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Auf den Punkt kommen! Das hilft gegen Pigmentflecken

von Ga-Young Park Veröffentlicht am 11. August 2016
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Wir erklären, was die Flecken auslöst und vor allem: mit welchen Mitteln und Methoden sie sich bekämpfen lassen.

Früher fürchteten Frauen ab 30 in Sachen Haut nichts so sehr wie das Auftreten erster Fältchen. Heute kämpfen viele von uns an mehreren Fronten: Neben den ersten feinen Linien bilden sich in den Gesichtern immer häufiger Pigmentflecken. Auf einmal treten bräunliche, unregelmäßig geformte Flecken an den Schläfen, der Mundpartie oder den Wangen auf.

"Farb"-Zellen geraten außer Kontrolle

Schuld an dem Farbfehler im Teint sind überaktive Zellen in der Haut, die Melanozyten. Als Reaktion auf UV-Licht produzieren sie den Hautfarbstoff Melanin, der die Haut vor den schädlichen Strahlen schützt. Äußerlich sorgen sie dafür, dass wir braun werden. Normalerweise versehen sie ihren Dienst kontrolliert und zuverlässig. Das Ergebnis: Wir werden gleichmäßig braun. Doch gewisse Faktoren können einzelne Melanozyten aus dem Gleichgewicht bringen und zur Überproduktion anregen: zu viel UV-Strahlung über Jahre hinweg, Hormonpräparate oder Hormonschwankungen und bestimmte Medikamente zum Beispiel. Das sichtbare Ergebnis: Pigmentflecken.

Kosmetische Methoden gegen die Flecken

Wer einmal mit Pigmentflecken geschlagen ist, wünscht sich nur noch eines: Die dunkleren Stellen sollen schnell wieder so aussehen wie die benachbarte Haut. Mittel und Methoden gegen Pigmentflecken dürfen also nicht übers Ziel hinausschießen und das umliegende, normal pigmentierte Areal aufhellen oder reizen. Brightening-Cremes (von engl. bright: hell) versprechen diesen zielgerichteten Effekt. Sie setzen dort an, wo die Ursache der Pigmentstörung liegt: Bei der Überreaktion der Melanozyten.

Hydrochinon galt lange Zeit als einzig wirksamer Hemmer für die Melanin-Überproduktion. Es blockiert das Enzym, mit dessen Hilfe in der Hautzelle Melanin produziert wird. Klingt toll, doch der Einsatz der Substanz auf der Haut ist äußerst bedenklich. Aber Vorsicht! Die Substanz kann die Haut nachhaltig schädigen und steht immer wieder im Verdacht, Krebs auszulösen. Hydrochinon-haltige Cremes sind - auf Rezept - erhältlich. Doch ihre Verwendung sollte aber unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden!

Ein weiteres Mittel, das gerne zur Bekämpfung von die dunklen Flecken genommen wird, sind die mit Hilfe eines Pilzes gewonnene Koji-Säure. Auch sie hemmt die Bildung von Melanin in der Zelle. Sie bleicht äußerst effektiv und ist darum bei Frauen in Asien, wo ein Schneewittchen-Teint als attraktiv gilt, sehr beliebt. Dennoch steht auch sie im Verdacht, die Haut zu schädigen und zu reizen. In der Schweiz ist ihre Verwendung in Kosmetik sogar verboten, in Ländern der EU ist sie umstritten, aber erlaubt.

Mittlerweile gibt es jedoch auch chemische Wirkstoffe, die wesentlich sanfter zur Haut sind: B-Resorcinol verhindert ebenfalls die Bildung von Melanin, indem es ein Schlüsselenzym der Melaninsynthese blockiert. Der Wirkstoff verspricht, in Sachen Hautverträglichkeit und Effektivität zu punkten. Nach vier Wochen soll ein erstes Verblassen der Pigmentflecken, nach drei Monaten eine deutliche Aufhellung sichtbar sein.


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> Garnier Dunkle Flecken Reduzierer, ca. 10 €

Pflanzliche Wirkstoffe

Auch Wirkstoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden, haben sich bei der Reduktion von Pigmentflecken bewährt: Extrakte aus Malve, Pfefferminze, Schlüsselblume, Melisse, Echinacea oder Schafgarbe werden zur Aufhellung eingesetzt und sind gut verträglich.

Vitamin C ist ebenfalls ein bewährtes Mittel gegen Überpigmentierung. An der Oberfläche der Haut sorgt es dafür, dass verfärbte Zellen schneller abgetragen werden. Dringt es tiefer in die Haut ein, hemmt es die Bildung von Melanin. Vitamin C ist außerdem frei von Nebenwirkungen!

Wichtig ist bei allen Wirkstoffen, die die Melaninbildung hemmen: Sichtbare Ergebnisse gibt es frühestens nach vier bis acht Wochen. Solange dauert es, bis durch den natürlichen Regenerationsprozess der Haut die ersten verfärbten Hautzellen abgetragen und neue, normal pigmentierte ihren Platz eingenommen haben. Dann ist ein ausgeprägter Pigmentfleck keinesfalls komplett verschwunden, aber bereits etwas verblasst. Bis eine deutlich sichtbare Aufhellung eintritt, können rund 12 Wochen vergehen. ​​​​

Medizinische Methoden gegen Pigmentflecken

Gegen die dunklen Flecken auf der Haut helfen außer Brightening-Wirkstoffen auch noch Methoden, die die verfärbten Hautzellen an der Oberfläche abtragen und gleichzeitig die Neubildung von Hautzellen anregen.

> Chemische Peelings (z.B. mit Glycolsäure) können das zum Beispiel leisten, allerdings sind für ein sichtbares Ergebnis mehrere Behandlungen bei einem Spezialisten, z.B. einem Hautarzt, erforderlich.

> Ähnlich wirkt die Mikrodermabrasion - eine Methode, bei der die oberste Hautschicht durch eine Bestrahlung mit winzig feinen Kristallen abgetragen wird.

> Als besonders effektive Methode gilt der Laser. Die energiereichen Strahlen zerstören die zu dunklen Pigmente in der Haut, ohne normal gefärbte Areale anzugreifen. Die Lasertherapie eignet sich vor allem für kleinere und dunklere Pigmentflecken.


> Bei der Kryotherapie werden die verfärbten Hautzellen mit flüssigem Stickstoff durch extreme Kälte zerstört.

> Bei der IPL-Methode (‘ intense impulsed light‘) wird den Pigmentflecken an der Oberfläche mit hochenergetischen Lichtblitzen zu Leibe gerückt. Die Lichtenergie wird in den Zellen in Hitze umgewandelt und zerstört sie dadurch. Für sichtbare Erfolge mit IPL sind mehrere Behandlungen nötig.

Auch wenn die medizinischen Methoden wie Laser und Co. gute Erfolgschancen bieten - ohne Risiko sind sie nicht. Beim Laser zum Beispiel können bei falscher Behandlung und mangelhafter Nachsorge Entzündungen und in der Folge Narben entstehen.​

So bleibt ihr langfristig fleckenfrei

Wer Pigmentflecken loswerden will, braucht Ausdauer und Selbstdisziplin: Entscheidend für einen langfristigen Erfolg ist eine durchgehende, tägliche Anwendung der Brightening-Produkte über Wochen bis Monate, die aber haut-schonend und unbedenklich sein sollten. Wenn ihr euch unsicher seid, dann solltet ihr immer einen Hautarzt zu Rate ziehen.

Flankiert werden muss die Behandlung durch einen hohen Sonnenschutz (LSF 50) - und zwar nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über. Überaktiven Melanozyten genügt schon eine geringe Dosis UV-Licht, um sofort wieder übers Ziel hinauszuschießen. Darum sind Pigmentflecken leider eines der hartnäckigsten kosmetischen Probleme überhaupt. Die Rückfallquote ist vor allem bei dunklen Hauttypen hoch. Wer aber konsequent mit hohem Lichtschutz vorbeugt und in Sachen Brightening am Ball bleibt, hat beste Chancen auf einen regelmäßigen Teint. ​

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