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Rhabarber: Das fruchtige Gemüse!

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 25. Juni 2009
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Rhabarber ist mit seinem fein säuerlichen Aroma eine der wenigen Gemüsepflanzen, die für Süßspeisen, Marmeladen und Kuchen verwendet wird, da nur der rötlich-violette Stängel und nicht die brokkoliähnliche Frucht zubereitet wird.

Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie die Rhabarberfrucht noch nie gesehen haben, denn die Blüten werden meist noch vor der Fruchtbildung abgezwickt, damit die ganze Kraft in den Stängeln bleibt.

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Rhabarber: Eine lange Geschichte
Die großblättrige Kulturpflanze stammt aus dem nördlichen Asien und gehört zu der Familie der Knöterichgewächse. Rhabarber wird schon seit jeher aufgrund seiner fleischigen Stängel geschätzt. Denn Rhabarber hat nicht nur als Zierpflanze, sondern vor allen Dingen als medizinische Heilpflanze eine lange Tradition. Erst im 18. Jahrhundert wurde er von den Botanikern offiziell als Gemüsepflanze eingestuft. Essbar sind allerdings nur die Blattstiele, die bis zu einem Meter hoch wachsen können. Die Rhabarberstangen müssen zum Verzehr gegart werden, denn roher Rhabarber ist ungenießbar. Vorsicht: Die Blätter enthalten giftige Substanzen!

Das Dreamteam: Erdbeere und Rhabarber
Die Rhabarbersaison geht von April bis Juli – gerade lange genug, um sich mit der beginnenden Erdbeersaison zu überschneiden. Erdbeere und Rhabarber sind wie für einander geschaffen, weil sie sich perfekt ergänzen. Die rote Beere bringt die Süße mit, die dem Rhabarber fehlt. Das Stängelgemüse liefert wiederum reichlich Pektin – ein natürliches Geliermittel, an dem es der Erdbeere mangelt. Nicht umsonst ist Erdbeer-Rhabarber-Marmelade der Klassiker wenn es ums Einmachen geht. Trotzdem schmeckt Rhabarbermarmelade auch mit anderen Früchten sehr gut!


Eine Stange voller Nährstoffe
Rhabarber ist mit seinem extrem hohen Wasseranteil wunderbar kalorienarm:
100 g enthalten gerade einmal 16 Kalorien! Um den natürlichen Säuregehalt zu neutralisieren, wird Rhabarber allerdings häufig mit viel Zucker zubereitet, was den ursprünglich niedrigen Kalorienwert natürlich entsprechend in die Höhe treibt. Gehen Sie also mit Zucker sparsam um! Gesund ist Rhabarber allemal, denn er enthält Phosphor, Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und Vitamine! Aufgrund des hohen Faseranteils werden die Stängel in China seit Jahrtausenden zu Heilzwecken verwendet und als natürliches Abführmittel eingesetzt.

Was muss man beim Kauf beachten?
Die Rhabarberstangen haben je nach Sorte eine grün bis violette Farbe. Die Varietät Queen Victoria ist grün, die Sorten Canada Red oder Macdonald sind rot. Die roten Stängel mit rotem Fruchtfleisch enthalten am wenigsten Säure und sind daher bekömmlicher. Die Frischekriterien sind allerdings bei allen Sorten gleich: Die Stangen sollten sich glatt, dick und fest anfühlen und müssen sich knackig brechen lassen. Aus einem frisch gebrochenen Stängel muss etwas Saft austreten.


Aufbewahren & Einfrieren
Die Stangen sollten idealerweise spätestens am Tag nach dem Kauf verbraucht werden. Sie können den Rhabarber allerdings zur Not auch ein paar Tage im Gemüsefach Ihres Kühlschranks aufbewahren. Zum Einfrieren sollten die klein geschnittenen Stücke oder das Kompott in einen Gefrierbeutel gefüllt werden.

Tricks, um die Säure zu neutralisieren
> Schälen: Die Haut enthält viel Säure. Geschälter Rhabarber ist also milder. Bei dicken Stängeln die äußere Haut einfach mit einem Messer abziehen (immer am unteren Ende, also an der Schnittstelle beginnen).

>Kurz garen: Die Stangen 2 Min in kochendem Wasser abbrühen.

>Zuckern: Rhabarber klein schneiden und ein paar Stunden in einer Schüssel mit etwas Zucker durchziehen lassen.

> Mit Milchprodukten kombinieren (Quark, Joghurt, Mascarpone, Pudding, Milchreis, Frischkäse&hellip, denn dadurch wird der Säuregehalt ausgeglichen.

Die kleine Kochanleitung
Die Rhabarberstücke klein schneiden und zum Kochen in einen Topf legen. Pro Kilo 100 g Zucker zugeben und 20 Min bei schwacher Hitze garen, bis die Stücke weich werden. Um eine weichere Konsistenz zu erhalten, geben Sie einfach ein großes Glas Wasser dazu.

Rhabarber: Vielfältig einsetzbar!

• Die weiche Textur eignet sich wunderbar für Crumbles, Muffins oder Kuchen.
• Rosa Rhabarbersaft oder ein selbst gemixter Rhabarber-Eisdrink liegen voll im Trend. Auch lecker: ein Erdbeer-Rhabarber-Smoothie
• Eine Creme bekommt durch den Rhabarber eine erfrischende Note.

• Wenn Sie Marmelade oder Kompott zubereiten, sollten Sie den Rhabarber einmal mit Äpfeln und leicht gerösteten Mandeln ausprobieren.

• In Kombination mit Schokolade oder in einem Tiramisu sorgt Rhabarber für eine gelungene Überraschung!
• Ideal für Kinder: Ein Rhabarber-Zwieback-Auflauf oder ein Rhabarber-Grießauflauf!
• Für Groß und Klein: Rhabarbereis ist einfach unwiderstehlich!


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von Linda Chevreuil

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