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Bestechend schön: Das sind die neuen Tattoo-Trends

von Kathrin Stangl Erstellt am 16. September 2014

Tattoos sind Trend. Der Körperschmuck ist heute unter Freaks wie Fashionistas die ultimative Ausdrucksform des individuellen Stils. Und die Kreativen der Tattoo-Szene liefern immer neue Möglichkeiten und Motive, um die Haut in ein Kunstwerk zu verwandeln. Wir stellen die neuesten Trends und Techniken in Sachen Tattoo vor. Das Beste: Nicht alle gehen unter die Haut!

Jeder fünfte junge Erwachsene hat ein Tattoo. Der Körperschmuck ist also längst Mainstream geworden. Kein Wunder, dass man mit Sternchen, Tribals oder chinesischen Schriftzeichen dem Tätowierer seines Vertrauens heute nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen kann.

Wie jede andere Branche, bringt nämlich auch die Tattoo-Szene immer wieder neue Trends hervor. Das können bestimmte Motive sein, aber auch neue, bis dato unbekannte Techniken, mit denen man den eigenen Körper noch individueller, noch ausgefallener verzieren kann. Die neuesten Tattoo-Trends heißen 'White Ink', 'Flash Tattoos' oder sind 3D-Motive. Noch nie davon gehört? Dann wird es allerhöchste Zeit!

White Ink

Schwarze und bunte Tattoos waren gestern, jetzt ist White Ink angesagt! Bei dieser Tätowier-Technik werden nur die Konturen, die sogenannten 'Outlines', mit weißer Farbe gestochen. Das Ergebnis: ein dezentes und filigranes Tattoo, bei dem man ganz genau hinsehen muss, um es zu erkennen. Topmodels wie Bar Refaeli oder Cara Delevingne lieben diesen neuen Trend!

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Aber warum braucht man überhaupt ein Tattoo, wenn man es gar nicht richtig sieht? Gerade für Leute, die sich aufgrund von Karriere und Job nicht zu auffällig stechen lassen wollen, ist die White-Ink-Methode die optimale Alternative. Die Schriftzüge und Bilder lassen sich wesentlich leichter überschminken als schwarze oder bunte Tätowierungen. Für richtige Tattoo-Fans hat diese Methode aber einen großen Nachteil: Die Tinte ist vergänglich. Wer lange etwas von seiner White-Ink-Tätowierung haben möchte, muss sie immer wieder nachstechen lassen.

Auf der anderen Seite: Wenn man sich irgendwann daran satt gesehen hat, lässt man das Tattoo einfach nach und nach verblassen - bis höchstens noch eine kleine Narbe bleibt. In jedem Fall gilt: Wer sich für White-Ink entscheidet, sollte sich die weißen Konturen nur bei einem Experten für diese Technik stechen lassen. Die Farbe muss ganz genau in die richtige Hautschicht gespritzt werden, sonst sieht das Kunstwerk später gelblich und gar nicht mehr schön aus.

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Aquarell-Tattoos

Feine, kaum erkennbare Tattoos sind nicht jedermanns Sache. Wer stattdessen gerne die Blicke auf sich zieht, für den ist vielleicht der Aquarell-Trend das Richtige. Hier ein Klecks, dort ein paar Spritzer, ein nach unten laufender Farbtropfen, wässrig-helle Farben: Bei dieser Technik verzichtet man auf schwarze Konturen und deckende Farben. Das Motiv wirkt, als hätte man es gerade mit dem Pinsel und ein paar Wasserfarben aufgetragen.

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Doch der Schein trügt! Was aussieht, als könnte man es im nächsten Moment problemlos wieder abwaschen, geht genauso unter die Haut und ist für die Ewigkeit. Tätowierer, die sich auf Wasserfarben-Tattoos spezialisiert haben, lassen sich oft von der Bildenden Kunst inspirieren. Expressionistische Elemente, weiche Schwünge und bunte Farben sind charakteristisch für die Aquarell-Tattoos.

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Flash-Tattoos

Weniger bunt, dafür aber viel glamouröser sind Flash-Tattoos. Filigrane Armbänder, Goldketten und Ringe: Was aussieht wie feinster Gold- und Silberschmuck ist in Wirklichkeit nur aufgeklebt.

Flash-Tattoos halten rund vier bis sechs Tage und sind somit die perfekte Lösung für alle, die ihren Körper nur vorübergehend verschönern wollen. Einfach Tattoo zurechtschneiden, auf die gewünschte Hautpartie aufdrücken und mit einem feuchten Schwamm oder Tuch knapp 30 Sekunden auf die Haut drücken. Folie abziehen, zehn Minuten trocknen lassen und fertig ist das glitzernde Flash-Tattoo!

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Die Trendaccessoires gibt es in vielen unterschiedlichen Formen, als Kettchen, Palmen, Schriftzüge oder Blütenblätter. Ganz billig ist das Gold zum Aufkleben allerdings nicht: Ungefähr 29 Euro kostet ein Set aus vier Folien. Und für alle, die es noch ein wenig luxuriöser mögen, gibt es die Fake-Tattoos sogar aus echtem Gold und Silber!

Dekadenz oder Glamour? Das muss jeder selbst entscheiden! Natürlich sind die hochkarätigen Fake-Tattoos ein toller Hingucker, doch der Klebeschmuck aus echtem Gold hält ebenfalls nur für einige Tage. Anschließend wäscht man das teure Edelmetall einfach wieder ab. Und ob man den Unterschied wirklich sieht, ist fraglich.

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3D-Tattoos

Den Unterschied zwischen normalen Tätowierungen und 3D-Tattoos sieht man hingegen auf jeden Fall! Mit kleinen Tricks lassen sich gewöhnliche Motive wie ein Schmetterling mächtig aufpimpen: Ein paar Schattierungen hier, ein paar weiße Highlights dort und fertig ist das 3D-Tattoo, sprich: Ein Schmetterling, der täuschend echt aussieht.

Naja, ganz so einfach ist es nicht! Viele kleine Details und sehr feine Farbverläufe sind nötig, damit am Ende ein dreidimensionaler Eindruck entsteht. Doch wenn der Tätowierer die Technik beherrscht, sieht es so aus, als würde der Schmetterling auf der Schulter jeden Moment losfliegen. Die perfekte optische Täuschung!

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Damit der 3D-Effekt lange hält, sollte man aber unbedingt einiges beachten: Kein Chlorwasser, keine direkte Sonneneinstrahlung und immer schön eincremen! Realistisch sehen die Bilder nämlich nur so lange aus, wie auch die feinen Farbverläufe und Schattierungen gut zu erkennen sind. Und die verschwinden mit der Zeit, wenn man sie nicht richtig pflegt.

Aber ganz egal ob 3D-Tattoos, klassische Motive, weiße Farbe oder pastellige Aquarell-Bilder, eines sollte man sich vorher immer ganz genau überlegen: Will ich diese Tätowierung wirklich haben? Und kann ich mir vorstellen, als 80-Jährige aufzuwachen und das Motiv gefällt mir immer noch? Wenn nicht, dann sind Fake-Tattoos und Henna-Malereien vielleicht doch die bessere Wahl. Die sind nämlich völlig unbedenklich, brauchen nicht viel Pflege und lassen sich problemlos wieder abwaschen, wenn man genug davon hat.