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Franziska van Almsick kämpft gegen Tetanus

von Sabrina Frangos Veröffentlicht am 31. Dezember 2011

Franziska van Almsick ist Aktions-Botschafterin von Pampers für Unicef im Kampf gegen Tetanus in Zentralafrika. Dem Ex-Schwimmprofi liegt das Thema am Herzen. "In den Entwicklungsländern stirbt immer noch alle neun Minuten ein Neugeborenes an dieser Krankheit", sagt Franziska van Almsick. "Weltweit sind noch 130 Millionen Mütter und ihre Babys von Tetanus bedroht. Für mich, und ich glaube für jede Mutter in Deutschland, ist das unvorstellbar."

Für ihr soziales Engagement ist die 33-Jährige nach Zentralafrika gereist. Ein Land, in dem immer noch Kinder an Tetanus sterben. Obwohl es für diese Krankheit seit über 80 Jahren einen wirksamen Impfstoff gibt.

Franziska van Almsick hat mit betroffenen Eltern gesprochen und gesehen, in was für ärmlichen Verhältnissen die Kinder aufwachsen. Besonders berührt hat sie das Schicksal der 20-jährigen Natascha, deren Baby an Tetanus starb. "Sie wusste nicht, dass es eine lebensrettende Impfung dagegen gibt. Heute hat sie zwei gesunde und geimpfte Kinder und ist auch selbst geimpft. Ihre Familie versorgt sie alleine, ganz ohne Hilfe", sagt Franziska van Almsick. "Ihr Mann hat sie verlassen und weitere Familienangehörige gibt es nicht. Diese Lebensgeschichte hat mich sehr bewegt und zugleich hat es mich beeindruckt, wie stark und tapfer Natascha ist."

Leben und Tod liegen in Zentralafrika dicht beieinander. Das musste auch der Ex-Schwimmstar erkennen. "Ich bin jede Sekunde dankbar, dass ich in Europa geboren bin und ein gesundes Kind zu Hause habe." Die Erfahrungen und Eindrücke der Reise haben die ehemalige Leistungssportlerin Franziska van Almsick beeindruckt und fließen in die Erziehung ihres Sohnes Don Hugo mit ein. Sie möchte dem Vierjährigen natürlich ein Vorbild sein und ihm zeigen, dass man für andere Menschen Verantwortung übernehmen muss. "Ich habe meinem Sohn von der Reise in die Zentralafrikanischen Republik erzählt und ihm Bilder gezeigt", sagt Franziska van Almsick. "Allerdings ist er jetzt noch zu klein, um die Lebensunterschiede zwischen Afrika und Deutschland zu verstehen."


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