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Schön frisch statt speckig & fleckig: So bleibt der Teint lange matt!

von Heike Schmidt Erstellt am 17. August 2014
Schön frisch statt speckig & fleckig: So bleibt der Teint lange matt!© Thinkstock

Ist die Haut ölig, glänzt der Teint. So einfach, so nervig. Denn übermäßiger Hautglanz lässt uns geschafft und ungepflegt wirken. Zum Glück gibt's eine Menge Tricks und Anti-Glanz-Spezialisten, die helfen, den frischen Hauch mattierter Haut einen ganzen Tag lang zu bewahren.

Wenn der Ölfilm auf der Haut den Teint ins Schleudern bringt, muss ein Beauty-Programm her, das bei der Ursache des Problems ansetzt: Hyperaktiven Talgdrüsen, die viel zu viel Sebum (Hautfett) produzieren. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Ein hormonelles Ungleichgewicht im Körper, aber auch Stress, ungesunde Ernährung und hohe Temperaturen bringen sie in Fahrt.

Die Folge: Überschüssiger Talg legt sich wie ein Film auf die Hautoberfläche und bringt sie zum Glänzen. Außerdem blockiert er die Sauerstoffaufnahme - ein Grund, weshalb ölige Haut häufig leicht fahl aussieht und nicht rosig frisch.

Step 1: Überschüssiges Fett entfernen und Talgdrüsen beruhigen

Die richtige Reinigungsroutine ist für ölige Haut, die den ganzen Tag matt wirken soll, der erste, wichtige Schritt. Reingungsgel: bitte mild! Sonst drehen die Talgdrüsen erst recht auf. Gesichtswasser: unbedingt! Sonst bleibt ein Film aus Tensiden und Kalk zurück, den die Haut unbedingt loswerden will - indem sie extra viel Sebum produziert! Am besten jetzt schon Produkte mit mattierenden (z.B. Kaolin) und Sebum-regulierenden Inhaltsstoffen verwenden.

Reinigungsgel von essence © my skin mattifying cleansing gel, 1,99 € / Hersteller

Step 2: viel Feuchtigkeit, zero Fett!

Wer jetzt denkt, ölige Haut braucht nach dem Waschen gar keine Creme, ist auf dem Holzweg. Fettige Haut braucht viel Feuchtigkeit. Häufig ist eine Unterversorgung damit der Grund, dass die Talgdrüsen auf Hochtouren laufen. Was sie allerdings tatsächlich nicht braucht, sind zusätzliche Fette oder Öle.

Also: Fettfreie Gels oder Fluids auftragen, die im Idealfall mattierende Substanzen enthalten und antibakteriell wirken. Die Haut muss sich danach zart und geschmeidig anfühlen und darf nicht spannen!

Step 3: Mattierende Grundlage schaffen

Damit das Make-up auf öliger Haut nicht ins Rutschen kommt: Vor der Foundation einen mattierenden Primer auftragen. Der sorgt nicht nur dafür, dass vergrößerte Poren kleiner wirken, er enthält auch Substanzen, die überschüssiges Hautfett aufsaugen und damit ein Glänzen verhindern.

Primer von bareMinerals © Prime Time Foundation Primer oil control, 24,99 € / Hersteller

Step 4: Foundation - aber bitte ölfrei!

Normale Foundations enthalten pflegende Öle, die Hautglanz verstärken. Die Lösung: Ölfreie Foundations, die die Haut mattieren, aber nicht austrocknen. Am besten mit einem Pinsel (Make-up Buffer) auftragen, dann wird der Auftrag besonders gleichmäßig.

Mattierende Foundation von ArtDeco © Long-lasting Foundation, 19,50 € / Hersteller

Step 5: Foundation mit Puder setten

Zum Schluss fixiert ein Hauch Puder die Foundation (Fachbegriff: 'setten') und sorgt so dafür, dass sie länger hält. Loser Puder ist ideal für ölige Haut, weil er keine Fettstoffe enthält. Unterwegs darf es aber auch mal Kompaktpuder sein, vorausgesetzt er ist speziell für fettige Haut formuliert.

Achtung: Eine zweite Schicht Puder braucht es auch bei öliger Haut nur in der T-Zone. Ein total mattiertes Gesicht wirkt maskenhaft und alt, etwas natürlicher Glow auf den Wangen lässt uns frisch und jugendlich wirken.

Step 6: Ein "Fresh up" für zwischendurch

Der mattierte Teint vom Morgen ist bei öliger Haut oft schon gegen Mittag längst Vergangenheit. Auch eine Vielzahl von Spezialprodukten kann die Talgproduktion nur reduzieren, aber nicht ganz stoppen. Darum ist es häufig nötig, den Teint auch zwischendurch mal zu mattieren. Das funktioniert am besten mit sogenannten 'Blotting Papers': Feinen Seidenpapier-artigen Blättchen, die das Sebum aufsaugen wie Löschpapier (z.B. von Nyx, Bobbi Brown oder Shiseido).

Papers einfach ein paar Sekunden lang auf die glänzenden Stellen pressen. Danach eventuell noch mal eine zarte Schicht Puder drüber - und der Teint wirkt wieder frisch. Zu viele Puderschichten sollten es im Laufe eines Tages jedoch nicht werden - sonst bildet sich ein fieser Belag aus Hautfett und Pigmenten auf der Haut, der nicht nur gruselig aussieht, sondern auch das Wachstum von Bakterien fördert.

Wer sehr öligen Teint hat oder vor allem im Sommer schnell wieder glänzt, muss die Haut eventuell eben einfach noch einmal reinigen und Step 1 - 5 von neuem durchführen. Kleiner Trost: Ölige Haut ist normalerweise recht robust und bekommt später Falten als trockene.

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