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Christiane Paul: "Mädchen haben ein Recht auf Bildung"

von Julia Windhövel Veröffentlicht am 15. April 2011

2011 wird das Jahr der starken Mädchen und starken Frauen - seien es Lena Meyer-Landrut oder die Deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft. Weltweit werden Mädchen jedoch immer noch benachteiligt: Über die Hälfte der Kinder, die nicht zur Schule gehen, sind weiblich. Dabei ist Bildung der Schlüssel für ein besseres Leben: Kinder, die zur Schule gehen, haben später bessere Berufsaussichten. Sie lernen, sich eine Meinung zu bilden und eigene Entscheidungen zu treffen. Und sie wissen, wie man gesund bleibt und sich zum Beispiel vor HIV/AIDS schützt.

Besonders Mädchenbildung hat für die Gesellschaft weitreichende, positive Auswirkungen. Die Kindersterblichkeit sinkt beispielsweise, je länger die Mütter zur Schule gehen. Und Mädchen mit Schulbildung sind selbstbewusster und damit weniger gefährdet, misshandelt, sexuell missbraucht oder ausgebeutet zu werden.

Das Ziel: Jedes Kind soll zur Schule gehen können
Eine gute Schule für jedes Kind - das ist das Ziel von Unicef. Jedes Kind soll bis 2015 wenigstens eine gute Grundbildung erhalten. Das haben alle Regierungen im Jahr 2000 versprochen. Tatsächlich sind die Einschulungsraten weltweit gestiegen. Aber trotzdem gehen immer noch 101 Millionen Kinder nicht zur Schule. Besonders gravierend ist die Situation auf dem afrikanischen Kontinent. In den Ländern südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule, das sind rund 45 Millionen.

Unicef, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion 'Schulen für Afrika' ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. Unicef unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer.

Seit dem Start der Kampagne im Jahr 2005 hat Unicef über 700 Schulen neu gebaut oder repariert. Mehr als eine Million Kinder haben neue Klassenzimmer oder Unterrichtsmaterial erhalten. Für fünf Millionen hat sich die Unterrichtsqualität deutlich verbessert.

Bis zum Weltbildungstag am 8. September 2011 will Unicef 100.000 Unterschriften für die Kampagne zusammenbekommen und an die Bundesregierung übergeben. Prominente wie zum Beispiel Christiane Paul, Eva Padberg, Lilly Grass (Juniorbotschafterin) oder Steffi Jones unterstützen die Aktion und rufen ebenfalls zu Unterschriften auf.

Christiane Paul:"Mädchen haben ein Recht auf Bildung. Das klingt selbstverständlich und ist es auch. Trotzdem sieht die Realität oft anders aus. Wir brauchen eine breite Bewegung, damit endlich alle Kinder einen Platz in der Schule bekommen."

Wenn auch Sie für die Aktion abstimmen wollen, können Sie das auf der Kampagnen-Seite hier direkt machen.

von Julia Windhövel