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Mega-Trend 'Cleansing Reduction': Ist es wirklich besser, sich nicht zu waschen?

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 18. März 2015
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Weniger ist mehr - zumindest in Sachen Duschen scheint das nun die neue Beauty-Regel zu sein. Die Wasch-Bewegung 'Cleansing Reduction' ist in den USA und Großbritannien bereits gang und gäbe und auch hier in Deutschland wird das Thema immer öfter diskutiert. Wir haben uns diesen Trend genauer angeschaut.

Was ist 'Cleansing Reduction'?

Der neue Beauty-Trend lautet: Weniger waschen! Anhänger der 'Cleansing Reduction' behaupten, dass übermäßige Hygiene den natürlichen Schutzmantel der Haut zerstört und die Haare unnötig austrocknet. Zudem sollten die 'guten' Bakterien, die hilfreich gegen Krankheitserreger sind, nicht abgespült werden. In England und den USA ist der neue Trend bereits eine richtige Beauty-Bewegung und so verzichten viele auf eine tägliche Dusche.

Wie oft soll man laut 'Cleansing Reduction' duschen?

Hat man sich bisher regelrecht einem Waschzwang unterworfen, empfiehlt Cleansing Reduction' sich maximal zweimal pro Woche zu duschen - das gilt auch für die Haare. Denn Tenside im Shampoo lösen nicht nur das Fett aus den Haaren, sondern auch von der Kopfhaut. Um dieses Defizit auszugleichen, produziert die Kopfhaut wiederum neues Fett. Wäscht man sich die Haare nur zweimal pro Woche, fetten die Haare nicht mehr so stark nach - das behaupten zumindest die Anhänger des 'Cleansing Reduction'.

Wichtig: Die neue Waschregel bedeutet aber nicht, dass man nach einem Zwei-Stunden-Workout oder im Sommer bei 35 Grad auf das Duschen verzichten soll. Schmutz muss natürlich abgeduscht werden. Auch die Hände sollte man weiterhin regelmäßig waschen. Auch vor einem kompletten Shampooverzicht warnen die Hautärzte, da der Talg ansonsten die Poren verstopft und Schuppen verschlimmert. Optimal ist, die Haare zwei- bis dreimal pro Woche mit mildem Shampoo zu waschen.

Wie kann man 'Cleansing Reduction' in den Alltag integrieren?

Schließt man sich der neuen Beauty-Bewegung an, kann der Anfang erstmal recht unangenehm sein. Da Haut und Haare einen gewissen 'Wasch-Rhythmus' gewöhnt sind, werden sie stark auf die Wasch-Reduzierung reagieren. Unreinheiten, schuppige Haut und fettige Haare sind oft Begleiterscheinungen. Für die Übergangszeit wird empfohlen, Deodorants, Parfüms und Trockenshampoo zu benutzen. Doch Experten machen darauf aufmerksam, dass z. B. Trockenshampoos Rückstände in den Haaren hinterlassen und somit kein Ersatz für eine richtige Haarwäsche sind. Bevor ihr euch unwohl fühlt, greift lieber zum Shampoo und legt nur am Wochenende eine Wasche-Pause ein.

Bei empfindlicher Haut wird dazu geraten, Duschöle statt Seife zu verwenden. Unser Tipp: Duscht mit lauwarmem Wasser und tupft mit dem Handtuch statt zu rubbeln.

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Auch viele Berühmtheiten haben sich bereits der 'Cleansing Reduction'-Bewegung angeschlossen und zeigen sich begeistert. Vor allem Prinz Harry aus dem englischen Königshaus gab zu, seine Haare seit zwei Jahren nicht gewaschen zu haben und sie lediglich mit Trockenshampoo zu behandeln. Welche Stars auch auf die alternative Reinigung setzen, seht ihr hier:

Cleansing Reduction Prinz Harry © Getty Images
von Ga-Young Park