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Die männlichen Geschlechtsorgane

von Rédac Teemix Veröffentlicht am 7. März 2008
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In der Antike waren sie ein Symbol der Macht. Heute sind die männlichen Geschlechtsorgane nach wie vor ein Inbegriff der Männlichkeit. Zwei Aspekte fallen sofort auf: Im Gegensatz zur Frau sind die Genitalien des Mannes weitgehend extern und werden oft nur auf den Penis reduziert. Sie dachten eigentlich, dass Sie schon alles über des Mannes beste Stück wissen, aber... wie wäre es mit einer kleinen Anatomiestunde?

Die sichtbaren äußeren Geschlechtsorgane
Die männlichen Geschlechtsorgane befinden sich im Gegensatz zu den weiblichen Genitalien vornehmlich außerhalb des Körpers. Sie bestehen aus dem Glied (auch Penis genannt), den beiden von einer Hülle namens Skrotum (Hodensäcke) umgebenen Hoden und mehreren Drüsen, die sich im Inneren des Körpers befinden (Prostata, Samen- blasendrüse u.a.).
Der Penis selbst hat drei Hauptbestandteile: die Peniswurzel (die im Dammbereich die Verbindung zum restlichen Körper herstellt), ein rohrförmiger Körper (der Penisschaft) und ein "Endstück", die Eichel. Im Penisschaft befindet sich parallel die Harnröhre, die sowohl den Urin als auch das Sperma transportiert. Die äußerste Spitze des Penis, also die Eichel, wird von einer beweglichen Vorhaut verdeckt, die mit einer Membran an der Eichel befestigt ist: das Vorhautbändchen (Frenulum). Bei der Erektion bleibt die Vorhaut zurück und legt die Eichel frei.

Die Aufgabe: Spermienproduktion zur Fortpflanzung
Die männlichen Geschlechtsorgane dienen der Fortpflanzung und produzieren Spermien, die beim Geschlechtsverkehr potentiell eine weibliche Eizelle befruchten können. Die männlichen Samen werden in den Hoden gebildet und aufbewahrt. Die Spermien werden vom Sperma (der Samenflüssigkeit) transportiert, das von einer kleinen Drüse unterhalb der Blase und den Samenblasendrüsen hergestellt wird. Spermien und Samenflüssigkeit vermischen sich in der Prostata, das Sperma wird vom Penis beim Samenerguss ausgestoßen.
Die männlichen Geschlechtsorgane produzieren ab dem Teenageralter Spermien. Es gibt beim Mann keine Menopause, insofern ist ein Mann zumindest theoretisch bis zum Ende seines Lebens zeugungsfähig. Im Alter nimmt die Spermienkon-zentration im Sperma allerdings deutlich ab. Des Weiteren kann eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Prostata-Dysfunktion auftreten.

Der Penis, Symbol der Männlichkeit
Der Penis ist mehr als nur ein Organ: Er ist für den Mann ein Zeichen der Virilität, Potenz und der Lust. Der Phallus nimmt aus seiner Sicht einen ganz besondern Platz ein und ist für ihn (und für die Partnerin) das Objekt der Begierde.

- Die Penislänge im Zentrum der Phantasmen
Er wird schon im Jugendalter geschätzt, gemessen, verglichen... Er ist des Mannes ganzer Stolz und kann schnell zu Komplexen führen wenn er von seinem Besitzer für zu klein befunden wird. Dabei hat die Größe (oder Länge) überhaupt keinen Einfluss auf die Sexqualität: Die Scheide ist ein elastisches Organ und passt sich daher bei der Penetration an die Form und Länge des Penis an. Außerdem ist nur der vordere Vaginabereich in der Nähe des Scheideneingangs für Stimulationen empfindsam.
Der Penis misst im schlaffen Zustand durchschnittlich 7-10 cm und im erigierten Zustand 13-18 cm. Auch wenn die meisten Frauen das persönliche Lustempfinden überhaupt nicht von der Penislänge abhängig machen kann ein kleiner Penis bei einem Mann erheblich am Selbstbewusstsein nagen.

- Ein erektiles Organ
Kein anderes Organ charakterisiert einen Mann so sehr wie der Penis. Im Ruhe-zustand ist er schlaff (unerigiert), ändert aber sein Erscheinungsbild sobald die
Lust erwacht. Wenn ein Mann sexuell erregt ist wird der Blutzufluss im Glied erhöht: Die Schwellkörper füllen sich mit Blut, das Volumen des Penis vergrößert sich. Er wird rot, steif und richtet sich auf. Dieses Phänomen heißt "Erektion". Der Mann
kann jetzt seinen Penis in die Scheide seiner Partnerin einführen. Die beim
Geschlechtsverkehr ausgeführten Muskelkontraktionen resultieren im Samenerguss (Ejakulation), das Sperma wird aus dem Glied ausgestoßen. Wenn die Erregung abfällt nimmt der Penis wieder seine ursprüngliche Form an.

- Ein empfindliches Organ
Die männlichen Genitalien sind sehr empfindlich und vertragen Temperatur- schwankungen daher nur schlecht. Aus diesem Grund werden die Spermien in den Hodensäcken, also außerhalb des Körpers gelagert: Die Temperatur ist dort niedriger als im Körper (ca. 33°C) und bietet bessere Aufbewahrungskonditionen.

- Ein Lustorgan
Die männlichen Geschlechtsorgane reagieren äußerst reizempfindlich auf Stimulationen. Sein bestes Stück nimmt die mechanischen Bewegungen beim Sex intensiv wahr und ist eine bedeutende Lustquelle für den Mann. Die empfindlichste Stelle des Penis ist die Eichel, weil beim Vorhautbändchen viele Nervenspitzen enden.

Das Infektionsrisiko der Geschlechtsorgane
Die Genitalien können wie die meisten menschlichen Organe von Viren oder Infektionen befallen werden. Das Infektionsrisiko ist zum Beispiel bei einer unzureichenden Hygiene vorhanden, aber auch beim Geschlechtsverkehr. Manche Viren bzw. Bakterien werden über die Genitalien übertragen und sind sehr ansteckend. Es handelt sich hier um so genannte STD-Krankheiten (sexuell übertragbare Krankheiten, abgeleitet vom englischen Sexually Transmitted Diseases). Die Infektionen sind unterschiedlich schwerweigend und können mit ganz einfachen Präventionsmitteln verhindert werden. Die absolute Nr. 1 beim Safer-Sex: das Kondom!

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