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Liebe & Psychologie

Aufgedeckt: Woran Paare, die sich online gefunden haben, fast immer scheitern

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 30. April 2017

Hat eine Partnerschaft weniger Chancen zu funktionieren, nur weil man sich online kennengelernt hat?

Jede dritte Beziehung kommt heute online zustande. Man lernt sich in Foren, auf Online-Portalen, via Dating-Apps oder Facebook kennen. Man chattet, ohne sich vorher gesehen zu haben, tastet sich voran und sucht nach Gemeinsamkeiten, um sicherzugehen, dass ein Treffen Aussicht auf Erfolg haben könnte. Es ist ein Suchen nach der Nadel im Heuhaufen. Aber es klappt immer wieder. Viele Paare können heute von sich sagen, dass sie das Internet verkuppelt hat.

Doch was unterscheidet diese Paare von solchen, die sich vis à vis das erste Mal kennengelernt haben - sozusagen im realen Leben statt im World Wide Web? Dieser Frage ist die psychologische Partnervermittlung www.Gleichklang.de auf den Grund gegangen. Dafür wurden 427 Mitglieder über die Dauer ihrer Beziehung und nach den Gründen ihrer Trennung befragt.

So sollten sie über den Beginn ihrer Beziehung folgende Aussagen mit ja oder nein beantworten:

1. Wir hatten keine gemeinsamen Lebensziele.

2. Wir waren nicht beide bereit uns zu binden.

3. Wir waren nicht beide bereit uns zu verändern.

Und siehe da: Es gibt durchaus ein Manko, was Beziehungen aufweisen, die "im Netz" geschlossen wurden. Denn alle 17 Paare, die sich wieder getrennt hatten, hatten allen drei Aussagen zugestimmt. Wurde zwei Aussagen zugestimmt, trennten sich immerhin noch 81 Prozent. Wurde eine Aussage als zutreffend angesehen, trennten sich immerhin noch 70 Prozent der Paare. Von allen Paaren, die keiner der drei Aussagen zugestimmt hatten, trennte sich nur jedes vierte Paar.

Das zeigt letztendlich, dass es extrem wichtig ist, dass Paare bereits zu Beginn ihrer Beziehung auf gemeinsame Lebensziele achten. Und beide sollten eine ähnliche Bereitschaft besitzen, sich zu binden und sich füreinander zu ändern. Stimmen beide in einem dieser drei Bereiche gar nicht überein, steht die Beziehung bereits unter keinem guten Stern. Sind sie in allen drei Punkten unterschiedlicher Meinung, haben beide Partner wenig Chancen miteinander glücklich zu werden.

Zum Glück kann man auch bei einer Online-Bekanntschaft herausbekommen, wie der andere zu diesen Themen steht. Schließlich wischt man nicht nur Bilder nach rechts und links, sondern kann in ersten Chats auch herausbekommen, wie der andere tickt. Und das sollte man unbedingt machen. Also: Kopf hoch, weiter daten und viele Fragen stellen! Dann muss auch eine 'Netzbeziehung' nicht zwangsläufig ​scheitern.

von Fiona Rohde