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Liebe & Psychologie

Studie zeigt: So unterschiedlich verlieben sich Männer und Frauen

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 23. Juni 2019

Verliebtheitsgefühle sind mit das absolut Beste, was es überhaupt gibt. Wie genau wir uns verlieben, darüber sind wir uns meist selbst nicht im Klaren. Es passiert einfach mit uns, ohne dass wir wissen warum. Kein Wunder also, dass sich auch aktuelle Studien mit dem Mysterium des Verliebens auseinandersetzen.

Wie genau sich Männer und Frauen verlieben, damit hat sich ganz aktuell auch eine repräsentative Studie von ElitePartner befasst, für die 2.666 Personen befragt wurden, die derzeit in einer Beziehung sind.

Die Mehrheit verliebt sich auf den zweiten Blick

Klar wünschen sich die meisten die Liebe auf den ersten Blick. Das große "Boom", den Blitz, der einschlägt und einen aus den Socken haut. Doch die Realität sieht eben doch meist anders aus - das zeigt auch die Umfrage. Zwar sagten beeindruckende 39 Prozent der Befragten, dass sie bereits beim ersten Treffen direkt in ihren zukünftigen Partner verschossen waren. Doch bei der Mehrzahl der Befragten (61 Prozent) dauerte es mit den ersten Gefühlen eben doch länger. Wirkliche Verliebtheitsgefühle stellten sich erst mit der Zeit ein.

Letztlich hat das für die Beziehung aber nicht so viel zu bedeuten: Die Umfrage ergab nämlich, dass die Art des Verliebens - also ob auf den ersten oder eben auf den zweiten Blick - keinen Einfluss auf die Länge und Festigkeit der Beziehung hat.

Einen kleinen Vorsprung hatten die Blitzverliebten in Sachen Zufriedenheit aber dennoch zu verbuchen. Von den Befragten, die in ihrer Beziehung wunschlos glücklich sind, hatten sich 41 Prozent auf den ersten Blick verliebt. Von denen, die eher unzufrieden sind, konnten das nur 35 Prozent von sich behaupten.

Es gibt noch ein Ergebnis, das besonders erfreulich ist: Scheinbar sind nämlich die Männer besonders anfällig dafür, sich blitzzuverlieben. So sagten von den Männern 42 Prozent, dass es Liebe auf den ersten Blick war, von den Frauen nur 37 Prozent.

Kopf oder Bauch: Wer entscheidet?

Geht es dann jedoch darum, eine Beziehung anzufangen, werden die Männer plötzlich kopflastiger als wir Frauen. Knapp vier von zehn Männern sagten, dass sie eher auf ihren Kopf als auf ihren Bauch gehört hätten, als es darum ging, sich für oder gegen eine Beziehung mit ihrer neuen Flamme zu entscheiden.

Von den Frauen sagte das nur etwa jede vierte. Beim Pro und Contra in Liebesdingen lassen sich viele Frauen eben doch eher von ihren Gefühlen als der Logik leiten - anders als die Männer eben.

Wie viel Kompromisse machen wir in der Liebe?

Wer sich bei seiner neuen Bekanntschaft unsicher ist, ob er sie wirklich ganz in sein Leben lassen möchte, oder wer Abstriche machen muss, weil der Neue nicht ganz den Wunschvorstellungen entspricht, dem sei gesagt: Dieses Zögern und Überdenken ist ganz normal und keine Seltenheit.

Von den Befragten waren 18 Prozent zu Beginn unsicher, 21 Prozent sagten, dass der Partner anfangs nicht ganz ihren Vorstellungen entsprach und fast jeder Zweite hat in irgendeiner Form seine Idealvorstellungen links liegen lassen bei der Partnerwahl. Das Gute: Die Mehrzahl hat diese Entscheidung absolut nicht bereut.

Was man jedoch auch sagen muss: Von den Befragen sagten eben auch drei Viertel, dass ihr Partner bzw. ihre Partnerin genau ihren Vorstellungen entsprechen würde. Dennoch: Wer Abstriche macht und der neuen Liebe eine Chance gibt, auch wenn nicht alles so perfekt zu sein scheint, der hat sehr gute Chancen auf eine glückliche Beziehung. Mut ist eben auch in der Liebe wichtig. Wichtiger als das Beuteschema sind ebenfalls die Erfahrungswerte, die man sammelt. Und nach denen sollte man sich eher richten, als nach irgendwelchen Idealvorstellungen.

Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner erklärt: "Was sich Singles bei der Partnersuche vorstellen, muss nicht deckungsgleich mit ihren tatsächlichen Bedürfnissen in einer Partnerschaft sein. Wer bei der Partnerwahl nur seiner Idealvorstellung folgt, verpasst die Chance auf eine glückliche Partnerschaft."

Wie wichtig ist die Optik?

Klar, der erste Eindruck zählt und sorgt dafür, ob wir überhaupt jemandem eine Chance geben oder nicht. Aber danach muss man eben mit den inneren Werten punkten, sonst hilft auch die hübscheste Nase nichts. Selbst die beste Optik reicht nicht allein für eine gute Beziehung (Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt eben Menschen, die besser sehen als denken).

Dennoch ist der erste optische Eindruck den Befragten wichtig. So sagte mit 71 Prozent die Mehrzahl der Teilnehmer, dass ihr Partner genau ihren optischen Vorstellungen und ihrem Beuteschema entsprechen würde. Von den Männern sagten das sogar 73 Prozent (im Gegensatz dazu nur 68 bei den Frauen).

Ein wenig Licht ins Dunkel des Verliebens und Nicht-Verliebens mag diese Umfrage sicher ergeben haben. Aber letztlich bleibt es weiter ein Mysterium, warum uns manche Menschen so dermaßen umhauen können. Und mal ganz ehrlich: Das ist auch gut so!

Video: Wenn du ihm DIESE 20 Fragen stellst, werdet ihr euch verlieben!

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