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Brustteppich oder blitzeblank? Das denken Männer über ihr Körperhaar

von Heike Schmidt Veröffentlicht am 5. Mai 2014

Während Sean Connery als James Bond noch Brustfell tragen durfte, ist Daniel Craig in dieser Rolle längst ‚oben ohne‘ unterwegs. Was sagt uns das? Die Zeiten, als die meisten Frauen beim Anblick üppig wuchernden Brusthaars in Verzückung gerieten, sind definitiv vorbei. Auch vor Achseln oder dem Intimbereich macht der Trend zur glatten Haut nicht halt. Doch was denken Männer eigentlich über ihr Körperhaar? Das haben jetzt Studien herausgefunden ...

Der behaarte Männerkörper: ein Auslaufmodell?

Ach, wie die Zeiten sich doch ändern: Noch vor 20 Jahren mussten nur wir Frauen die letzten Reste unseres urzeitlichen Körperfells entfernen. Heute versuchen auch viele Männer, dem Testosteron-bedingten Wildwuchs an Beinen, Armen, Rücken oder Brust Einhalt zu gebieten. Sie stutzen, rasieren und waxen, was das Zeug hält. Ein universeller Trend zum haarlosen Männerkörper wurde daraus dennoch nicht, denn schließlich legte gleichzeitig der Vollbart einen sensationellen Aufstieg zur 'Trend-(Gesichts-)Frisur' hin.

Doch Bart hin oder her: Die behaarte Brust gilt heute eher als Makel, denn als Männlichkeitssymbol. Aber warum eigentlich? Alles nur Trend oder logische Folge des allgemeinen Körperkults? Wer wissen will, was Männer selbst zu diesem Thema denken, sollte einen Blick auf die Ergebnisse einer Studie werfen, die die Waxing-Kette Senzera, einer der größten Spezialisten für Körperhaar-Entfernung in Deutschland, unter männlichen Kunden durchführte.

Mit der Brust fing alles an ...

Mit dem epilierten, männlichen Oberkörper begann der Wandel dessen, was bei Männern als "schön" gilt. Früher verzweifelten Männer schier, wenn nur wenige Haare ihre Brust zierten. Schließlich galt es als urmännlich, wenn das Haar üppig aus dem Hemdkragen quoll. Heute sehen das viele Männer anders. Auch 38 % der Umfrageteilnehmer gaben an, eine glatte Brust viel ästhetischer zu finden.

Vorbei sind wohl die Zeiten, als pubertierende Jungs sehnsüchtig darauf warteten, dass sich endlich ein Flaum auf der Hühnerbrust bildete. Schließlich war das das Zeichen dafür, dass man auf dem besten Weg war, ein Mann zu werden. Heute gilt die spärliche Behaarung eines prä-pubertären Männerkörpers als chic, sprich: Bitte keine Behaarung dort, wo's bei Teenie-Jungs zu sprießen beginnt. Konsequenterweise gilt auch eine behaarte Achsel bei Männern als im wahrsten Sinne des Wortes als anrüchig. 66% der befragten Männer fordern: "Achselhaare müssen weg!" Nur noch magere 13 % finden: "Das gehört zu Männern 'dazu' ".

Bedrohte Minderheit: Promi-Männer mit Brusthaar

Matthew McConaughey © Getty Images

Fast 60 Prozent der Befragten gaben an, ihr Körperhaar das ganze Jahr über entfernen zu lassen - nicht nur im Sommer. Es wird also einiges an Zeit und Geld investiert, um Intimbereich, Brust oder Rücken von störenden Haaren zu befreien. Als Opfer eines Trends fühlen sich diese Männer aber nicht. Die Mehrheit der Befragten gibt "ästhetische" Gründe für die Prozedur an. Immerhin gut ein Drittel der Männer lässt aus reiner Bequemlichkeit im Salon waxen, schließlich ist es bequemer als zuhause selbst zu rasieren. Hygienische Gründe oder die Wünsche der Partnerin bzw. des Partners spielen als Motiv kaum eine Rolle. Unglaublich, aber wahr: 36 % der Befragten würden sogar ihr letztes Geld in ein Waxing investieren, statt in einen Kasten Bier!

Auch untenrum ist blank besser

Auch die Intimzone hat der Trend zum Kahlschlag längst erfasst. Es gilt: Nur glatt ist gut - zumindest für die Mehrheit der Befragten (51 %). "Um mich wohlzufühlen, achte ich darauf, dass ich untenrum jederzeit gut vorbereitet bin" - dieser Aussagen stimmten außerdem ganze 47 Prozent zu. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt - nach dem Motto: "Auf gestutzter Wiese ist auch der Zwerg ein Riese." 32 % der Männern tolerieren immerhin etwas Haar in der Intimzone und gaben in der Umfrage an, dass sie es untenrum "gut gestutzt" am liebsten hätten. Nur mickrige 4 % lassen dort der Natur freien Lauf.

Wie wichtig die Intimbehaarung mittlerweile für das Sexleben ist, zeigt folgende Aussage: "Ich erwarte, von meiner Partnerin/meinem Partner, dass die Intimbehaarung immer meinen Wünschen entspricht, sonst verliere ich die Lust" - das sagt immerhin jeder dritte Befragte von sich. Heißt das etwa, dass die An- oder Abwesenheit von Schamhaar darüber entscheidet, ob im Bett etwas läuft oder nicht? Sieht fast so aus.

Dass der Trend zum Mann als haarfreie Zone sich wieder umkehren wird, halten die befragten Männer übrigens für sehr unwahrscheinlich. Nur 5 % der Umfrageteilnehmer glauben, dass Mann bald wieder überall gern volles Haar trägt. Jeder Fünfte ist eher davon überzeugt, dass Männer in Zukunft eher 'waxen, als wachsen' lassen werden.

von Heike Schmidt

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