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Liebe & Psychologie

Entspann dich: DAS ist wirklich wichtig beim Styling für das 1. Date

von gofeminin Veröffentlicht am 5. Juli 2019

Die meisten von uns kennen sicherlich das Problem: Wir zerbrechen uns den Kopf darüber, was wir zum ersten Date anziehen sollen. Vor allem, wenn uns jemand nur von einem Foto auf Tinder kennt und jetzt das erste mal trifft. Wie wird er dich sehen? Was bist wirklich du und was eine Verkleidung? Die gute Nachricht: Alles halb so wild. Es sind eigentlich nur ganz wenige Dinge, die du bei deinem Outfit beachten solltest.

Ihr habt euch gefunden, habt auf Tinder ein bisschen geschrieben, vielleicht habt ihr schon telefoniert und jetzt steht das erste Treffen an. Der Moment der Wahrheit. Schließlich kennt er dich gerade mal von einer Hand voll Fotos und hat dich noch nie real gesehen. Aber ein Grund sich deshalb Sorgen zu machen, sollte das nicht sein. Du bist der Hauptgewinn, dein Gegenüber darf sich glücklich schätzen, dich endlich live und in Farbe kennenzulernen.

Geh also selbstbewusst an die ganze Sache ran. Und sieh dein Outfit als das an, was es ist: Ein nettes Zubehör zu deiner Gesamterscheinung. Natürlich kannst du dein Styling dafür nutzen, um dich in deiner Selbstsicherheit zu unterstützen. Aber mach dir klar: Du wirst mit Outfit X oder Y nicht den Lauf des Weltgeschehens ändern. Mach es dir also nicht zu schwer. Es gibt letztlich nur ein paar Dinge zu beachten.

Der Kopf weiß es, es geht trotzdem nicht: Die Suche nach der richtigen Klamotte

Man kennt ja den üblichen Rat in Sachen erste Dates und Outfit: Zieh das an, worin du dich wohlfühlst. Du musst dich für niemanden verkleiden, denn entweder er mag dich, so wie du bist, oder nicht. Und immerhin hat er dich ja auf Tinder gefunden und sich extra für dich entscheiden.

Hört sich super an, ist es auch, nur das Problem ist: Was der Kopf weiß, kommt nicht immer beim Bauchgefühl an. Sprich: Kurz vor dem ersten Date stehst du eben doch vor deinem Kleiderschrank und kriegst die Krise.

Und plötzlich ist nix mehr klar und logisch. Kleid oder Hose, Skinny oder Mom-Jeans, High Heels oder Sneaker. Die Möglichkeiten, was man anziehen kann, ist für uns Frauen leider einfach zu groß (Männer haben es da entschieden einfacher!). Nach dem dritten Stylingversuch sieht deine Bude bereits aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Und du fragst dich: Wie kann etwas, was sonst am frühen Alltags-Morgen so leicht von der Hand geht, plötzlich zur Aufgabe mit X Variablen werden?

Styling: Was ist wirklich wichtig und was kannst du getrost vergessen?

Sobald sich unser Kopfkino einschaltet, wird es kompliziert. Denn die psychologische Komponente spielt plötzlich auch noch mit rein. Und als wäre die normale Klamottenfrage beim abendlichen Ausgehen nicht schon kompliziert genug, jetzt mischt sich auch die These hinzu: Wenn wir bestimmte Klamotten anziehen, entscheiden wir, wie uns unser Gegenüber einschätzt. Die Psychologie des Outfits sozusagen, das mehr sagt als tausend Worte – zumindest beim ersten Treffen.

Gerade Frauen denken ja gerne, dass sie mit ihrem Styling bereits eine Aussage darüber machen, wo es langgeht, also welche Signale sie aussenden. Dabei sollten wir uns diesbezüglich ein bisschen mehr entspannen.

Allerdings vergessen wir bei der ganzen Sache leider, dass das Outfit nur ein Teil des ersten Eindrucks ist. Mimik, Gestik, Stimme, Augen, unsere Art zu Reden und uns zu bewegen – das alles ist noch viel aussagenkräftiger als dein Styling. Egal wie tief dein Ausschnitt und wie kurz dein Rock ist: Wenn du dich erstmal kühl und distanziert gibst, dann sagt das weit mehr aus, als ein Faltenrock es jemals könnte. Und selbst wenn du in einem alten Kartoffelsack daherkommst, sollte dein Tinderdate deines Charmes und deines tollen Wesens wegen auf die Knie gehen.

Du entscheidest – niemand sonst

Wenn du jetzt immer noch vor deinem Kleiderschrank stehst und weiterhin grübelst, dann überleg dir: Letztlich weißt du recht genau, was du bei einem Treffen mit deiner besten Freundin anziehst, bei einer Firmenfeier oder beim Geburtstag deiner Mutter. Hier zeigst du dich ja auch jeweils von deiner besten Seite.

Und wie diese beste Seite ist, ist absolut individuell. Da helfen auch keine Ratschläge wie: Sei natürlich, nicht zu sexy und dazu noch ein bisschen geheimnisvoll. Es gibt Frauen, die sind eher der Typ zum Pferdestehlen und solche, die eben eine unfassbar feminine und erotische Ausstrahlung haben.

Es gibt keine allgemein gültige Anleitung für das perfekte Outfit, die auf jede Frau gleichermaßen zutreffen würde. Will heißen: Die Sexbombe muss sich jetzt nicht verkleiden und weniger sexy daherkommen, als sie es in Wirklichkeit ist.

Hauptsache ist, dass dein Outfit zeigt: Das bin ich. Und wie genau das ist, das sagt dir dein Bauchgefühl eher als dein Spiegelbild. Und hier zeigt sich eben auch, dass es verdammt sinnvoll ist, sich auch bei seinem Profilbild auf Tinder so zu geben, wie man wirklich ist. Ohne tausend Filter und ohne etwas vorzutäuschen, was man gar nicht ist.

Wer sich auf seinem Tinderprofil verstellt und verkleidet, der muss damit rechnen, dass er anders wahrgenommen wird, als er eigentlich ist und vielleicht auch ganz andere Typen mit ganz anderen Vorstellungen von einer Traumfrau anspricht. Außerdem musst du dein Verkleidungsspiel ja auch irgendwann aufgeben. Spätestens beim ersten Date oder doch zumindest beim zweiten.

Und noch etwas: Wenn du Lust hast, dich sexy im Mini zu zeigen, dann mach das. Und wenn du lieber burschikos und kumpelhaft in einer Boyfriendjeans daherkommst, dann ist auch das allein deine Entscheidung. Verkneif dir nichts, nur weil es vielleicht unangepasst, zu viel oder zu wenig ist. Zumal ein tiefer Ausschnitt noch lange kein Versprechen an dein Gegenüber ist, dass er mehr als gucken darf. Und wenn du ein Exemplar an Mann vor dir hast, bei dem dieser Groschen noch nicht gefallen ist, dann erklär ihm gerne noch mal deine Grenzen.

Kleine Einschränkung am Ende

Eine kleine Einschränkung gibt es dann doch: Dein Outfit sollte - solange es kein Überraschungsdate wird - an die Location eures Dates bzw. eurer Unternehmung angepasst sein. Jeder kennt das üble Gefühl komplett over- oder underdressed zu sein. Da hat auch wenig mit Selbstbewusstsein zu tun. Wenn man mit High Heels plötzlich erfährt, dass ein Grillabend im Park ansteht, ist das eben nicht wirklich sinnvoll und wird deinen Spaß am Date eher trüben.

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