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Oh Gott, was war das? 20 Dinge, mit denen leicht neurotische Mädels tagtäglich kämpfen müssen

von Julia Windhövel Veröffentlicht am 2. September 2014
© Getty Images

Als leicht neurotisches Mädel hat man es oft nicht leicht. All die Dinge, die einem durch den Kopf gehen, all die Gefahren, die noch gebannt werden müssen, all die Probleme, die nach einer Lösung schreien!

Nicht-Neurotiker wissen oft gar nicht, wie schwer das Leben für uns ist! Klar, wir kommen ein wenig besessen rüber, aber hey: Ist das so schlimm? Eigentlich sorgen wir uns doch nur um uns und unsere Umwelt, das ist doch super! Damit am Ende wirklich alle wissen, womit wir wir leicht neurotischen Mädels tagtäglich zu kämpfen haben, kommt hier eine Auflistung unserer größten Sorgen und Probleme:

1. Wir versuchen immer unsere Gespräche mit Freunden zu planen. Wie? Indem wir sie im Kopf durchspielen, Fragen stellen und Antworten geben. Nur, damit wir im Fall der Fälle perfekt agieren und reagieren können.

2. Wenn wir auch nur ein leichtes Ziehen im Bauch bemerken, fürchten wir uns vor einem Blinddarmdurchbruch. Oder glauben, wir sind schwanger. Oder reden uns wirkungsvoll ein, dass wir eine schlimme Krankheit haben, die uns bald jämmerlich dahinsiechen lässt.

3. ​Bevor wir etwas bei Facebook oder auf Twitter posten, lesen wir uns den Text noch mindestens zwanzigmal durch. Danach ärgern wir uns dann, dass wir so überkorrekt und unentspannt sind.

4. Wir hören Menschen in unserer Nähe lachen - und denken direkt, dass es um uns geht.

5. Sobald wir in den Nachrichten von einer Katastrophe erfahren, brechen wir entweder völlig unberechtigt in Panik aus ("Kenne ich jemanden, der in dem Flugzeug saß?") oder fangen vor lauter Mitleid mit den Angehörigen der Opfer selbst an zu weinen.

6. Wir fragen unseren Freund, unsere beste Freundin oder auch Kollegen so oft, ob mit ihnen alles in Ordnung ist, bis das definitiv nicht mehr der Fall ist, weil sie das ständige Gefrage tierisch nervt.

7. Wenn wir unsere Familie oder unseren Partner mal einen halben Tag lang nicht erreichen, ist klar: Sie hatten einen Autounfall und sind tot. Mindestens.

8. Wir telefonieren nie. Jedenfalls nicht, solange sich das irgendwie vermeiden lässt. Wir schreiben stattdessen ständig SMS, Emails und Whatsapp-Nachrichten.

9. Wenn uns jemand anrempelt, entschuldigen wir uns dafür. Wenn sich der andere dann nicht auch entschuldigt, fragen wir uns sofort, warum das wohl so ist. Haben wir etwas falsch gemacht?

10. Wir stellen unsere Freunde gern einander vor. Dabei haben wir aber immer panische Angst davor, dass sich die beiden Unbekannten bald zu gut verstehen und uns ab dann ausschließen.

11. Obwohl wir die Antwort auf eine Frage kennen, trauen wir uns vor lauter Angst, wir könnten uns mit einer falschen Antwort lächerlich machen, nicht zu antworten. Auch dann nicht, wenn wir 100 Prozent sicher sind, dass wir es wissen.

12. Wir geben einem nervigen Typ in der Bar einen Korb - und haben dann tagelang ein schlechtes Gewissen, dass wir so eine überhebliche Tussi waren.

13. Wenn wir mal einen Nachmittag lang keine Nachricht bekommen, denken wir gleich, dass uns alle hassen.

14. Wir hören nachts ein Geräusch im Hausflur und malen uns alle möglichen Szenarien aus, wie wir gleich ermordet werden.

15. Wir verlassen unsere Wohnung jeden Morgen dreimal. Einmal, um zur Arbeit zu gehen. Das zweite Mal, nachdem wir überprüft haben, ob der Herd wirklich aus ist - auch, wenn wir den schon tagelang nicht mehr benutzt haben. Und das dritte Mal, um zu gucken, ob wir beim zweiten Mal auch wirklich nicht übersehen haben, dass der Herd noch an ist.

16. Wenn uns unser Chef zu einem Vieraugen-Gespräch bittet, überlegen wir auf dem einminütigem Weg in sein Büro, wie wir die Kündigung unserer Familie beibringen und vor allem, wie wir es schaffen können, unseren Schreibtisch so unauffällig zu räumen, dass es keiner mitbekommt.

17. Wenn wir im Büro vom Klo kommen, entschuldigen wir uns wortreich für den dort herrschenden üblen Geruch. Dabei versichern wir allen mehrfach, dass wir aber nicht dafür verantwortlich sind (sind wir wirklich nicht!). Danach gehen wir den Kollegen tagelang aus dem Weg und benutzen dieses Klo nie wieder.

18. Sobald jemand unerwartet an unsere Haustür klopft, verstecken wir uns irgendwo.

19. Wenn uns auf der Straße jemand begegnet und auf uns zusteuert, den wir nicht kennen, wechseln wir zur Sicherheit lieber die Straßenseite. Man weiß ja nie!

20. Während einer Bahnfahrt bemerken wir eine verwaiste Plastiktüte, die offenbar niemandem gehört. An der nächsten Haltestelle steigen wir panisch aus, denn es könnte sich ja um eine Bombe handeln.

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von Julia Windhövel