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Liebe & Psychologie

Stealthing - was steckt hinter der miesen Masche?

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 2. Mai 2019

Stealthing ist einer diesen üblen Trends, die sich in der schönen bunten Welt von Dating und Liebemachen aufgetan hat. Ebenso wie Pigging oder Gosthing geht es hier um eine miese Masche. Wobei Stealthing auch schlimme Folgen haben kann - für beide Beteiligten. Wir klären auf.

Was steckt hinter Stealthing?

Stealthing bedeutet, dass jemand sein Kondom ohne Wissen seines Sexpartners auszieht während es zur Sache geht - so dass es folglich zum ungeschützten Geschlechtsverkehr kommt. Es ist also eine Form des Missbrauchs, da das Ganze ohne Einwilligung und Wissen des Anderen geschieht. Schließlich muss man sich beim Sex aufeinander verlassen können. Vor allem, wenn es um Verhütung und Sicherheit geht.

Merkt man das nicht?

Wie das Ganze passieren kann, ohne dass die Sexpartnerin (oder der Sexpartner bei gleichgeschlechtlichem Sex) etwas merkt? Nun, ganz einfach. Zum einen ist man halt echt gut abgelenkt, wenn man mal so sextechnisch in Fahrt ist. Zudem bieten sich viele Gelegenheiten: Bei einem Stellungswechsel merkt sie mit Sicherheit nicht, wenn er das Kondom abstreift.

Ebenso bei Stellungen von hinten oder während er sie (oder ihn) oral verwöhnt - es gibt tausend Momente, in denen man nicht nur abgelenkt ist, sondern man auch nicht mehr im Blick hat, ob das Kondom noch drauf ist oder nicht.

Welche Folge kann Stealthing haben?

Zum einen - ganz klar - bist du nicht mehr vor Geschlechtskrankheiten geschützt, wenn er plötzlich das Kondom abzieht. Zusätzlich bist du als Frau auch nicht mehr vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt (wer will schon ein Kind mit jemanden, der sich derart mies benimmt?).

Und auch für den Übeltäter selbst kann es miese Folgen haben. Denn dass es sich bei Stealthing nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, zeigt auch die Tatsache, dass es schon erste gerichtliche Verurteilungen gibt. So wurde in Berlin ein Mann, der Stealthing begangen hatte, zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt.

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Wie kann man sich vor Stealthing schützen?

Wie man sich schützen kann? Leider gibt es hier keine andere Antwort als: aufpassen. Ist eben nur leichter gesagt als getan. Schließlich ist Sex dann am besten, wenn man sich fallen lassen kann. Niemand möchte beim Sex ständig darüber nachdenken, ob er noch geschützt ist oder nicht. Und ständig nachfühlen, ob das Gummi noch an Ort und Stelle ist, mag auch kaum jemand.

Dennoch kommt man nicht drum herum. Also zumindest in den Fällen, wo man seinen Sexpartner nicht kennt und schlecht einschätzen kann. Wer also misstrauisch ist, der sollte ihm schon mal an die Wäsche gehen und nachfühlen, ob er das Gummi noch spürt, bevor es zur Penetration kommt.

Ganz sicher nicht ganz easy, aber letztlich ist der beste Schutz natürlich: Geh nur mit Leuten ins Bett, denen du vertraust. Das ist nicht nur für deine Gesundheit wichtig, sondern auch für deinen Spaß, deine Sicherheit und für dein Herz. In diesem Sinne: Habt Spaß, aber passt auf euch auf!

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von Fiona Rohde
 

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