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Liebe & Psychologie

Umfrage deckt auf: Wie die Deutschen flirten, daten & lieben

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 2. Mai 2018
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Glauben Singles an die große Liebe? Wie daten und flirten wir? Wie sieht es in Beziehungen aus: Was ist wichtig und was sorgt für Zoff? All diese Fragen haben sich netterweise andere für uns gestellt und knapp 12.000 Menschen dazu befragt. Hier die wichtigsten Ergebnisse.

Die bevölkerungsrepräsentative Umfrage unter 11.988 Bundesbürgern von ElitePartner liefert interessante Erkenntnisse rund um Liebe, Dating, Singledasein, Sex und Geschlechterrollen. Wir haben die interessantesten Studienergebnisse für euch zusammengestellt.

1. So geht es den Singles in Deutschland

Fast jeder Dritte in Deutschland ist Single. Dennoch glauben mehr als 80 Prozent von ihnen an die große Liebe. Dabei ist das Internet längst zu einem wichtigen Kennenlernfaktor geworden. So sucht mehr als die Hälfte der Singles ihr Liebesglück im Internet. Und immerhin 7,4 Millionen Menschen in Deutschland haben ihren Partner genau hier kennengelernt.

Warum Singles solo sind

Single zu sein hat nicht nur Nachteile. So sagt eine knappe Mehrheit, dass sie sich solo sehr gut fühlt. Die Gründe, warum Singles alleine durchs Leben gehen, sind nämlich äußerst unterschiedlich. Und viele Singles wissen sehr genau, warum sie solo sind:

"Ich bin zurzeit gern Single." (59 Prozent)
"Mir fehlen die Gelegenheiten, neue Menschen kennenzulernen." (49 Prozent)
"Ich habe sehr hohe Ansprüche." (45 Prozent)
"Ich fokussiere mich auf meine Karriere." (36 Prozent)
"Ich treffe immer wieder auf Personen, die sich nicht festlegen wollen." (33 Prozent)
"Mir fällt es schwer, mich festzulegen." (23 Prozent)
"Ich glaube, mein Erfolg schüchtert andere ein." (21 Prozent)

Aber es gibt eben auch viele unsichere Menschen und Zweifler:

  • "Ich habe Angst vor Enttäuschung." (52 Prozent)
  • "Ich bin zu schüchtern." (45 Prozent)
  • "Ich finde mich nicht attraktiv genug." (35 Prozent)
  • "Ich kann einem Partner finanziell zu wenig bieten." (30 Prozent)

Glückliche und unglückliche Singles

Alleinstehende Frauen, die zwischen 30 un 39 sind, sind am unzufriedensten mit ihrem Singledasein. Sicher mit ein Grund: In diesem Alter ist noch Zeit, um eine Familie zu gründen, danach wird es zunehmend schwieriger. Man hört also leider die biologische Uhr ticken und drängen. Übrigens: Am zufriedensten mit ihrem Singleleben sind akademisch gebildete Frauen über 40.

2. Schlechter Dreier: Er, ich und das Smartphone

Ja, diese Erkenntnis der Studie verwundert kaum: Smartphones und andere soziale Netzwerke wirken sich negativ auf die Partnerschaft aus. Man denke nur an all diejenigen, die ihr Smartphone abends mit ins Bett nehmen oder beim romantischen Date neben sich auf dem Tisch liegen haben. Auch wenn man sich das nicht eingesteht: Das Smartphone im Dauereinsatz sorgt definitiv dafür, dass man weniger miteinander redet und - oh ja, auch das besagt die Studie - dass der Sex schlechter wird.

Zudem sorgt so ein Smartphone auch für jede Menge Streit und Misstrauen: So wird das soziale Leben des Partners auch immer wieder argwöhnisch betrachtet. Und jeder Fünfte gibt zu, schon einmal heimlich Nachrichten seines Partners gecheckt zu haben. Hier sind es vor allem die Frauen, die neugierig sind: Jede Vierte hat schon mal heimlich seine Chats und Nachrichten durchstöbert. Dabei ist das Vertrauen dennoch eher groß: 66 Prozent sagen ihrem Partner den Zugangscode zu ihrem Handy, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 80 Prozent.

3. Dating wird emanzipierter

Früher war es Usus, dass der Mann nach dem Date die Rechnung zahlte. Doch dank der Emanzipation sind es vor allem die Frauen, die mittlerweile getrennte Rechnungen wünschen - und zwar egal, wie das Date war. Vor allem bei den Jüngeren liegen getrennte Rechnungen im Trend. Nur noch jede vierte Frau möchte gerne eingeladen werden.

Die Gründe für die geteilte Rechnung sind jedoch nicht nur, dass eine emanzipierte Frau dem Mann auf Augenhöhe begegnen möchte. Ein weiterer Grund ist, dass man kein schlechtes Gewissen haben möchte, wenn der Kontakt dann doch abbricht und bei vielen Jüngeren - hier sind getrennte Rechnung am beliebtesten - eben auch die begrenzten finanziellen Mittel.

4. Flirten ist männlich

Leider ist die Emanzipation noch nicht so weit gekommen, dass auch das Flirten sich geändert hätte. Zwar sind wir Frauen auf dem Vormarsch, aber trotz aller Verbesserungen scheint das Anmachen immer noch die letzte Bastion der Männer zu sein. Nur jede zehnte Single-Frau ergreift die Initiative, wenn es um den ersten Kuss oder den ersten Sex geht. Und auch was Komplimente für ihn angeht, sind Frauen eher maulfaul. Wobei Deutschland laut der Studie eh eine Flirt-Wüste ist. Mit Komplimenten tun sich alle Deutschen eher schwer.

5. Fühlen und Mitfühlen zeichnen den Partner aus

Sowohl Männer als auch Frauen finden es anziehend, wenn ihr Gegenüber die Fähigkeit hat, seine eigene Gefühlswelt zu analysieren und darüber zu sprechen. Und sie finden es anziehend, wenn ihr Gegenüber empathisch ist und auch die Gefühle anderer wahrnimmt und berücksichtigt. Gute Manieren punkten ebenfalls - vor allem bei Frauen (88 Prozent). Und Frauen legen Wert darauf, dass ihr Partner Verantwortung übernimmt und gut mit Kindern umgehen kann.

6. Frauen können besser alleine sein

Männer können schlechter alleine sein als Frauen. Der Grund: Frauen weisen oft eine größere emotionale Kompetenz auf. Sie sind sozial vernetzter und können Nähe und Geborgenheit auch in freundschaftlichen Beziehungen finden. Männer hingegen profitieren mehr von der emotionalen Beziehungsqualität ihrer Partnerin und brauchen sie deshalb zwingender für das Gleichgewicht in ihrer Gefühlswelt.

Deshalb sind Männer auch eher zu Kompromissen bei einer Partnerin bereit als Frauen. Und sie haben es deutlich eiliger, wieder eine Beziehung anzufangen als Singlefrauen. Denn die sind deutlich wählerischer und sie hoffen zu 66 Prozent auf ihren Seelenverwandten (bei den Männern sind es 56 Prozent).

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von Fiona Rohde