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Schminken lernen: So wird man zum Make-up Profi

von Heike Schmidt Veröffentlicht am 27. März 2014

Manche Frauen haben’s einfach drauf: Sie schminken sich perfekte Smokey Eyes, ziehen einen Lidstrich wie mit dem Lineal oder machen Unreinheiten und Augenringe mit ein paar Handgriffen unsichtbar. Doch auch sie wurden nicht als Make-up Profi geboren. Wer schminken lernen will, hat heute viele Möglichkeiten. Wir erklären, wo und wie man zum Make-up Profi wird.

Je perfekter das Make-up, desto besser sehen wir damit aus. Falsch platziertes Rouge oder ein schlecht verblendeter Lidschatten und wir wirken auf andere eher schräg als schön. Aber nicht falsch verstehen: Wer schminken lernen will, sollte auf jeden Fall auch spielerisch an die Sache herangehen, viel ausprobieren und experimentieren. Damit das Ergebnis perfekt wird, hilft es aber enorm, sich Anleitung von Experten zu holen. Und das ist ganz leicht:

> Schminken lernen in einem Workshop:

Viele Visagisten geben in Workshops ihr Experten-Wissen in Sachen Make-up weiter. Zum Beispiel Nicola Weidemann aus Düsseldorf. Ihre Schminkberatung ist eine Mischung aus Theorie und Praxis: "Ich bespreche mit der Kundin als erstes, welche Farben für den jeweiligen Typ in Frage kommen und ob ihr Make-up natürlich oder ausdrucksstark sein soll." Dann wird das Gesicht analysiert, um festzustellen, ob mit Make-up etwa ein zu kantiges Kinn oder Schlupflider optisch korrigiert werden müssen.

Dann geht's an die praktische Umsetzung: "Zunächst schminke ich die eine Gesichtshälfte und erkläre dabei, was ich mache und warum. Dann lasse ich die Kundin die andere Hälfte selbst schminken und helfe dabei." Step by Step entsteht so das Wunsch-Make-up. Die individuelle Einzelberatung (für ein Tages- oder Abend Make-up) dauert etwa eineinhalb Stunden und kostet 69 Euro.

> In der Parfümerie schminken lernen

Viele Make-up Marken wie MAC oder Clinique bieten in großen Parfümerien oder eigenen Stores einen Schminkservice an. Die Visagistin fragt nach den Wünschen der Kundin, schminkt dann aber meist ausschließlich selbst. Anschließend wird das Make-up genau erklärt, damit das Nachschminken zuhause klappt.

Werden anschließend die verwendeten Produkte ganz oder zum Teil gekauft, ist der Schminkunterricht meist kostenlos. Kleiner Nachteil: Manchmal sitzt man während des Schminkens mitten im Getümmel und fühlt sich durch die übrige Kundschaft beobachtet. Einige Beauty-Brands bieten den Service in separaten Räumen an oder führen die Workshops nach Ladenschluss durch.

> Tutorials im Internet und in Zeitschriften

Im Internet wimmelt es nur so von Videos mit Leuten, die einem erklären, wie man bestimmte Looks schminkt oder Makel optisch kaschiert. 'Tutorials' nennt man diese Filme, die von hochprofessionellen Produktionen mit Star-Visagist bis zu DIY-Videos aus dem heimischen Badezimmer reichen. Tutorials von guter Qualität sind auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, um schminken zu lernen, findet Nicola Weidemann. "Man kann dabei gut sehen, wie man mit Produkten umgeht und sich auch Techniken abschauen,“ findet die Visagistin. Sie gibt aber zu bedenken, dass die Tutorials eine individuelle Beratung nicht ersetzen können und natürlich niemand da ist, um Schmink-Fehler zu korrigieren.

Schmink-Tutorials gibt es viele - wir möchten Ihnen natürlich unsere eigenen Make-up Videos ans Herz legen! Sie finden Sie übersichtlich sortiert hier: die gofeminin Make-up Tutorials

Auch Tutorials in Zeitschriften oder Step by Step Foto-Storys im Internet sind hilfreich. Hier kann man in Ruhe auf den Erklärungen und Bildern verweilen und Details häufig besser erkennen als im Video. Außerdem ist die Seite schnell ausgerissen oder ausgedruckt und an den Badezimmerspiegel gepinnt.

> Schminken lernen mit Büchern

Einige Make-up Profis (z.B. Bobbi Brown oder Boris Entrup) haben ihr Experten-Wissen in ein Buch gepackt und verraten in gedruckter Form ihre Tipps und Tricks fürs Schminken. Häufig enthalten diese Bücher auch so genannte 'Facecharts'. Das sind vereinfachte Darstelllungen von fertigen Make-ups auf stilisierten Gesichtern. Sie zeigen, wo genau welche Farben auf Lidern oder Lippen platziert werden. Ein Begleittext erklärt zusätzlich die einzelnen Schminkschritte.

> Schminken lernen und üben mit einer Freundin

Ein weiterer Tipp: Einfach mal eine Freundin oder Bekannte, deren Make-up Künste man schon lange bewundert, um Rat fragen. Vielleicht hat sie ja Lust bei einem Kaffee und ein paar Cupcakes ihre Tipps und Tricks weiterzugeben. Außerdem macht das Experimentieren und Ausprobieren von Looks aus Videos oder Zeitschriften zu zweit noch mehr Spaß. Und den sollte man – trotz des Strebens nach Perfektion – beim Schminken lernen nie verlieren.

Schminken lernen © Schminken lernen bedeutet auch: das eigene Gesicht analysieren. / Getty Images
von Heike Schmidt

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