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Liebe & Psychologie

"Leute, entspannt euch!" Das denken Männer wirklich über Tinder

von gofeminin Veröffentlicht am 10. September 2018
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Wie sehen Männer eigentlich Tinder und die große Welt des Datings? Dafür haben wir uns den Fotografen Marco Klahold als Gastblogger geholt, der uns die Sicht der Männer einmal näher bringt.

Unser Gastblogger: Marco, geboren 1993 und momentan in Köln lebend, entdeckte seine Leidenschaft für die Fotografie auf einer 17-monatigen Reise um die Welt. Um seinen Horizont und sein Empfinden für Ästhetik zu erweitern, studierte er erfolgreich Grafikdesign und visuelle Kommunikation. Seitdem arbeitet er für diverse bekannte Marken.

(Mehr von Marco findet ihr auch hier:
https://www.instagram.com/marcokd/)

"Das Leben ist voller Möglichkeiten - wir müssen sie nur nutzen. Das betrifft vor allem spannende Begegnungen mit anderen Menschen, die uns inspirieren und uns eine gute Zeit schenken. Schade nur, dass wir uns häufig auf das uns Altbekannte beschränken, statt das Neue in unser Leben zu lassen.

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass der Mensch zu jeder Zeit in seinem Leben einen Bekannten- bzw. Freundeskreis von maximal 150 Menschen um sich herum hat. Nur selten werden die Menschen in diesem Kreis ausgetauscht oder durch neue ersetzt. Das passiert nur bei wirklich einschneidenden Veränderungen, wie z.B. einem Umzug in eine andere Stadt, einem neuen Studium oder einem beruflichen Wechsel.

Und das ist herzlich dumm von uns. Denn wenn man das mal weiterdenkt, dann bedeutet das letztlich auch, dass man rein theoretisch in einem Radius von 50 Metern Luftlinie von seiner Traumfrau entfernt wohnen könnte, sie aber aus Pech nie treffen oder somit niemals kennenlernen würde.

Raus aus dem Altvertrauten!

Wenn es also wirklich langfristig bei den uns bereits bekannten 150 Menschen bleibt, dann frage ich mich, wie man in der heutigen digitalen Zeit noch neue Menschen kennenlernen soll? Möchte man sich wirklich sein Leben lang auf das bereits Bekannte beschränken und all die neuen spannenden Menschen nicht in sein Leben lassen? Und zwar egal, ob man jetzt auf der Suche nach "der Einen", nach Freundschaft plus, oder einfach neuen guten Freunden ist, mit denen man um die Häuser zieht und die Nacht zum Tag machen kann.

Apps wie Tinder ermöglichen genau das. Tinder gibt einem die Chance, die Angel aus seinem schon längst leergefischten See herauszuziehen und mal in den See auf der anderen Seite des Waldes zu werfen.

Der erste Eindruck basiert immer auf Äußerlichkeiten

Und ja, auch wenn das alles erst einmal auf Äußerlichkeiten, also einem Profilbild basiert, das man nach rechts oder links wischt, seien wir mal ehrlich: Wenn man jemanden in der Bar, im Club oder auf der Straße anspricht, dann machen wir das ja auch nur aufgrund des ersten oberflächlichen Eindruckes. Von daher gibt’s da jetzt keinen wirklichen Unterschied. Und spätestens beim ersten Treffen ist es dann wie sonst im Leben auch: Entweder es passt zwischenmenschlich oder es passt eben nicht.

Es ist auch erstaunlich, wie Tinder städteabhängig ein ganz unterschiedliches Image hat. In der einen Stadt ist es das Normalste der Welt (regelmäßige One-Night-Stands mit inbegriffen), und in der anderen wird es etwas belächelt. Und das ist schade, dass es diese Vorbehalte noch immer gibt, denn so entgehen einem all die Kontakte auf der anderen Seite des Waldes.

In meinen Augen ist Tinder eine geniale App, die dem Menschen wirklich helfen kann. Wir müssen sie nur richtig nutzen. Das ist alles."

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