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Mama, was hast du genervt! Aber Recht hattest du trotzdem (fast) immer ...

von Julia Windhövel Veröffentlicht am 24. Juni 2014

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als niemand so sehr genervt hat wie Mama mit ihren ständigen Besserwissereien? Wir haben mit den Augen gerollt, uns taub gestellt oder sind sogar ausfällig geworden. Denn eins war klar: Mama hat nicht Recht, sondern ist einfach nur kleinkariert! Und heute? Da wissen wir aus eigener, manchmal leidvoller Erfahrung, dass es nicht Mama war, die Unrecht hatte, sondern (meistens) wir. Zum Beispiel mit diesen Dingen hier:

1. Haare färben

Sie hat uns gewarnt. Aber wir haben es natürlich trotzdem (fast) alle gemacht: uns die Haare blondiert, gefärbt, übertrieben gesträhnt. Viele von uns machen es auch heute noch - und versuchen früher oder später verzweifelt, wieder zur eigenen, natürlichen Haarfarbe zurückzukehren.

2. Rasieren - und zwar alles ...

"Wenn du die Haare abrasierst, wachsen die viel schneller und borstiger nach!" Das ist zwar ein Mythos, mit dem Mama nicht richtig lag, aber: Wer von uns hat es bitte nicht bereut, sich nicht nur die Beine, sondern auch noch die Unterarme zu rasieren und anschließend vor dem Nachrasieren-oder-Borsten-Dilemma zu stehen?

3. Draußen spielen

Den ganzen Tag mit der Konsole spielen oder Cartoons gucken, schien uns als Kind das Beste überhaupt. Mama hat das anders gesehen und uns vor die Tür in den Garten, auf den Spielplatz oder in den Hof zu den anderen Kindern geschickt. Früher fanden wir das doof - heute sind wir ihr dankbar dafür, dass wir dort die tollen Freunde gefunden haben, von denen uns einige noch heute geblieben sind. Sandkastenfreunde sind oft die besten überhaupt.

4. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ...

... ob sich doch noch 'was Besseres findet!" Natürlich wollte Mama nicht, dass wir jede Woche einen neuen Freund mit nach Hause bringen. Aber ihr Tipp, erstmal zu gucken, was wir wirklich wollen, bevor wir uns endgültig festlegen, ist für viele von uns sicherlich Gold wert gewesen.

5. Schnippschnapp, Haare ab

Am liebsten wäre es Mama natürlich, wenn die lange Haarpracht der Tochter für immer so bleiben würde. Aber: Töchter werden irgendwann erwachsen (oder kommen zumindest schon mal in die Pubertät) und haben keine Lust mehr auf den Mamas-kleiner-Liebling-Look. Schnippschnapp, Haare ab. Mama hat diesen Schock bis heute nicht überwunden. Und falls wir es nie wieder geschafft haben, unsere Haare länger als bis zu den Schultern wachsen zu lassen, wir auch nicht.

6. Tattoos

"Bevor du 18 Jahre alt bist, lässt du dich nicht tätowieren!" Ja, das hat genervt. Und doch sind wir Mama heute wirklich dankbar dafür, dass wir uns mit 16 kein 'Arschgeweih' oder diesen niedlichen Delfin auf den Knöchel haben tätowieren lassen.

7. Make-up mit 10

Was uns im zarten Alter von zehn Jahren äußerst erstrebenswert vorkam - nämlich unser Gesicht mit Make-up, Lippenstift und Wimperntusche aufzurüschen - war Mama der größte Dorn im Auge überhaupt. Und das zu Recht! Denn wenn wir heute blutjunge Mädchen sehen, die schon geschminkt sind, macht uns das einfach nur traurig. Und wir sind verdammt froh, dass sich Mama damals mit ihrem Verbot durchgesetzt hat.

8. Bauchnabel-Piercing

"Nur, weil Anja ein Bauchnabel-Piercing hat, musst du doch nicht auch eins haben. Wenn deine Freunde von einer Brücke springen, machst du das dann auch?" Typisch Mama. Aber irgendwie hatte sie auch Recht. Denn wenn wir auf sie gehört hätten, wären wir nicht schon mehrfach auf unser heute total uncooles Piercing aufmerksam gemacht worden oder hätten uns über diese kleine, aber störende Narbe über dem Nabel geärgert.

9. Obst und Gemüse

Uns als Kind dazu zu bringen, Obst und besonders Gemüse zu essen, war oft ein harter Kampf. Und heute? Da mixen wir uns Smoothies mit Salat (!) und nehmen freiwillig brav jeden Tag zwei Stücke Obst mit zur Arbeit. Sorry, Mama. Oder besser gesagt: danke!

10. Ab ins Bett!

Um 20 Uhr ins Bett gehen? Aber da wurde das Fernsehprogramm doch gerade erst spannend! Und heute? Hach, was würden wir dafür geben, einfach mal super früh ins Bett fallen zu können ...

11. Sparen, sparen, sparen

Warum das Taschengeld sparen, wie Mama uns immer geraten hat, wenn man doch so tolle Sachen wie Süßigkeiten am Kiosk oder das neue Micky Maus Heft davon kaufen konnte? Ganz einfach: Weil die, die früh gelernt haben, ihr Geld zusammenzuhalten, heute oft auch noch echte Sparfüchse sind und sich deshalb immer mal wieder etwas Tolles leisten können. Mama sei dank!

12. Lügen

"Lügen haben kurze Beine", das hat uns Mama mehr als einmal gesagt. Und wir? Wussten es natürlich besser und sind mehr als einmal richtig peinlich damit auf die Nase geflogen. Heute wissen wir es zum Glück besser und lassen es einfach. Oder stellen uns zumindest wesentlich geschickter dabei an. Glauben wir.

13. So genannte 'Freunde'

"Schon möglich, dass die anderen sie für das coolste Mädchen der Schule halten. Aber deine Freundin ist sie bitte nicht!" Wir konnten uns früher überhaupt nicht vorstellen, was uns Mama damit sagen wollte und haben uns über ihre Warnung hinweg gesetzt. Bis zu dem Tag, an dem wir bemerkt haben, dass dieses 'super' Mädchen hinter unserem Rücken kein gutes Haar an uns lässt, unsere Geheimnisse ausplaudert und uns den Freund ausspannen will. Hätten wir doch gleich auf Mama gehört ...

14. Unpassend angezogen

Wie haben wir es gehasst, wenn der Satz "So gehst du nicht aus dem Haus" fiel. Bis wir etwas älter waren und 14-jährige Mädchen in super knappen Miniröcken mit bauchfreien Tops gesehen haben. Muss echt nicht sein.

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von Julia Windhövel

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