihr für eure selbst gemachte Pasta braucht, habt ihr wahrscheinlich schon zuhause: Mehl, Wasser, Salz und Eier. Die Eier sind zwar ein guter Geschmacksträger und machen den Teig leicht formbar, aber es gibt auch viele Nudelrezepte ohne Ei. Einige Varianten setzen zusätzlich auf bissfesten Hartweißengrieß. Hier das Grundrezept für Nudelteig - einmal ohne und einmal mit Grieß:

Nudelteig Grundrezept
Diese Zutaten braucht ihr für 4 Portionen

  • 300 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 3 Eier
  • ½ TL Salz

Tipp: Mit 1 EL Olivenöl wird der Teig etwas elastischer und lässt sich besser (von Hand) formen.

Nudelteig mit Hartweizengrieß

  • 125 g feiner Hartweizengrieß (am besten italienischer)
  • ½ TL Salz
  • 125 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb

Tipp: Als vegane Alternative könnt ihr die Eier bei den Hartweizengrieß-Nudeln auch weglassen. Fügt dann aber noch 125 ml kaltes Wasser hinzu.

Probiert für mehr Abwechslung auch mal andere Mehlsorten aus. Wie wärs mit süßlichem Kastanienmehl oder kräftigem Vollkornmehl? Hier das Rezept für gelbe Maisnudeln, die gut zu Gemüsesoßen passen.

Mais-Nudelteig

  • 150 g Maismehl
  • 150 g Weizenmehl (Type 405)
  • 3 Eier
  • 3 Eigelbe
  • 1 EL Olivenöl
  • ½ TL Salz
  • frisch geriebene Muskatnuss

Nudeln selber machen: Schritt für Schritt

1. Mehl (oder Hartweizengrieß) auf der Arbeitsplatte auftürmen, eine Mulde formen und darin Eier und Salz verquirlen.
2. Das Mehl vom Rand einarbeiten, bis etwa nach 10 Minuten ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht.
3. Falls nötig noch 1-2 TL Wasser einkneten.
4. Den Nudelteig zur Kugel rollen, in Frischhaltefolie einschlagen und bis zur weiteren Verarbeitung bei Raumtemperatur 1 Stunde ruhen lassen. Wollt ihr ihn nicht direkt weiterverarbeiten, packt ihr den Teig bis es so weit ist in den Kühlschrank.

Tipp: Das Kneten des Hartweizengrieß-Nudelteigs dauert doppelt so lange. Als Resultat dürft ihr euch dafür über besonders kernige Nudeln freuen.

Natürliche Färbung: Bunte Pasta selber machen

Gelbe Nudeln sind euch zu langweilig? Dann färbt sie doch einfach mit natürlichen Zutaten! Das Tolle: Durch den Saft von Lebensmitteln wie Spinat (150 g), Rote-Bete-Püree (150 g), Safran (0,1 g), Tomatenmark (2 EL) oder Sepiatinte (8 g) bekommt eure Pasta nicht nur mehr Farbe, sondern auch ein leckeres Aroma. Hier das Rezept für grüne Kräuter-Nudeln:

Kräuter-Nudelteig

  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Olivenöl
  • ½ TL Salz
  • 120 g fein gehackte Kräuter (Salbei, Thymian, Petersilie)

Pasta selber machen mit Maschine

Wenn es ans Schneiden der Nudeln geht, macht sich eine Nudelmaschine (hier bei Amazon) bezahlt. Damit könnt ihr den Teig gleichmäßig dünn ausrollen und in Streifen mit der gewünschten Breite schneiden - toll also für selbst gemachte Fettuccine, Tagliatelle, Pappardelle sowie dünne Spaghetti. Die gleich dick geschnittene Pasta sieht nicht nur schöner aus, sie gart auch einheitlich.

Nudeln schneiden: So funktioniert's mit der Nudelmaschine
1. Nudelteig in 3 oder 4 Portionen teilen. Die gerade nicht gebrauchten Teigrationen wieder in Frischhaltefolie packen, damit sie nicht austrocknen. Eine Teigportion auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Handballen oder einem Nudelholz flach drücken.

2. Bei der Nudelmaschine den größtmöglichen Walzenabstand einstellen und die flache Teigplatte durchdrehen. Die Teigbahn evtl. beidseitig zusammenlegen und nochmals durchdrehen, bis der Teigstreifen schön glatt und fest ist.

3. Dann mehrmals durchdrehen, dabei den Walzenabstand jeweils um eine Stufe verringern. Ist die Teigbahn dünn genug (ca. 3 mm), diese auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und die übrigen Teigportionen ausrollen. Tipp: Walzen und Teig mit Mehl bestreuen, wenn er anfängt zu kleben.

4. Die Teigbahnen auf die gewünschte Länge kürzen und mit dem entsprechenden Vorsatz in schmale Taglierini oder breitere Tagliatelle schneiden.

5. Die Nudeln wieder mit Mehl bestreuen, zu Nestern aufrollen oder zum Trocknen aufhängen. Dazu unten mehr.

Pasta selber machen ohne Maschine

Auch ohne Nudelmaschine könnt ihr eure Pasta selber machen. Dafür braucht ihr eine große Arbeitsfläche, ein Nudelholz und etwas Ausdauer:

1. Genau wie bei der Nudelherstellung mit Maschine verarbeitet ihr die 3-4 Teigportionen jeweils nacheinander. Die Teigkugeln drückt ihr erst flach und rollt sie dann auf der bemehlten Fläche zu einer dicken Rolle aus. Dabei immer vom Körper wegrollen und den Teigfladen leicht drehen, sodass ein Kreis entsteht.

2. Den Kreis auf die Hälfte zusammenklappen, Arbeitsfläche erneut bemehlen. Den Teig erneut dünn ausrollen. So oft wiederholen, bis der Teig schön glatt und geschmeidig ist.

3. Sobald die Teigplatte 3 mm dick ist, diese abwechselnd nach allen Seiten hin 1 bis 2 mm dick ausrollen. Die Teigbahn vor dem Schneiden kurz zum Trocknen aufhängen.

4. Die leicht angetrocknete Teigbahn mit Mehl oder feinem Grieß bestreuen. Zu einem mehrlagigen breiten Streifen zusammenlegen; erneut mit Mehl oder Grieß bestreuen.

5. Teig mit einem Messer (keine zu dicke Klinge) in 1,5 bis 2 cm breite Streifen schneiden. Diese auffalten; die Nudeln (Pappardelle) auf einem bemehlten Brett antrocknen lassen.

Trick: Strozzapreti und Farfalle selber machen

Auch kurze Nudeln wie gedrehte Strazzapreti und Farfalle in Schmetterlingsform lassen sich einfach per Hand formen. Für Farfalle schneidet ihr den flach gerollten Nudelteig mit einer gezackten Klinge in kleine Rechtecke. Einfach in der Mitte zusammendrücken, 30 Minuten zum Trocknen ruhen lassen und schon habt ihr kleine Farfalle-Nudeln!

Für Strozzapreti schneidet ihr den Teig zu 5 cm kurzen und fingerbreiten Stangen zurecht, in deren Mitte ihr längs ein Metallstäbchen wie zur Kuchengarprobe drückt. "Schraubt" die Nudel einmal um sich selbst - fertig!

Selbst gemachte Nudeln trocknen: Auch ohne Nudelständer

Ob handgemacht oder mit der Maschine - bevor ihr eure selbst gemachte Pasta kocht, solltet ihr sie 15 Minuten trocknen lassen. Dafür hängt ihr sie entweder an einem professionellen Nudelständer (hier bei Amazon) oder über einem hohen Topf auf. Lange Bandnudeln könnt ihr aber auch zu lockeren Nestern formen und wie kurze Pasta auf einem Backblech oder einem Kuchengitter trocknen.

Tipp: Die Nester hin und wieder wenden und entwirren, damit sie gleichmäßig trocknen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr eure selbst gemachten Nudeln haltbar machen wollt.

Pasta aufbewahren: So macht ihr eure Nudeln haltbar

Im Kühlschrank hält sich frische Pasta 2-3 Tage. Wollt ihr eure Nudeln auf Reserve vorbereiten, müssen sie vollständig trocken sein, damit sie nicht schimmeln. Dafür lasst ihr sie mindestens 48 Stunden trocknen. Zur Sicherheit eine Woche, wenn der Nudelteig salzig ist. Sind die Nudeln getrocknet (Vorsicht, sie brechen leicht!), verpackt ihr sie in luftdichte Schraubgläser. Kühl und trocken aufbewahrt hält sich eure selbst gemachte Pasta etwa 3 Monate.

Selbst gemachte Nudeln kochen

Getrocknete Nudeln brauchen länger zum Kochen als frische Pasta. Lange und flache Nudelsorten sind schon nach 1,5 Minuten im kochenden Salzwasser gar. Gefüllte Pasta wie selbst gemachte Ravioli brauchen ca. 10 Minuten - Nudeln mit Füllungen solltet ihr übrigens direkt im Kühlschrank lagern und nicht noch trocknen lassen.

Wie wärs zur hausgemachten Pasta mit einer saftigen Bolognese-Soße? Rezept im Video:

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