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Liebe & Psychologie

Warum kürzer manchmal besser ist: Der Half-Night-Stand erobert unsere Betten!

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 5. Dezember 2015

One-Night-Stand war gestern. Mittlerweile werden die heißen Nächte kürzer und der Half-Night-Stand ist angesagt.

Der Name ist selbsterklärend: Ein Half-Night-Stand ist ein einmaliges Sexabenteuer, das jedoch nicht mal mehr für eine Nacht ist, sondern eben nur für eine halbe. Das hat nichts mit Stress und Termindruck zu tun, sondern hat durchaus sehr plausible Vorteile. Hier sind ein paar gute Gründe für den frühzeitigen Abgang:

1. Die große Ernüchterung bleibt aus

Ganz klar: Wenn der Kerl neben einem im Bett hot genug ist, bleiben wir gerne über Nacht. Aber leider ist dem oft nicht so. Irgendwie sah der Typ vorher in der Bar mit ein paar Sekt mehr intus definitiv heißer aus, als jetzt in seiner BVB-Bettwäsche. Und nie fühlt man sich nüchterner, als wenn Sex, Lust und der Rausch der Nacht vorbei sind. Dass wir das Weite suchen, bevor das Sexabenteuer zur faden Gute-Nacht-Geschichte wird und die große Ernüchterung folgt, ist deshalb nicht neu. Neu ist nur der Name.

2. Wir suchen weiter in der Nacht

Zweiter Grund: Der Typ entpuppt sich als Langweiler, der "einfach nur reden wollte", während wir hingegen ganz dringend Lust auf Sex, Leidenschaft und Körperlichkeit haben. Warum also bis zum Morgen warten und die Nacht mit allen ihren Möglichkeiten abhaken? Vielleicht treffen wir Mr. Right für diese Nacht ja direkt um die Ecke, wenn wir noch weiterziehen. Die Nacht ist jung und wir sind noch wach - so what?

3. Small Talk

Der Half-Night-Stand erspart uns zudem den Small Talk am nächsten Morgen. Das peinliche Schweigen, wenn uns auffällt, dass wir seinen Namen gar nicht wissen. Dazu eine Maus im Mund und keine Zahnbürste in Sicht. Und die Unsicherheit, ob man noch schnell ins Bad darf oder er eigentlich gehofft hatte, alleine aufzuwachen.

4. Das heimische Bett ist einfach besser

Jetzt (noch) mal ganz unromantisch, unsexy und pragmatisch: Was ist netter? In seiner Junggesellenbude aufwachen, ohne Dusche und frische Klamotten, oder sich ins heimische Bett kuscheln und tausend mal besser in den nächsten Tag starten? Äh ... wir wählen Nummer zwei!

5. Der Walk of Shame fällt aus

Morgens im hellen Tageslicht mit mausgrauem Teint, verlaufener Schminke und durchwuschelten Haaren im Party-Outfit in der U-Bahn stehen und sich von Bettflüchtigen, Frühaufstehern und Arbeitswütigen anstarren lassen? Nein danke. Man fühlt sich so, als müsse man ein schlechtes Gewissen haben, nur weil man noch ein Überbleibsel der letzten wilden Partynacht ist. Das müssen wir NICHT - dank Half-Night-Stand!

von Fiona Rohde