Home / Fashion & Beauty / Make-up & Pflege / ​Glatte Haut dank Hyaluronsäure? Das steckt hinter dem Wundermittel

© Getty Images
Fashion & Beauty

​Glatte Haut dank Hyaluronsäure? Das steckt hinter dem Wundermittel

von Sophia Karlsson Veröffentlicht am 6. Februar 2019

Du denkst darüber nach, dir eine Gesichtscreme mit Hyaluronsäure zuzulegen? Hier erfährst du, was der Inhaltsstoff für pralle Haut wirklich kann.

Hyaluronsäure ist schon lange als effektive Beauty-Substanz bekannt. Mittlerweile hat sie Anti-Falten-Klassikern wie Kollagen längst den Rang abgelaufen. Vor allem, weil sich Hyaluronsäure durch eine Vielzahl unschlagbarer Vorteile auszeichnet. Wir verraten dir, was du über das Anti-Aging-Wundermittel wissen musst.

Was ist Hyaluronsäure eigentlich?

Hyaluronsäure ist eine Substanz, die von Natur aus im Körper vorkommt - zu einem großen Teil in der Haut, wo sie (gemeinsam mit anderen Stoffen) die Hohlräume zwischen den unterschiedlichen Gewebefasern auffüllt. Ihre Besonderheit: Hyaluronmoleküle können das 6.000-Fache ihres Volumens langanhaltend an Wasser binden. Mit dieser Eigenschaft machen sie unser Binde- und Knorpelgewebe elastisch und dehnbar.

Allerdings nimmt der Anteil von Hyaluronsäure im Körper mit zunehmendem Alter ab. Mit 50 Jahren besitzen wir nur noch die Hälfte unserer anfänglichen Hyaluronsäure-Reserven. Stress, Nikotin, UV-Strahlen und freie Radikale können den Abbau des körpereigenen Hyalurons beschleunigen. Die Folge: Unsere Haut büßt langsam aber sicher Feuchtigkeit, Straffheit und Elastizität ein und es entstehen Falten.

Wie wirkt Hyaluronsäure in Cremes?

Die Beauty-Industrie hat Hyaluronsäure natürlich längst als Wunderwaffe gegen Falten und feuchtigkeitsarme Haut für sich entdeckt. In Verbindung mit Wasser bildet Hyaluronsäure ein elastisches Gel. Auf der Haut hinterlässt das Gel einen transparenten, wasserbindenden Film, der verhindert zum einen, dass Feuchtigkeit aus der Haut verdampft – ein häufiges Problem bei Menschen mit trockener, gereizter Haut. Zum anderen wird durch die Hyaluronsäure die Hautfeuchtigkeit erhöht.

Toll ist ihre zusätzliche, hautglättende Wirkung. Hyaluronsäure verbindet sich nämlich mit dem Keratin in der Haut, sodass beim Verdunsten des Wassers eine leichte Spannung auf ihrer Oberfläche entsteht. Die Haut wirkt gestrafft, kleine Fältchen werden unauffälliger.

Ein weiterer Pluspunkt: Weil Hyaluronsäure im Körper auf natürliche Weise vorkommt (und nichts anderes ist, als eine Kette von Zuckermolekülen), ist sie als Zusatz von Beauty-Produkten optimal hautverträglich.

Hyaluronsäure zum Einnehmen

Du neigst zu besonders trockener Haut? Dann kannst du den Effekt von Hyaluronsäure zusätzlich mit Kapseln oder Tabletten zum Einnehmen verstärken.

Viele dieser Nahrungsergänzungsmittel enthalten neben der hochdosierten Hyaluronsäure noch weitere Inhaltsstoffe, die sich positiv auf Haut, Haare und Nägel auswirken sollen, wie zum Beispiel Biotin, Zink und Vitamin C.

Hyaluronsäure als Filler

Hyaluronsäure kann auch als Filler, also vom Profi per Spritze in die Haut injiziert werden. Bei leichten Fältchen erfolgt die Injektion oberflächlicher, bei tieferen Falten wird das Gel in tieferliegende Hautschichten gespritzt. Der Filler füllt die Hautvertiefung auf und hebt das darüber liegende Gewebe an. Nach der Injektion verteilt der Arzt die Hyaluronsäure durch eine Massage gleichmäßig und gezielt in der Dermis der behandelten Gesichtspartie.

Diese Behandlungen sind recht kostspielig (ab 250 Euro aufwärts) und müssen jedes halbe Jahr wiederholt werden.

Übrigens: Hyaluronsäurefiller werden außerdem eingesetzt, um Lippen zu vergrößern oder zu konturieren. Auch die Kinn- und Wangenpartie sowie die Gesichtskonturen kann der Beauty-Doc mit Hyaluronsäure verändern.

Noch mehr Tipps für schöne Haut findest du hier:

Anti-Aging Secrets: 6 Gewohnheiten von Frauen mit toller Haut

Feuchtigkeits-Boost: So haltet ihr eure Haut jung, frisch und strahlend

Anti-Aging: So bleibt eure Haut lange glatt und geschmeidig

von Sophia Karlsson