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Kein Grund zum Schämen: Chlamydien sind keine Seltenheit

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 7. September 2011

Wenn es im Intimbereich juckt und zwickt, sind oft die sogenannten Chlamydien Schuld. Das sind kleine, kugelförmige Bakterien, die für das bloße Auge natürlich nicht sichtbar sind. Dafür spürt man sie aber um so deutlicher.

Was genaus sind Chlamydien?

Chlamydia trachomatis ist eine Bakterienart der Gattung Chlamydia, die ausschließlich den Menschen infiziert. Sie gehört zu den weltweit häufigsten Erregern von sexuell übertragbaren Krankheiten. In den Industrieländern sind Chlamydien sogar die häufigsten Erreger von Harnwegsinfektionen und Infektionen der Geschlechtsorgane.

Jedes Jahr kommt es schätzungsweise zu 300.000 genitalen Neuinfektionen durch Chlamydien. Da eine Infektion mit diesen Bakterien nicht der Meldepflicht unterliegt, liegen keine exakten Zahlen vor.

Zehn Fakten über Chlamydien

  • Die Chlamydien-Infektion zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten
  • Gesetzliche Krankenkassen bezahlen Mädchen und Frauen unter 25 Jahren jährlich einen Chlamydien-Test.
  • Eine Chlamydien-Infektion in der Schwangerschaft kann eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen.
  • Bei mindestens der Hälfte aller infizierten Frauen und Männer zeigen sich keine Symptome.
  • Bei Neugeborenen kann eine Infektion zu Bindehautentzündung oder Lungenentzündung führen.
  • Geschätzte drei bis zehn Prozent der deutschen Frauen (und noch mehr Männer) sind mit Chlamydien infiziert.
  • Chlamydien sind kugelförmige Bakterien mit einer Größe von etwa 0,0003 Millimeter.
  • Unbehandelt kann eine Chlamydien-Infektion unfruchtbar machen.
  • Chlamydien werden durch Sex übertragen, nicht aber durch Küssen oder gemeinsame Toilettenbenutzung.
  • Zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen können Monate vergehen.

Chlamydien: Die größte Gefahr droht bei unbehandelten Infektionen

Bei Frauen verlaufen Infektionen mit Chlamydien in vier von fünf Fällen ohne Symptome, sodass eine Behandlung mit Antibiotika in vielen Fällen nicht oder nicht rechtzeitig erfolgt. Die größte Gefahr dabei ist, dass die Eileiter durch die Entzündung verkleben und es zur Unfruchtbarkeit kommen kann.

Falls Symptome wie Juckreiz, eitriger Ausfluss oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten, sollte man umgehend einen Termin beim Frauenarzt machen. Es schadet auch nicht, diesen direkt nach einem Chlamydien-Abstrich zu fragen. So geht man in jeden Fall auf Nummer sicher.

Quellen und weitere Informationen:


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von Jane Schmitt