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Enzympeeling im Test: Wie gut ist die sanfte Peeling-Alternative?

von Sophia Karlsson Erstellt am 23. Februar 2021
Enzympeeling im Test: Wie gut ist die sanfte Peeling-Alternative?© Getty Images

Nicht jedes Peeling bedeutet aggressives Rubbeln auf der Haut: Enzympeelings sollen besonders sanft für ein ebenmäßiges Hautbild sorgen. Wir haben drei verschiedene Produkte für euch getestet.

Schluss mit trockenen Hautschüppchen und einem fahlen Teint: Peelings befreien die Haut von abgestorbenen Zellen, reinigen die Poren und regen obendrein noch die Durchblutung an. Doch die grobkörnigen Texturen und scharfen Schleifpartikeln eignen sich nicht für jeden Hauttyp.

Die optimale Alternative zum klassischen Scrub sollen Enzympeelings sein. Auch sie verfeinern das Hautbild, gehen dabei allerdings sehr viel schonender vor, da sie keine Peeling-Körner enthalten, die empfindliche Haut irritieren können. Du fragst dich, ob ein Enzympeeling auch etwas für dich ist? Wir klären auf, verraten wie ein Enzympeeling funktioniert und welche Produkte uns überzeugen konnten.

Enzympeeling: So funktioniert die sanfte Peeling-Methode

Auf den ersten Blick hat ein Enzympeeling nur sehr wenig mit einem herkömmlichen Scrub-Peeling gemein. Der Effekt auf die Haut ist allerdings sehr ähnlich. Beide Produkte lösen alte Hautzellen und aktivieren die Zellerneuerung, sodass das Hautbild nach der Anwendung gleichmäßiger und rosiger erscheint.

Herkömmliche Peelings enthalten winzige Partikel, zum Beispiel aus zermahlenen Aprikosenkernen oder Nussschalen, häufig aber auch aus Mikroplastik. Durch die Reibung auf der Haut löst die körnige Peeling-Paste Schüppchen und trockene Stellen – allerdings nur sehr oberflächlich. Zudem kann es passieren, dass die Haut durch die groben Körnchen verletzt wird.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Scrub-Peeling funktioniert ein Enzympeeling ohne körnige Textur. Stattdessen kommen Enzyme zum Einsatz, die auf die Zellverbindungen unserer Haut einwirken und abgestorbene Schüppchen lösen. Mechanisches Rubbeln auf der Haut ist bei dieser Anwendung also nicht nötig. Daher gelten enzymatische Peelings als besonders hautschonend und eignen sich deshalb gut für die Sensibelchen unter den Hauttypen.

Im Video: 4 Pflege-Musthaves für tolle Haut

Video von Aischa Butt

Enzympeeling im Test: Diese Produkte haben uns überzeugt

Auch du spielst mit dem Gedanken, dir ein Enzympeeling zu kaufen? Dann lies hier weiter: Wir haben verschiedene Enzympeelings getestet und stellen dir hier unsere drei Favoriten vor.

Im Test: Enzympeeling von Dr. Susanne von Schmiedeberg

Preis: ca. 49 Euro

Anwendung:
Das Enzympeeling von Dr. Susanne von Schmiedeberg ist ein fein körniges Pulver, das mit lauwarmem Wasser zwischen den Handflächen angemischt und anschließend auf die gereinigte Haut im Gesicht massiert wird. Die Anwendung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch schon bald hat man den Dreh heraus, wie viel Pulver und Wasser die optimale Mischung ergeben. Die feinen Körner sind kaum bis gar nicht zu spüren, die Textur fühlt sich insgesamt sehr sanft an. Anschließend wird die Peeling-Paste mit Wasser abgespült.

Unser Fazit:
Wir haben das Produkt bei normaler Haut getestet und haben es sehr gut vertragen. Die Haut hat sich nach der Anwendung mit dem Peeling besonders rein und deutlich geschmeidiger angefühlt als zuvor. Hautschüppchen und auch überschüssiges Hautfett wurden gut entfernt. Ein weiterer Pluspunkt: Das Enzympeeling ist frei von Konservierungsstoffen, Parabenen, Paraffinen, Parfüm und Mikroplastik. Punktabzug gibt es dagegen für die sehr kleine Öffnung des Tiegels, durch die sich das Puder etwas schlecht entnehmen lässt.

Hier findest du das Enzympeeling von Dr. Susanne von Schmiedeberg bei Douglas zum Nachshoppen*

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Im Test: Enzympeeling von Annemarie Börlind

Preis: ca. 25 Euro

Anwendung:
Auch das Enzympeeling von Annemarie Börlind ist in Pulver-Form und wird mit lauwarmem Wasser auf den Handflächen angemischt. Es ist sehr ergiebig, sodass es sparsam angewendet werden kann. Für einen besonders intensiven Reinigungseffekt kann man das Peeling nach dem Einmassieren auf die Haut noch für ca. eine Minute einwirken lassen und anschließend gründlich mit Wasser abspülen.

Unser Fazit:
Wir haben das Produkt bei trockener Haut und bei Mischhaut getestet. Das Peeling ist bei beiden Hauttypen gut verträglich. Für trockene Haut solltest du es jedoch nicht häufiger als einmal pro Woche verwenden. Nach der Anwendung fühlt sich die Haut top gereinigt, erfrischt und spürbar glatter an. Besonders toll: Das Enzympeeling enthält bio-zertifizierte Aloe Vera, welche die Haut zusätzlich mit Aminosäuren, Vitaminen und Mineralien versorgen soll.

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Im Test: Enzympeeling von B.E. Routine

Preis: ca. 1 Euro für eine Anwendung

Anwendung:
Das Enzympeeling-Pulver von B.E. Routine ist für eine einmalige Anwendung. Es enthält sehr feine Peelingkörner aus Vulkanstein und wird ebenfalls mit Wasser in den Handflächen zu einer Paste angemischt. Die Peeling-Mischung wird für ca. 1-2 Minuten auf die Haut im gesamten Gesicht einmassiert und anschließend gründlich mit Wasser abgespült.

Unser Fazit:
Wir haben das Enzympeeling-Pulver bei Mischhaut getestet und sehr gut vertragen. Besonders überzeugt hat uns der tolle Reinigungseffekt: Die Haut hat sich nach der Anwendung viel ebenmäßiger und super zart angefühlt. Der Teint erscheint frisch und rosig. Die Einmal-Packung ist sehr großzügig und könnte auch für zwei Personen bzw. zwei Anwendungen ausreichen. Alles in allem: Ein gutes Drogerie-Produkt, das wir absolut weiter empfehlen können.

Kaufen kannst du das Enzympeeling von B.E. Routine im dm-Drogeriemarkt.

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Etwas Wichtiges zum Schluss: Hautpflege ist immer sehr individuell. Ob die von uns beschriebenen Tipps oder vorgestellten Produkte für dich funktionieren, kannst nur du selbst beurteilen. Wenn du eine sehr sensible Haut hast, die zu Irritationen neigt, kann es ratsam sein, einen Hautspezialisten aufzusuchen. So findest du garantiert die Pflege, die zu den Bedürfnissen deiner Haut passt.

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