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Liebe & Psychologie

Wir haben es geahnt: Pornos machen also doch dumm!

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 21. Juni 2014

Auf dieses Studienergebnis hat ein Teil der Frauenwelt wohl nur gewartet: Pornos lassen die Gehirnmasse schrumpfen, machen also tatsächlich dumm. Das fanden jetzt Wissenschaftler des renommierten Max Planck Instituts heraus. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin 'JAMA Psychiatry'.

Pornos machen dumm? Okay, ein bisschen komplizierter ist die Sache schon: Die Studie des Max Planck Instituts zeigt, dass bei Männern, die regelmäßig Pornos schauen, das "Striatum" kleiner ist. Das Striatum ist Teil des Großhirns und verantwortlich für das Zusammenwirken von Motivation, Emotion, Kognition und dem Bewegungsverhalten.

Je mehr Pornos die 64 Studienteilnehmer zwischen 21 und 45 Jahren schauten, desto kleiner war dieser Teil ihres Gehirns. Im Alltag heißt das: Das Belohnungssystem arbeitet nicht mehr so gut. Porno-Fans benötigen deutlich größere Anreize, müssen mehr nackte Haut und heiße Szenen sehen, um den gleichen Belohnungseffekt zu bekommen wie diejenigen, die selten Schmuddelfilmchen schauen. Will heißen: Sie stumpfen langsam ab. Klingt logisch.

Sabine Kühn, Leiterin der Studie, relativiert das Ganze etwas: Man kann aus den Ergebnissen leider nicht ableiten, ob der hohe Pornokonsum zum Schrumpfen der Hirnmasse führt oder ob eine von vornherein kleinere Hirnmasse die Leidenschaft für Pornos fördert. Die Wissenschaftlerin tippt allerdings auf ersteres und plant weitere Forschungen zu diesem Thema. Wir sind gespannt!

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von Diane Buckstegge

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