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Liebe & Psychologie

Der Psychotherapeut

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 22. November 2007
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Ein Psychotherapeut behandelt Menschen, die unter psychischen oder psychosomatischen Störungen leiden. Dabei stehen ihm unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Die Ausbildung
Seit dem Psychotherapeutengesetz aus dem Jahr 1999 ist der Titel "Psychotherapeut" gesetzlich
geschützt und darf nur von Ärzten, psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geführt werden. Voraussetzung für die Weiterbildung zum Psychotherapeuten ist also ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Psychologie, Medizin oder Pädagogik). Die theoretische und praktische Ausbildung dauert 3 Jahre (bzw. 5 Jahre bei einem berufsbegleitenden Lehrgang) und schließt mit einem staatlichen Diplom ab.

Wann geht man zum Psychotherapeuten?
Der Tätigkeitsbereich eines Psychotherapeuten ist sehr weit gefasst. Eine der
am häufigsten zitierten Definitionen der Psychotherapie stammt von dem Wiener Psychotherapeuten Hans Strotzka: "Psychotherapie ist ein bewusster und geplanter interaktioneller Prozess zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die in einem Konsensus (möglichst zwischen Patient,
Therapeut und Bezugsgruppe) für behandlungsbedürftig gehalten werden, mit psychologischen Mitteln (durch Kommunikation) meist verbal aber auch averbal,
in Richtung auf ein definiertes, nach Möglichkeit gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptom- minimalisierung und/oder Strukturänderung der Persönlichkeit) (...)."
(Quelle: Wikipedia).

Das bedeutet im Klartext, dass der Psychotherapeut dem Patienten dabei hilft, existentielle Probleme zu bewältigen: Schüchternheit, Komplexe, Trennungen, Phobien, Traumata, Trauer usw. Man kann sich für einen kurzen oder langen Zeitraum an einen Psychotherapeuten wenden, denn die Behandlungsdauer erstreckt sich von ein paar Sitzungen bis zu mehreren Jahren.

Die Behandlungsmethoden
Bioenergetik, Gestalttherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Psychodrama in der Gruppe oder analytische Therapie... Es gibt zahlreiche psychotherapeutische Methoden. Die bekannteste unter ihnen ist die Psychoanalyse. Je nach Schule wendet der Therapeut eine dieser Methoden an um dem Patienten dabei zu helfen, seine Beschwerden zu begreifen und zu lösen. Er behandelt die Symptome mit Verhaltensübungen oder hilft dem Patienten, sich mit seinem Unterbewusstsein auseinander zu setzen. Die Beratungen gestalten sich in unterschiedlicher Form:
als Einzel- oder Gruppenarbeit, als Seminar, Gegenüber, im Sitzen oder im Liegen... In vielen Fällen ist der Psychotherapeut kein Arzt sondern ein Psychologe oder Pädagoge und ist daher nicht berechtigt Medikamente zu verschreiben.

Praktische Infos
Der Psychotherapeut arbeitet normalerweise in Krankenhäusern, Heimen, Beratungsstellen oder in einer privaten Praxis. Die Beratung kostet zwischen 50
und 75 Euro und wird unter bestimmten Bedingungen von der Krankenkasse erstattet.

Auf folgenden Internetseiten finden Sie weitere Informationen:
- Bundespsychotherapeutenkammer
- Deutsche Psychotherapeutenvereinigung
- Therapeutensuche

von Linda Chevreuil