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Faltenfrei ohne Spritze: Was bringt das angesagte Botox-Gel wirklich?

von Ga-Young Park Veröffentlicht am 1. April 2016

Tschüss, Spritze! In den sozialen Netzwerken und Magazinen ist DIESE Gesichtspflege gerade Gesprächsthema Nummer eins: Botox-Gel. Es soll das neue Wundermittel sein, das die Haut wieder glatt und faltenfrei macht. Wir haben uns für euch schlau gemacht und verraten euch die wichtigsten Fakten.

Peelen, eincremen, Laserbehandlung oder auch mal zur Spritze greifen: Wir tun viel, um den Zeichen der Hautalterung ein Schnippchen zu schlagen. Auch der Beauty-Markt reagiert mit innovativen Produkten auf den Wunsch nach ewiger Jugend und präsentiert uns jedes Jahr neue Anti-Aging-Cremes. Tatsache aber ist: Die meisten Wundermittel gegen Falten dringen gar nicht bis in die tiefsten Hautschichten vor, wo die Falten entstehen. Sie erreichen meist nur die Oberfläche und lassen die Haut nur zeitweise glatter und praller aussehen. Doch mit dem neuen Botox-Gel soll der Wunsch nach ewig praller Haut nun möglich sein.

Was ist eigentlich eine Botox-Creme?

Gleich eins vorweg: Der Begriff "Botox-Creme" ist unglücklich gewählt. Denn die meisten Inhaltsstoffe in der Botox-Creme haben nur entfernt etwas mit Botulinumtoxin (kurz: Botox) zu tun. Stattdessen enthält aber Botox-Gel den Wirkstoff Argireline. Das sind Peptide, die kurzzeitig die Gesichtsmuskulatur entspannen und "lähmen" und so ein ähnlich faltenglättendes Ergebnis erzielen wie Botox.

Argireline hat einen ähnlichen Effekt wie das Nervengift Botox. Viele glauben daher auch, dass durch einfaches Auftragen der Botox-Creme oder -Gel ein vergleichbares Ergebnis erzielt wird wie bei einer Faltenunterspritzung beim Schönheitschirurgen. Doch hier liegt der große Unterschied: Während Botox durch einen Experten in die tiefere Hautschicht injiziert wird, wird das Botox-Gel äußerlich aufgetragen und kann somit "nur" oberflächlich wirken. Denn laut Arzneimittelgesetz ist bei kosmetischen Mitteln keine Tiefenwirkung erlaubt. Daher kann selbst das Wundermittel Botox-Gel schon bestehende, tiefere Falten nicht verschwinden lassen. Sie kann aber neue Faltenbildung aufhalten und kleinere Fältchen glätten. ​

​Viele Hersteller bieten auch Botox-Gel und -Creme mit Bienen- oder Schlangen-Gift an. Doch beim Kauf solcher Produkte sollte man vorsichtig sein! Das Ganze ist nicht richtig erforscht und kann Allergien hervorrufen.

Bio-Botox-Creme als Alternative

Wer auf eine Bio-Variante setzen möchte, hat sicherlich von den neuen Bio-Botox-Gelen gehört. Sowohl die First Lady Michelle Obama als auch Herzogin Kate sind angeblich große Fans dieser Cremes. Statt Chemie setzt man hier auf ein natürliches Mittel wie z.B. den Inhaltsstoff Spilanthol - ein Lokalanästhetikum aus dem Extrakt der Pflanze Acmella Oleracea. Dieser Wirkstoff reduziert die Muskelkontraktion und entspannt die Gesichtszüge. Zusätzlich enthalten solche Bio-Botox-Cremes feuchtigkeitsversorgende Extrakte und Hyaluron.

Wie wird Botox-Creme angewendet?

Das Gel sollte vor der Tages- oder Nachtpflege aufgetragen werden. Wichtig: Bevor ihr dann mit eurer gewohnten Pflege weitermacht, solltet ihr das Gel 1-2 Minuten einwirken lassen. Das Botox-Gel fühlt sich angenehm kühl auf der Haut an. Die Betäubung selber spürt man nicht - nur ein leichtes Kribbeln, was aber nicht unangenehm ist. Die Haut ist nach einer Stunde zart und fühlt sich angenehm weich an.

von Ga-Young Park

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