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Plätzchen wie bei Oma: Diese 4 Back-Hacks musst du kennen

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 12. Oktober 2018
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Hmmm, Plätzchen-Duft zieht durch die ganze Wohnung und erfüllt uns mit Vorfreude auf den ersten Bissen in die selbstgebackenen Leckereien. Damit eure Plätzchen perfekt werden, weder anbrennen noch auseinanderlaufen oder bröselig werden, gibt es ein paar simple Tricks.

An sich ist Plätzchen backen kinderleicht. Doch es gibt einige Tipps, die ihr beherzigen solltet, damit eure Plätzchen genau richtig werden. Denn Mürbeteig, aus dem die meisten Plätzchen zubereitet werden, hat so einige Tücken. Mal klebt er wie verrückt an der Teigrolle fest, sodass man ihn nicht ausrollen kann. Mal ist er bröselig und die Plätzchen zerfallen, wenn man die ausgestochenen Kunstwerke von der Arbeitsplatte aufs Backblech legen will ... Wir verraten euch einfache Tipps und Tricks, damit euch das nicht mehr passiert!

So gelingt der perfekte Mürbeteig

Mürbeteig wird aus Mehl, Zucker, Ei und Butter zubereitet. Aus ihm werden leckere Plätzchen ausgestochen, aber er ist auch die Basis für viele Kuchenrezepte. Ein Grund mehr die Zubereitung endlich richtig hinzukriegen!

Tipp Nummer 1 und sicher der wichtigste: Holt Butter und Eier schon eine Stunde vor der Zubereitung des Teigs aus dem Kühlschrank. Damit sie sich optimal mit den anderen Zutaten verbinden, sollten sie zimmerwarm und nicht eiskalt sein. Achtet auf die Größenangabe für die Eier. In den meisten Rezepten werden Eier der Größe M verwendet, aber nicht immer. Soll es nur S sein und ihr nehmt M, wird der Teig schnell zu flüssig.


​Ist der Teig zubereitet, solltet ihr ihn für mindestens eine Stunde abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Das hat zwei Vorteile: Der Teig lässt sich besser ausrollen und die Plätzchen zerlaufen später nicht beim Backen. Holt am besten immer nur eine Portion Teig aus dem Kühlschrank, verarbeitet ihn und dann erst den Rest. So bleibt der Teig immer schön gekühlt.

Ein wichtiger Punkt bei der Verarbeitung des Mürbeteigs ist ein klebriger Teig. Fügt nicht unendlich viel Mehl hinzu, das macht die Plätzchen geschmacklos. Rollt den Teig lieber zwischen einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel aus, klappt die obere Hälfte dann hoch und stecht die Plätzchen aus.

Rollt ihr den Teig direkt auf dem Blech aus, könnt ihr euch das Rübertransportieren sparen und umgeht eine potenzielle Panne. Um den Teig besser rollen zu können, könnt ihr Frischhaltefolie um das Nudelholz wickeln.

Eier trennen leicht gemacht

Für viele Plätzchen-Rezepte muss man die Eier trennen und das Eiweiß schön steif schlagen. Klappt das nicht, sind vielleicht winzige Mengen Eigelb ins Eiweiß geraten oder in der Schüssel waren noch Fettreste. In diesem Fall habt ihr keine Chance das Eiweiß zu retten. Ihr müsst noch einmal von vorn anfangen. Damit euch das zukünftig nicht passiert, verraten wir euch einen simplen Trick, mit dem ihr ganz easy Eier trennen könnt:

Schlagt die Eier ganz normal in einen tiefen Teller. Nehmt dann eine Plastikflasche, haltet die Öffnung schräg über das Eigelb, drückt auf die Flasche und saugt das Eigelb auf. Fertig.

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Die perfekte Plätzchen-Backtemperatur

"Den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen" - bisher habt ihr diese Anweisung nicht beachtet? Solltet ihr aber. Gerade beim Plätzchen backen ist sie super wichtig, damit die Plätzchen gleichmäßig braun werden. Schaltet den Ofen also rechtzeitig vorher an und achtet darauf, ob die Temperaturangaben für Ober- und Unterhitze oder Umluft sind. Umluft wärmt schneller, da sind die Temperaturen immer ein wenig niedriger. Haltet euch auch an die Anweisung, wo das Backblech hingeschoben werden soll. In der Regel wird die mittlere Schiene empfohlen. Ihr könnt auch maximal zwei Bleche mit Plätzchen gleichzeitig backen. Dann müsst ihr aber ein Auge auf das obere werfen, das wird meist schneller gar.

Tipp: Backt ihr mehrere Plätzchenfuhren nacheinander, dann rechnet damit, dass die erste am längsten braucht und die anderen schneller fertig werden. Der Backofen ist am Ende wärmer.

Gut zu wissen: Jeder Backofen ist anders. Da die Backzeit von Plätzchen sehr kurz ist, bleibt am besten in der Küche und schaut öfter zur Kontrolle in den Ofen.

Damit die Plätzchen nach dem Backen nicht von unten verbrennen, solltet ihr sie direkt vom Backblech runternehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Das geht besonders leicht, wenn ihr die Plätzchen auf Backpapier oder einer Silikonmatte backt. Die könnt ihr einfach vom Blech ziehen.

Der beste Zuckerguss

Sind die Plätzchen ausgekühlt, bekommen viele Sorten einen Zuckerguss oder eine Verzierung aus Schokolade. Für Zuckerguss nehmt ihr einfach Puderzucker und verrührt in nach und nach mit Wasser zu einer klümpchenfreien Masse. Damit der Guss gut aussieht und ihr ihn mit Zuckerperlen und Co. verzieren könnt, solltet ihr immer nur wenige Plätzchen auf einmal damit bestreichen und anschließend verzieren. Sonst trocknet der Guss zu schnell an.

Für Schoko-Verzierungen könnt ihr Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Plätzchen dann teilweise hineintauchen oder sie mit einem Pinsel bestreichen.

Plätzchen richtig aufbewahren

Damit die Plätzchen schön lange knusprig und lecker bleiben, solltet ihr sie, wenn sie vollständig ausgekühlt sind, in luftdicht verschließbare Dosen packen. Wichtiger Tipp: Belegt den Boden der Dose mit Pergamentpapier, legt darauf die erste Schicht Plätzchen, dann kommt wieder Pergamentpapier und eine weitere Schicht Kekse. So kleben die Plätzchen nicht aneinander.

Damit die Kekse knusprig bleiben, sollte die Dose gut schließen, sodass keine Luft reinkommt. Zimtsterne, die man eher weicher isst, brauchen dagegen Luft. Verschließt die Dose nicht ganz, dann bleiben sie weich.

Tipp: Sind Zimtsterne oder Lebkuchen hart geworden, legt einfach einen Apfel für ein, zwei Tage mit in die Dose. Danach sind sie wieder weich.

von Diane Buckstegge 320 mal geteilt