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Achtung Männer! 7 Dinge, die uns echt auf die Nerven gehen

von Fiona Rohde Erstellt am 23. Dezember 2019
Achtung Männer! 7 Dinge, die uns echt auf die Nerven gehen© unsplash.com / Greg Kantra

Vielleicht fragen sich Männer ja öfters mal, was in den Köpfen von Frauen vor sich geht, wenn sie mal wieder hochgradig genervt sind. Wir hätten da mal ein paar Antworten...

Es gibt ein paar Dinge, die vielen Frauen so richtig auf die Nerven gehen können. Und das hat nichts mit ollen Rollenmustern und Klischees zu tun, sondern ist leider einfach so. Aber wenn man nichts sagt, ändert sich auch nichts. Deshalb, liebe Männer, hier mal ein paar Denkanstöße:

1. Sauberkeit ist keine rein weibliche Fähigkeit

Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Nur weil ihr mal eben 'vergessen' habt, hinter euch sauber zu machen, heißt das noch lange nicht, dass wir eure Putzfrauen sind, die das übernehmen. Gleichwohl muss man in seinem Zuhause auch nicht akzeptieren, dass es wie bei Hempels unterm Sofa aussieht. Und Schamhaare in der Dusche oder vergammelte Essensreste in der Spüle doof zu finden, hat rein gar nichts mit einem Putzfimmel zu tun.

2. Hört auf, Dreck in euch reinzustopfen!

Viele Männer machen sich ja gerne mal lustig darüber, wenn man sich gesund ernährt, Vegetarier oder Veganer ist und sich Gedanken darüber macht, ob eine Kiwi um die halbe Welt fliegen musste, um auf unserem Teller zu landen. Stattdessen wird dann nur ungesunder Mist in sich hineingestopft: Fertiggerichte, Frittiertes und viel zu oft Fleisch.

By the way: Warum diese Fixiertheit auf Fleisch? Wenn wir nicht bald unser Konsumverhalten ändern, (Stichwort Klimawandel) geht unser Planet vor die Hunde. Von dem Horror der Massentierhaltung ganz abgesehen. Natürlich muss man nicht von heute auf morgen auf alles verzichten. Aber seinen Konsum überdenken und reduzieren. Fleisch muss nicht immer sein. Wir müssen umdenken. Und sich über "Müsli-Fresser" lustig zu machen, ist sicherlich nicht der richtige Weg.

3. Routine und Plegmatismus in der Beziehung

Nein, wir wollen nicht jedes Wochenende auf der Couch oder im Bett verbringen. Auch der Routinesex am Sonntag ist jetzt nicht der totale Glückbringer. Warum werden Menschen in Beziehungen mit der Zeit immer so plegmatisch? Früher sind wir doch auch gemeinsam um die Häuser gezogen, waren spontan und verrückt und haben gemeinsam tolle Dinge erlebt. Nur weil wir schon so lange an eurer Seite sind, heißt das nicht, dass wir uns nicht auch über spannende Dates und ein bisschen Einfallsreichtum freuen (– gilt übrigens für beide Seiten).

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4. Socken haben keine Beine

Und weil sie keine Beine haben, können sie auch nicht zur Waschmaschine laufen, wenn man sie da, wo man sie ausgezogen hat, fallen lässt. Hoffen wir, dass die kleinen Jungs von heute von klein auf lernen, dass jeder in einem Haushalt seinen Teil für die Gemeinschaft leisten kann. Wenn man zusammen in einer WG mit seinen Kumpels lebt, gibt es ja auch einen Putzplan und eine gleiche Verteilung auf alle. Das sollte nicht anders sein, nur weil man ein Paar ist. Und wer noch von den alten Rollenmustern träumt, darf langsam mal aufwachen.

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5. Nicht jede Morgenlatte macht heiß

Morgenlatte hin oder her: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir morgens um vier, schlaftrunken, mit ungeputzten Zähnen und Maus im Mund Lust auf Sex haben, nur weil er gerade so schön steht. Und sich den ein oder anderen Gedanken über die weibliche Lust zu machen und das dann womöglich noch aktiv umzusetzen, wäre uns wirklich ein Fest. Das Ding heißt Vagina und sie funktioniert ganz prächtig, wenn man sie nicht komplett ignoriert bzw. weiß, wie sie funktioniert. Stupide Penetration allein macht nämlich die wenigsten Frauen high.

6. Ein Minirock ist keine Einladung

Ein tiefer Ausschnitt ist nicht zum Reinfallen gedacht. Und ein Nein ist ein Nein. Und nicht jede Frau, die sich sexy anzieht, tut das, damit sie blöd angemacht wird. Einfach mal die Umkehrprobe machen: Wie würdet ihr euch fühlen, wenn man euch an den Hintern grapscht, nur weil ihr ein bisschen Bein zeigt?

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7. Diversity statt 90-60-90

"Nein, Schatz. Du bist nicht dick. Du bist toll so, wie du bist." Kurze Frage: Warum glotzt ihr dann immer den Hungerhaken hinterher und träumt von Sex mit Bella Hadid?! Und spart euch gemeine Bemerkungen über das Äußere von Frauen. Egal, ob sie dick, dünn, alt, jung, faltig oder faltenfrei, trans oder cis sind: Helft uns, damit wir gemeinsam die unrealistischen Schönheitsideale über Bord werfen können, die immer noch in den Köpfen stecken. Diversity heißt das Gebot der Stunde. Nicht 90-60-90.

Und nein, es macht uns auch keinen Spaß, immer die Vernünftige, Zickige, Spießige, die Mama und Ermahnende zu spielen. Aber gut, dass wir einmal drüber gesprochen haben.