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Liebe & Psychologie

Vergesst SMS & Co: So schreibt ihr einen richtigen Liebesbrief

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 4. November 2010
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In Zeiten permanenter Befindlichkeitsmeldungen auf Social Networks kommen sie zu kurz: die klassischen Liebesbriefe. Wir verraten euch, wie ihr euren Liebsten mit einem wunderschönen Liebesbrief überraschen könnt.

Egal, ob ihr schon jahrelang in einer glücklichen Beziehung oder gerade frisch verliebt seid: Liebesbriefe sind eine wunderbare Gelegenheit, sich mal ganz ausführlich mit den eigenen Gefühlen zu beschäftigen, und bleiben eine lebenslange Erinnerung. Versucht es doch einmal, Liebesbriefe sind leichter geschrieben, als ihr euch das wahrscheinlich vorstellt ...


1. Die Umgebung für's Liebesbriefe schreiben

Um einen Liebesbrief schreiben zu können, muss man in der richtigen Stimmung sein. Diese wird an einem lauten Ort in der Öffentlichkeit schwer einzurichten sein. Zieht euch zurück und sorgt mit Musik und gedimmten Licht für eine angenehme Atmosphäre. Lasst eure Gedanken um den Empfänger des Liebesbriefs schweifen und macht euch ein lebhaftes Bild von ihm. Denkt an seinen Duft, sein Lächeln, seine Vorlieben und daran, was ihr an ihm liebt. Nur so werden Liebesbriefe glaubhaft und persönlich.

2. Die Optik

Liebesbriefe sollte auf schönem, sauberen, schlichten Papier daherkommen. Eselsohren und abgeranzte Ecken sind hier ebenso fehl am Platz wie schnörkelige Rahmen oder gar lila Schriftfarbe. Ein schlichtes, weißes oder beiges Blatt ist optimal.

Auch Liebesbriefe per Mail können den Empfänger erfreuen, am schönsten sind aber immer noch, oder gerade jetzt, handgeschriebene Liebesbriefe. Schließlich zeugen sie davon, dass man sich Zeit genommen hat, und haben gleich auf den ersten Blick eine persönliche Note.

3. Formalitäten

Verseht den Liebesbrief mit einem Datum. Es soll ein Dokument der Zeit werden, das immer wieder gerne herausgeholt und gelesen wird, womöglich noch nach Jahren. Beginnt mit einer direkten, formlosen Anrede und schreibt den Geliebten mit seinem Vornamen an. Wenn ihr den Brief zunächst im Computer formuliert, könnt ihr eine Rechtschreibprüfung nutzen und Flüchtigkeitsfehler vermeiden.

4. Der Ausdruck

Versuch nicht, krampfhaft literarisch zu klingen. Liebesbriefe müssen so natürlich wie möglich rüberkommen, ohne banal zu werden. Wählt Worte, die zu euch passen und die nicht ungewohnt für euch sind.

Ausnahme: Ihr verwenden Zitate, in dem Fall solltet ihr aber den Autor nennen, sonst sieht es aus, als wolltet ihr das Werk eines anderen für eures verkaufen.

5. Der Anfang...

...ist bekanntlich schwer. Warum versucht ihr es nicht gleich mit einem Kompliment? Das hört jeder gern, wenn es ernst gemeint und nicht zu abgedroschen klingt. Statt der „Augen wie Sterne“ eignen sich dafür zum Beispiel auch kleine, liebenswerte Schwächen der Person.
So ist einem Mann, der öfter in den Spiegel guckt als manche Frauen, diese Tatsache vielleicht etwas peinlich, doch ihr könnt ja auch schreiben, dass ihr ihn gut versteht, schließlich könnt ihr auch nicht aufhören, ihn anzuschauen.

6. Der Inhalt

Ist der Anfang erst einmal gemacht, gibt es unendlich viele mögliche Inhalte, die in Liebesbriefe einfließen können. Ihr könnt von anderen Dichtern, aus Filmen oder Songs zitieren, an einer Liebesbotschaft haben sich schließlich wirklich schon einige Künstler vor euch versucht. Es sollte nur passen, sowohl zu euch als auch zu der geliebten Person.

​Wer wie Moritz Bleibtreu in dem Roadmovie „Im Juli“ seiner Liebe hinterher reist, könnte sich zum Beispiel des schönen Zitats aus dem Film bedienen:

„Meine Herzallerliebste, ich bin Tausende von Meilen gegangen, ich habe Flüsse überquert, Berge versetzt. Ich habe gelitten und ich habe Qualen über mich ergehen lassen. Ich bin der Versuchung widerstanden und ich bin der Sonne gefolgt, um Dir gegenüber stehen zu können und Dir zu sagen: Ich liebe Dich.“

Konzentriert euch beim Inhalt hauptsächlich auf den Empfänger des Liebesbriefes und langweilt den Leser nicht mit zu vielen Informationen über euch selbst. „Ich mache ...“, „Ich denke ...“, „Ich finde ...“ sollten nur gelegentlich vorkommen.

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Weitere Ideen für den Inhalt Ihres Liebesbriefs:

  • Eigenschaften, die die Person von allen anderen Menschen unterscheiden
  • Kleine Schwächen und Besonderheiten der Person
  • Besondere Momente, die Sie geteilt haben
  • Die Gefühle, die die Person bei Ihnen auslöst
  • Der Moment, als Ihnen Ihre Liebe bewusst wurde

Seid nicht zu flapsig, ihr wollt schließlich ernst genommen werden. Seid selbstbewusst in euren Äußerungen. Es ist nicht leicht, seine innersten Gefühle offen zu äußern und gar schriftlich niederzuschreiben. Schon alleine, dass ihr es tut, ist ein Grund, stolz zu sein!

7. Der Schluss

Setzt den Empfänger nicht mit einem „Ich erwarte sehnsüchtigst deine Antwort“ unter Druck. Lasst ihm Zeit, auf die Emotionen zu reagieren. Ein schlichter, liebevoller Abschiedsgruß ist das beste Ende für euren Liebesbrief.

Und wenn euch nichts anderes einfällt, wählt einfach die magischen drei Worte: Schlichter und schöner geht es nicht!

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