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Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez Kirchner im Amt bestätigt

von Sabrina Frangos Veröffentlicht am 24. Oktober 2011

Es ist ein historisches Ereignis: Bei der Präsidentschaftwahl in Argentinien wurde die Staatschefin Cristina Fernández Kirchner als erste Frau wiedergewählt und so in ihrem Amt bestätigt.

Schon in der ersten Wahlrunde errang die Politikerin einen Erdrutschsieg. Denn bereits nach Auszählung von 70 Prozent der Wahlurnen erreichte die 58-Jährige die Mehrheit. Mit 53 Prozent der Stimmen hatte sie gegenüber ihrem sozialistischen Herausforderer Hermes Binner einen enormen Vorsprung. Hermes Binner kam gerade einmal auf 17 Prozent der Stimmen.

Kirchner profitierte bei der Wahl vermutlich von ihrer Popularität und der Wirtschaftslage. Die Beliebtheit der schwarz gekleideten Witwe stieg nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Néstor Kirchner, der 2010 einen Herzinfarkt erlitt. Außerdem ist die Wirtschaftslage Argentiniens gut. Allerdings beruht der Aufschwung hautsächlich auf Export, wodurch sich das Land in eine Abhängigkeit begibt.

Mit ihrem Sieg gewann die Präsidentin Kirchner laut Presseberichten die Kontrolle über den Kongress zurück und behält so die Mehrheit im Senat.

2007 löste die Mitte-Links-Politikerin Cristina Fernández Kirchner ihren Mann Néstor Kirchner ab. Die Juristin wurde zur ersten Frau, die in Argentinien das Amt des Staatsoberhauptes für die mächtige peronistische Partei des dreifachen Ex-Präsidenten Juan Peron und seiner populistischen Frau Evita inne hatte.

Die Kriminalität in Argentinien ist groß, Arbeitslosigkeit und Armut gehören zum Alltag, und die Opposition kritisiert Cristina Fernández Kirchner. Aber die Präsidentin verweist immer wieder auf ihre Erfolge, auf den Wirtschaftsaufschwung.

Wir finden: Respekt! Diese Frau trotzt Korruptionsaffären und setzt sich gegen ihre männlichen Konkurrenten durch.


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von Sabrina Frangos