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Geschlechter-Klischees: Was ist dran an den Vorurteilen?

von Sabrina Frangos Veröffentlicht am 3. März 2011

Zu Steinzeiten rannte der Mann mit seiner Keule los, jagte etwas Essbares und transportierte es heldenhaft zur Frau in die Höhle. Sie scheuchte die Kinder Brennholz holen und servierte dann gesundes Bio-Essen. Das war damals. Und heute …?

Heute leben die meisten Männer und Frauen leider immer noch in getrennten Welten. Vor allem, wenn es um ihre Interessen und Gesprächsthemen geht. Männer diskutieren leidenschaftlich gern über das letzte Bayern-Spiel, die Politik von Merkel und Obama und die Auswirkungen der Finanzkrise. Frauen dagegen blättern haufenweise Wohn- und Accessoire-Zeitschriften durch und setzen sich mit Kindererziehung und Ernährung auseinander, und sei es auch nur in Form von Diäten.

Wer das durchweg für ein dummes, oberflächliches Klischee hält, wird über die neue Allensbach-Studie im Auftrag des Unternehmens Jacobs Krönung und der Zeitschrift BILD der FRAU eines Besseren belehrt. Interessensgebiete und Gesprächsthemen sind bei Mann und Frau tatsächlich immer noch sehr verschieden. Männer sind politik- und technikinteressiert, die meisten Frauen nicht. Keine Annäherung. Wirklich nicht?

Nun, einen zarten Lichtstreif am Horizont gibt es. Der Studie zufolge zeichnet sich bei der jüngeren Generation nämlich ein neuer Trend ab: Während junge Frauen durch häufiges Bücherlesen offen für Neues sind und ihren Horizont erweitern wollen, hocken junge Männer immer öfter vor ihren Computern, zocken und interessieren sich kaum noch für anders. Entwickelt sich da etwa eine Generation an interessenslosen, kommunikationsunfreudigen Langweilern?

Also, Jungs: Schaltet den PC aus und genehmigt euch endlich mal ein gutes Buch. Sonst haben wir Frauen euch wirklich bald überholt. Und das wäre schade - schließlich wünschen wir uns eine Annäherung auf Augenhöhe!

von Sabrina Frangos