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Warum ein Bürohund dein Leben verbessert (und was ihr als Hundebesitzer beachten müsst)

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 22. August 2018
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Es gibt mittlerweile etliche Studien, die zeigen, dass ein Bürohund eine tolle Sache ist. Er verbessert das Arbeitsklima und sorgt für gute Laune bei gestressten Kollegen. Zeit, mal eine Lanze für Bello auf der Schicht zu brechen.

Wir bei gofeminin.de haben gleich mehrere Bürohunde - und das ist gut so. Zur Freude vieler Mitarbeiter kommen Mischling Milo und die Bulldoggen Shiva und Hektor mit ihren Frauchen bzw. Herrchen zur Arbeit und sorgen allein mit ihrer Anwesenheit für jede Menge gute Laune unter den gofeminin-Mitarbeitern.

Dass so ein Mitarbeiter auf vier Pfoten Gold wert für ein Unternehmen ist, zeigt auch eine Umfrage der Internetplattform kununu. Laut der liegt ein Hund im Büro auf Platz drei der Mitarbeiterwünsche, und zwar direkt hinter flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit Homeoffice zu machen. Erlaubt der Chef also, dass es einen Bürohund gibt, macht er bezüglich der Stimmung in seinem Unternehmen sehr viel richtig und sorgt langfristig dafür, dass es vielen Mitarbeitern besser geht.

Laut Studien: 3 gute Gründe für einen Bürohund

Hunde haben eine großartige Wirkung auf Menschen. Und das ist auch bei der Arbeit so. Klar lenkt so ein süßer Vierbeiner auch schon mal ab. Aber wenn sich alle Beteiligten am Riemen reißen, dann steht einem wunderbaren Miteinander nichts im Wege. Wer noch mehr Argumente für seinen vierbeinigen Freund im Büro braucht, den können diese Studienergebnisse überzeugen:

1. Hunde senken das Stresslevel

Bürohunde sind gesund. Zum einen hilft ein Hund dabei Stress abzubauen, zum anderen sorgt er einfach für gute Stimmung in der Firma. Das zeigt auch eine Studie der Commonwealth University in Virginia, USA, für die 450 Mitarbeiter einer Firma unter die Lupe genommen wurden. In dem betreffenden Unternehmen waren regelmäßig zwischen 20 und 30 Hunde zu Gast.

Für die Untersuchung wurden alle Mitarbeiter nach ihrem Wohlbefinden befragt und zusätzlich wurden anhand von Speichelproben die Stresshormone der Studienteilnehmer gemessen. Dabei zeigte sich: Wer seinen Hund mit zur Arbeit bringen dürfte, hatte deutlich weniger Stresshormone vorzuweisen, wer hingegen seinen Hund zuhause lassen musste, ein deutlich erhöhtes Stresslevel.

Redaktions-Hund Milo bei der Arbeit.

2. Mehr Zufriedenheit und niedrigerer Blutdruck dank Bürohund

Auch die anderen Mitarbeiter, die selbst keinen Hund besaßen, profitierten von ihren vierbeinigen Mitarbeitern, so die Studie. Grund für die vermehrte Zufriedenheit der Mitarbeiter ist das Liebeshormon Oxytocin, dass beim Menschen beispielsweise freigesetzt wird, wenn er einen Hund sieht oder streichelt. Dieses Hormon reduziert Stress. Die Ausschüttung der Stresshormone Insulin und Cortisol wird gehemmt. Zudem senkt das Streicheln des Bürohunds den Blutdruck, wie eine Studie der University of Missouri, USA, ergab.

3. Ein Bürohund sorgt für Teamspirit unter den Kollegen

Noch ein Pluspunkt für den Bürohund: Eine Studie der Central Michigan University in den USA ergab, dass die Anwesenheit eines Hundes auch dafür sorgt, dass die Mitarbeiter untereinander stärker zusammenhalten und besser zusammenarbeiten. Einfach weil ein Hund für Gesprächsstoff sorgt und man direkt einen Draht zueinander findet. Das fördert die Bindung der Kollegen untereinander.

Das sollten Hundebesitzer beachten:

Damit alles reibungslos funktioniert, gibt es jedoch ein paar Dinge, die Herrchen und Frauchen beachten sollten, wenn ihr geliebter Hund ein Teil des Teams werden soll. Und zwar diese hier:

1. Erlaubt oder nicht: Was sagt das Unternehmen dazu?

Zuerst muss natürlich der Chef gefragt werden, ob es ok ist, den Hund mit zur Arbeit zu bringen. Ist er einverstanden, sollten zusätzlich auch die Kollegen befragt werden: Hat jemand eine Hundhaarallergie?
Gibt es jemanden, der große Angst vor Hunden hat? Zur Not kann der Hundhalter vielleicht auch den Raum wechseln, wenn der Bürohund mit seinen Kollegen nicht vereinbar ist.

Übrigens: Erlaubt der Chef einem Mitarbeiter, seinen Hund mitzubringen, gilt das Gleiche automatisch auch für die Kollegen. Gleiches Recht für alle sozusagen.

Auch Shiva kommt mit zur Arbeit.

2. Das sollte der Bürohund können

Auch der Hund muss ein paar Qualitäten mitbringen, um "den Job zu bekommen". Ist er noch ein Welpe, sollte er bis er stubenrein ist zuhause bleiben. Außerdem dauert es einige Zeit, bis der Hund gelernt hat, einen langen Arbeitstag neben Herrchen und Frauchen im Büro durchzustehen. Oft sind junge Hunde noch sehr verspielt und brauchen mehr Aufmerksamkeit. Da heißt es geduldig bleiben.

Zudem sollte ein Bürohund die wichtigsten Grundkommandos kennen und anderen, fremden Menschen aufgeschlossen gegenüber stehen. Das heißt nicht, dass er alle Kollegen lieben muss, aber er sollte auch nicht zu ängstlich oder zu aggressiv auftreten. Auch ein ständig kläffender oder fiepender Hund könnte zum Problem werden, wenn mehrere Leute in einem Büro arbeiten. Gebt dem Hund die Chance sich wohl zu fühlen und zu entspannen, dann kann er die Stimmung im Büro positiv beeinflussen.

Im Sinne aller Kollegen sollte der Hund auch nicht quer durchs Büro zu riechen sein, ebenso wenig sein Futter. Auch angeknabberte Schweineohren müssen nicht überall herumliegen. Das sollte aber mit ein wenig Fellpflege und ein bisschen Verständnis für einander möglich sein. Man muss sich als Hundefreund immer klar machen: Es gibt Menschen, die mit Hunden rein gar nichts anfangen können. Und denen sollte man auch keinen angesabberten Kauknochen vor die Füße kullern lassen.

3. So wird der Arbeitsplatz hundetauglich

Auch das Büro sollte ein wenig hundekompatibel sein. So muss gesichert sein, dass der Bürohund mittags Gassi gehen kann, also eine wie auch immer geartete Grünfläche in der Nähe des Unternehmens wäre von Vorteil. Auch für ausreichend Trinken und seine üblichen Mahlzeiten muss gesorgt sein.

Zudem sollte der "Arbeitsplatz", also der Platz, wo der Hund den Arbeitstag verbringt, eher ruhig sein. Die meisten Hunde schlafen sehr viel. Idealerweise hat der Vierbeiner also einen Rückzugsort, wo nicht zu viel Trubel herrscht. So hat beispielsweise unser Redaktion-Hund Milo einen eigenen Liegeplatz, wo er seine Ruhe haben kann - auch vor hundebegeisterten Kollegen. Hierfür hat sein Frauchen eine mobile Hundehütte neben ihrem Schreibtisch aufgestellt. Auch die Bulldoggen Shiva und Hektor haben einen eigenen Liegeplatz mit Polster, der so liegt, dass die Bürohunde nicht ständig von jedem Mitarbeiter im Vorbeigehen geweckt und abgelenkt werden.

Arbeit macht müde: Gut, dass Bürohund Milo einen Rückzugsort ganz für sich hat.

4. Wie sieht es mit der Versicherung für den Bürohund aus?

Natürlich haftet der Hundhalter, wenn sein Schützling etwas ausgefressen hat. Normalerweise ist das, was ein Hund kaputt macht, über die Hundehaftpflicht abgedeckt. Jedoch können hier im Vertrag Klauseln stehen, die einige Situationen nicht abdecken, so zum Beispiel, wenn der Hund länger unbeaufsichtigt im Büro ist. Da ist schnell mal eine Pfote im Kabel verheddert und schon ist der teure Computer vom Tisch heruntergerissen. Hier sollte der Hundebesitzer im Vorfeld die Versicherungpolice genau checken, um sicherzugehen, dass er im Schadensfall abgesichert ist und nicht alles alleine zahlen muss.

Werden diese Punkte beachtet, dann steht einem wunderbaren gemeinsamen Arbeitstag mitsamt Hund nichts mehr im Wege.

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