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Liebe & Psychologie

Kleine Fluchten aus dem Alltag: 5 Strategien, wie ihr dem Stress ganz schnell entkommt

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 26. August 2016
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Steckt man tief drinnen im Hamsterrad, wird es dringend mal Zeit für kleine Auszeiten.

Wenn mal wieder alles hart auf hart kommt, sagen wir gerne "Ich bin reif für die Insel. Urlaubsreif." Aber es muss nicht immer ein Urlaub sein, um unser Energiedepot wieder aufzufüllen. Ganz nebenbei: So oft, wie man das denkt, könnte man das mit keinem Geld der Welt finanzieren. Zumal bei einer begrenzten Zahl an Urlaubstagen. Wie also für eine Verschnaufspause im Alltag sorgen, die sich auch wirklich so nennen darf: eine Pause?

Zum Glück helfen auch die kleinen Dinge im Alltag, um etwas zu ändern und für einen Break zu sorgen. Denn unsere Fluchten raus aus der Routine müssen gar nicht teuer und mit einer Reise verbunden sein. Worum geht es bei der Flucht aus dem Hamsterrad? Doch eigentlich darum, dass wir den Kopf frei bekommen und die Sicht auf die Dinge verändern, so dass wir nicht so schnell wieder im Alltagstrott versinken. Wie das gelingt? Hier kommen fünf kleine Fluchten aus dem Alltag:

1. Tag ohne Termine - aber anders

Wie oft sagen wir: Endlich mal keine Termine, nichts vorhaben, sondern einfach nur abschalten. Das sieht dann meist folgendermaßen aus: Wir denken zwar, wir könnten relaxen, letztendlich erledigen wir aber alles, wozu wir sonst nicht kommen. Mit der Wirkung, dass wir uns später genauso matt wie vorher fühlen.

​Wenn wir einen Tag ohne Termine vorschlagen, meinen wir deshalb etwas ganz anderes. Ein WIRKLICHER Tag ohne Termine, beginnt bereits mit der Vorfreude am Abend, wenn wir einschlafen. Und man sollte nur genau das tun, was einem spontan in den Sinn kommt. Ein Tag für die Seele. Nur für dich. Und dieses Gefühl, zu wissen, was dir gut tut, in dich reinzuhorchen, das solltest du mitnehmen in den Alltag.

2. Musik geht immer - aber bewegt

Dass Sport dabei hilft abzuschalten, weiß eigentlich jeder. Durch die Anstrengung und das gute Gefühl, etwas für sich und seinen Körper zu tun, ist man spätestens nach dem Sport um einiges entspannter und die Endorphine schießen durch den Körper. Was euch aber schon während des Trainings tiefenentspannt ist Musik. Mit Musik sieht die ganze Welt nämlich immer ein bisschen schöner und bunter aus. Schnappt euch also euren iPod, wenn ihr Laufen geht oder noch besser: Tanzt. Ob abends im Club auf Hip Hop, im Fitnessstudio auf Samba-Rhythmen oder alleine quer durch eure Wohnung. Letzteres mag vielleicht anfangs befremdlich sein, aber es kann echt befreiend sein. Probiert es aus!

Wem nicht nach Bewegung ist, weil er einfach müde und kaputt ist: Legt euch in eurem Wohnzimmer auf den Boden, setzt euch Musik auf die Ohren, schließt die Augen und versucht nur auf die Musik zu hören. Das kann wie eine Meditation wirken.

3. Raus ins Grüne - allein

Wenn wir im Urlaub sind, finden wir die Umgebung immer total spannend, sogar Bewegungsmuffel schauen sich die Landschaft an und gehen ein paar Schritte am Strand. Sowieso: Meer. Geht eigentlich immer. Ist so der Seelenheiler schlechthin. Warum diese Kraft (der Natur) nicht auch mal zuhause nutzen? Geh raus in die Natur und zwar alleine. Am besten nicht in einen Park mit tausend Menschen, sondern wirklich raus, wo es nach Tannennadeln riecht, wo die Luft frisch ist und der Blick in die Ferne schweifen kann.

Wer es nicht so mit dem Wandern hat: ​Das ganze geht auch wunderbar auf dem Rad. Es wirkt, auch wenn man sich wahrlich aufraffen muss.

4. Mit Freunden reden - Tacheles

Das Allerbeste, um den Kopf freizubekommen: Freunde treffen und reden. Und zwar nicht über den üblichen Krams und schon gar nicht (VERBOTEN!) über To Do-Listen und Stress. Vielmehr sollte man mal über seine Ziele im Leben reden. So als säße man auf einer Wolke und würde sich das Ganze von oben anschauen. Was hab ich erreicht? Was will ich erreichen? Bin ich auf einem guten Weg oder auf Abwegen? So ein Gespräch kann ungemein fruchtbar sein, wenn man gerade mitten im Hamsterrad feststeckt. Denn: Nur so kann man etwas ändern.

5. Standpunkt wechseln - durch die Augen der Anderen

Genauso wichtig, wie das Gespräch über Ziele, Wünsche und den Abgleich mit der Realität kann es sein, mal seine Sicht zu verändern. Man sieht sein Leben immer nur aus seiner subjektiven Sicht. Frag mal deine Freunde über dich aus. Und sag ihnen, dass sie ehrlich antworten sollen, ungeschönt und auch mit konstruktiver Kritik. Frag sie: Wie seht ihr mich und mein Leben? Haltet ihr mich für erfolgreich? Für glücklich? Was würdet ihr ändern an meiner Stelle? Welches Ziel hartnäckiger verfolgen?

​Auch wenn das Denkarbeit und Kritikfähigkeit voraussetzt und nicht für eine direkt Entspannung à la Netflix-Abend mit Chips sorgt: Letztlich wird aber genau so ein Gespräch dafür sorgen, dass man wieder mehr auf sich achtet und sorgsamer mit seiner Zeit umgeht. Und das ist letztlich die Ausstiegsrampe aus jedem Hamsterrad. Also: Raus da!

von Fiona Rohde

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