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Liebe & Psychologie

Eine Liebe, eine Wohnung: Das lernt man, wenn man zusammenzieht

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 21. August 2019

Die Kisten sind schon lange ausgepackt. Seit ein paar Monaten ist der Traum von der gemeinsamen Wohnung endlich wahr. Rückblickend war diese Zeit ganz schön lehrreich und hat einige Überraschungen mit sich gebracht. Denn es ändert sich einiges, wenn man mit seinem Freund zusammenzieht.

Mit dem Freund zusammenzuwohnen ist wunderschön – aber hat mich auch das ein oder andere Mal an den Rand der Verzweiflung gebracht. Das ist ganz normal. Schließlich prallen hier zwei Individuen auf engstem Raum aufeinander. Da müssen unweigerlich ein paar Kompromisse geschlossen werden.

Was ich nach einem Jahr in der gemeinsamen Wohnung gelernt habe:

1. Männer und Frauen reden oft aneinander vorbei

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus: Klar, so simpel ist es nicht, aber tatsächlich sprechen Männer und Frauen des Öfteren aneinander vorbei. Wenn ich sage "Mach ich gleich" meine ich "in den nächsten fünf Minuten". Mein Freund meint: "im Laufe des Tages. Vielleicht auch erst morgen."

2. Nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen

Ja, es gibt Streit. Das ist normal und gehört einfach dazu. Aber man stellt fest, dass Streit besser ist, als den Ärger in sich reinzufressen. Insbesondere, wenn man sich an die drei Streit-Regeln hält: objektiv bleiben, den anderen nicht angreifen und nicht verallgemeinern. Klar, das ist in der Praxis schwer umzusetzen – aber es hilft!

3. Ich wohne nicht mit einem Gedankenleser zusammen

Ich finde Fußball total öde – in den ersten Wochen hab ich noch gedacht, dass mein Freund das ja wissen muss. Wie kann er auch glauben, dass ich jeden Abend Fußball gucken möchte? Nach ein paar Wochen dann die Erkenntnis: Er ist kein Gedankenleser. Wenn mir etwas nicht gefällt, muss ich es ansprechen.

4. Eine Portion gesunder Egoismus kann nicht schaden

Immer das letzte Stück Schokolade zu essen, ist sicherlich gemein. Aber nachdem man eine ganze Weile immer zurücksteckt und dem anderen alles recht machen will, weiß man irgendwann: Ein bisschen Egoismus muss sein und ist absolut in Ordnung.

5. Unterschiedliche Meinungen sind ok

Nur weil man sich eine Wohnung teilt, muss man nicht komplett gleich denken. Am Anfang hat es mich noch verunsichert, doch mittlerweile weiß ich: Unterschiedliche Ansichten sind total in Ordnung und beleben sogar die Beziehung! Denn Neues kann man nur sehen, wenn man auch mal den Blickwinkel wechselt.

6. Man muss nicht alles gemeinsam machen

Die ersten Monate nur im Doppelpack unterwegs sein, das ist nett. Aber dann ist es auch echt gut, mal wieder ein paar andere Leute zu treffen und alleine etwas zu unternehmen. Jeder braucht Freiheiten!

7. Quality-Time ist wichtig

Auch wenn man jetzt viiiel Zeit miteinander verbringt, ist gemeinsames Abhängen auf dem Sofa eben doch nicht alles, was eine Beziehung ausmacht. Viel wichtiger ist es, neben dem öden Alltag gemeinsam schöne Dinge zu unternehmen, Essen und ins Kino gehen und Ausflüge machen. Tschüss Alltagstrott, hallo Romantik!

8. Freundinnen nicht vergessen

Eigentlich hat sich durch das Zusammenleben nichts geändert – ich muss aber feststellen, dass ein Teil meiner Freundinnen das anders sieht. Denen muss man erst mal beweisen, dass man immer noch jederzeit für sie da ist.

9. Taten sind manchmal wichtiger als Worte

Ein "Ich liebe dich" ist schön und gut. Doch in diesem ersten Jahr hab ich gemerkt, dass ein kleiner Kuss auf die Stirn zum Abschied, das Spülen des riesigen Geschirrbergs oder der Einkauf der Lieblingskekse viel mehr bedeuten.

10. Zeit nur für mich

Me-Time! Die ist wichtig! Zeit, in der man sich nicht unterhalten muss, sondern einfach nur macht, worauf man gerade Lust hat. Und wenn das Serien schauen und Eis essen ist, warum nicht?

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