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Männer und ihr Bad! Was Zahnbürste und Co. über IHN verraten

von Heike Schmidt Veröffentlicht am 5. September 2014
© Thinkstock

Zeig mir dein Bad und ich sag dir, wer du bist! Okay, das ist ziemlich überzogen, aber es gibt tatsächlich Belege dafür, dass das Bad viel über seinen Benutzer aussagt. Was es über einen Mann verrät und vor allem über seine Qualitäten als Partner, haben wir uns gemeinsam mit einem Paartherapeuten und Nivea MEN mal genauer angesehen.

Frau trifft Mann: Der erste Eindruck zählt!

Bevor wir zum Thema Männer und ihr Bad vorstoßen, müssen wir erst ein wenig ausholen. Schließlich ist das Bad nur ein kleiner Teil im großen Puzzle Mann-Frau-Beziehung. Doch dass auch Details eine große Rolle spielen, wenn es darum geht einen Menschen kennenzulernen, weiß jeder, der schon mal ein erstes Date hatte. Er trägt Socken mit Homer-Simpson-Motiv? Au weia, ein Spät-Pubertierender. Sie hat 'Last Christmas' als Handy-Klingelton? Hilfe, ein 80er-Jahre-Kitsch-Fan!

Wer die erste Hürde auf dem Weg zum Traumpaar genommen hat, dem steht der nächste ultimative Test bevor: die Wohnung des anderen! Paartherapeut Henning Matthaei weiß, worauf es hier ankommt:

"Wichtig ist, dass man der Wohnung ansieht, dass hier ein Mensch wohnt. Ein Mensch, der Vorlieben, einen bestimmten Geschmack und eine eigene Art hat, Dinge zu ordnen oder eben nicht." Die Wohnung muss, ja sollte also nicht aussehen wie aus dem Katalog. Das gilt auch für das Badezimmer. Freistehende Badewanne und beheizbare Handtuchhalter sind schön, müssen aber nicht sein.

Grundsätzlich lässt sich der erste Eindruck optimieren, wenn man folgendes beachtet: "Besonders stark wirken Sinneseindrücke, in denen wir am meisten geschult sind, wie das Sehen oder Riechen." Eine Nasszelle, die schmutzig ist und wo es auch noch müffelt, macht natürlich keinen guten Eindruck auf die Auserwählte. Ein absolutes Muss ist bei Frauen in Sachen Bad nämlich die Sauberkeit. Rund 60 Prozent der Teilnehmerinnen einer redaktionsinternen Umfrage gaben an: "Wenn ich bei anderen zu Besuch bin, erwarte ich ein sauberes Bad", relativieren allerdings: egal, ob bei Mann oder Frau.

No-gos und Hingucker im Männer-Bad

Erst recht spielt in der Phase des gegenseitigen Anbandelns die Sauberkeit in Dusche und WC eine Rolle, schließlich liegt der Schluss nahe: Wer im Bad Wert auf Sauberkeit legt, achtet auch auf gute Körperhygiene. Dreckige Handtücher und eine abgenutzte Zahnbürste hält die große Mehrheit der befragten Frauen (79 Prozent) darum für ein No-go. Absoluter Spitzenreiter in den Ekel-Charts: Bartstoppeln und Körperhaare im Männerbad (81 Prozent)! Die signalisieren nämlich auch: Dem muss ich später die ganze Zeit hinterherputzen! Außerdem nicht gern gesehen: sichtbar platzierte Cremes gegen Fußpilz oder Hämorrhoiden sowie Macho-Parfüms ('Hot Body') aus dem Drogeriemarkt.

Es ist also keine schlechte Idee, mal durchzuputzen und verräterische Kosmetik oder Medizin zu verstecken, bevor die Traumfrau anrückt. Totales Verstellen bringt aber auch nix - wer ein chaotischer Typ mit Putz-Allergie ist, sollte mit einem blitzblanken Bad und gebügelten Handtüchern keine falschen Tatsachen vortäuschen. "Geben Sie sich, wie Sie sind - aber zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite", rät Matthaei. Und das ist gar nicht so schwer, wie es klingt:


Denn: Die Mehrheit der Frauen in unserer Umfrage lässt sich schon von Details positiv beeindrucken: Es reicht in Päckchen Zahnseide hier, eine Fußreibe gegen Hornhaut da oder "schicke Details wie eine Regendusche oder Elemente aus Holz" und ein paar gute, sprich flauschig-dicke Handtücher, um uns Frauen zu verzaubern. Das ist doch gar nicht so schwer umzusetzen, oder? Besonders gut finden Frauen die Kombination von sauberem Bad und Pflegeprodukten, weil sie die Botschaft sendet: "Der Typ achtet auf sich, riecht wahrscheinlich auch am Abend noch gut und ich muss später nicht hinter ihm herräumen." Ein echter Wohlfühlfaktor im Bad - den viele Männer häufig unterschätzen - ist auch hochwertiges Toilettenpapier (z.B. „Das Verwöhnsichere“ Tempel der Sinne von Zewa Soft) oder duftende Handseife in einem hübschen Spender (z.B. 'Honey & Oil' von Nivea).

Toilettenpapier von Zewa Soft © „Das Verwöhnsichere“ Tempel der Sinne mit Lotusduft

Fazit: Das Bad sagt viel über seinen Benutzer aus, doch längst nicht alles. Ein Bad ist ein Bad und kein Ort für Psychoanalysen, findet jedenfalls die Mehrheit der von uns befragten Frauen. Auch Paartherapeut Matthaei warnt davor, zu viel in Details hineinzuinterpretieren: "Erste Eindrücke können auch täuschen. Wir urteilen schnell, dabei hat eine beginnende Beziehung die größten Chance, wenn es beiden Partnern gelingt, möglichst urteilsfrei und offen aufeinander zuzugehen." Ok, dann wollen wir mal ein Auge zudrücken, wenn Zahncremereste und Staubflusen auf dem Regal den ersten Eindruck ein bisschen trüben.

Und gerade beim Thema Körperpflege sind Männer ja durchaus lernfähig. Wie wär's zum Beispiel damit, beim nächsten Besuch ein paar liebevoll ausgewählte Pflegeprodukte unauffällig in seinem Badezimmer zu platzieren? Wir hätten da ein paar Vorschläge:

Pflege-Duschgel von Nivea © Original Care Pflege-Dusche, 1,99 €

Wir danken Nivea MEN und Holger Matthaei für die Unterstützung.

von Heike Schmidt