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Gute Laune: Regeln gegen das Stimmungstief im Winter

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 25. Februar 2008
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Sie fühlen sich im Winter manchmal müde, schlapp und traurig. Sie schlafen kurz nach den Nachrichten auf dem Sofa ein und naschen mehr als gut für Sie ist? Das sind typische Symptome des gefürchteten Winterblues... Wir verraten Ihnen, wie Sie die graue Jahreszeit am besten überstehen!

Wenn die Tage kürzer werden...
Ab Herbstbeginn leidet fast jede zehnte Person (davon 75% Frauen) an einer Herbst-Winter-Depression (in der Fachsprache: Saisonal Abhängige Depression oder SAD). Studien belegen, dass der gravierende Mangel an natürlichem Sonnenlicht die Hauptursache dafür ist. Der Organismus leidet im Winter darunter, dass die Tage kürzer werden und die Sonnenstunden abnehmen. Als Reaktion darauf sondert das Gehirn mehr Melatonin ab. Dieses Schlafhormon macht den Körper lethargisch, sorgt für eine leicht reizbare Stimmung und bringt unsere innere biologische Uhr durcheinander.

So sagen Sie dem grauen Wetter den Kampf an
Es gibt zahlreiche einfache Methoden um im Winter gut in Form zu bleiben:
- Tanken Sie Licht
Die Lichttherapie (auch Phototherapie genannt) wird täglich angewendet: Sie sitzen 30-60 Minuten vor einer Lampe, die speziell dafür konzipiert wurde möglichst viel Licht zu spenden. Entweder Sie legen sich selbst ein mobiles Lichtgerät zu oder Sie absolvieren regelmäßig Sitzungen im Krankenhaus bzw. bei einem Arzt. Die neueste Innovation auf dem Gebiet ist die Lichttherapiebrille. Sie kann wie eine normale Brille bei allen Tätigkeiten getragen werden (Kochen, Arbeiten, Einkaufen) und ermöglicht es dem Träger die optimale Lichtmenge aufzunehmen. Wer morgens nur schwer aus den Federn kommt sollte einen Lichtwecker ausprobieren, der das Licht des Sonnenauf- und untergangs simuliert und dem Organismus so den Übergang zwischen Tag und Nacht signalisiert.
- Kraft schöpfen mit Pflanzen-Power
Wenn Sie sich total ausgepowert fühlen hilft Ihnen vielleicht die tägliche Einnahme von Johanniskraut-Kapseln. Diese medizinische Pflanze ist für ihre Heilwirkung bei bestimmten depressiven Zuständen bekannt (und mindestens genauso stark wie manche synthetische Antidepressiva).
- Bewegung macht munter
Es kommt gar nicht in Frage die ganze Mittagspause im Büro zu verbringen und Ihr Pausenbrot und andere Süßigkeiten vor dem Computer zu verschlingen. Nutzen Sie die wenigen Sonnenstrahlen für einen kurzen Spaziergang in einem Park. Alleine, mit Kollegen oder sogar mit Ihrem Partner. Auch ein kleiner Einkaufsbummel ist erlaubt. Bewegung ist das beste Mittel um Winterfrust zu vermeiden...
- Ab in die Sonne
Falls es Ihr Budget zulässt empfiehlt sich eine Fernreise. Sommer, Palmen, Sonnenschein und glühend heißer Sand. Der Klimawechsel ist ideal um die deprimierende Kälte des Winters zu vergessen und in Bestform wieder nach Hause zu kommen. Planen Sie den sonnigen Strandurlaub an Allerheiligen, Weihnachten oder im Februar ein.
- Lassen Sie sich verwöhnen
In der winterlichen Jahreszeit sollten Sie mehr denn je an Ihr Wohlbefinden denken. Erstellen Sie Ihr persönliches Wellness-Programm: eine feuchtigkeitsspendende Gesichtsmaske, eine Maniküre, ein entspannendes Schaumbad mit sinnlichen Ölen oder eine vitalisierende Massage in einem Beauty-Salon. Lassen Sie sich ausgiebig pflegen, denn die Beauty-Behandlungen sind gleichzeitig Balsam für die Seele!
- Schlafen Sie sich fit
Ein kleiner Mittagsschlaf (20 Minuten pro Tag, nicht mehr) kann Wunder wirken. Achten Sie darauf, auch nachts ausreichend Schlaf zu bekommen. Vermeiden Sie also lange Partynächte mit viel Alkohol und nervtötende Weckerattacken in aller Frühe. Gehen Sie früh schlafen und stehen Sie immer zur gleichen Uhrzeit auf um Ihren zirkadischen Rhythmus nicht aus dem Lot zu bringen.
- Gehen Sie aus und machen Sie sich den Kopf frei
Ein Kinobesuch, ein romantisches Candlelight-Dinner mit Ihrem Partner, eine Shoppingtour mit Freundinnen oder ein interessanter Theaterabend... Ziel der Aktion ist, auf anderen Gedanken zu kommen, wieder mit der Außenwelt in Kontakt zu treten und vor allem nicht alleine zu bleiben wenn Sie insgeheim Trübsinn blasen. Selbst wenn es Ihnen am Anfang schwer fällt: Es macht Ihnen sicherlich bald viel Spaß! Stürzen Sie sich mindestens einmal pro Woche ins quirlige Großstadtleben!
- Es lebe der Sport
Dick eingemummelt Joggen gehen, ein paar Bahnen schwimmen, mit Ihrem Lover Salsa tanzen oder bei der Body-Attack Stunde im Fitness-Club Stress abbauen... Egal welche Sportart Sie bevorzugen: Jede Art von Bewegung bewirkt eine Ausschüttung der berühmten Glückshormone "Endorphine": Das ist optimal um Spannungen abzubauen, Schmerzen zu vergessen und ein wunderschönes Euphoriegefühl zu erleben.
- Arbeiten Sie an Ihrem Image
Wie wäre es wenn Sie den Winter dazu nutzen würden, Ihren Look zu verändern? Neue Frisur, Make-up, neue Garderobe, trendige Accessoires... Trauen Sie sich farbliche Akzente zu setzen und machen Sie sich in jeder Hinsicht eine Freude. Ein Typberater oder eine gute Freundin können Ihnen hilfreiche Tipps geben. Mit der Typveränderung setzen Sie sich ein erreichbares Ziel, motivieren sich selbst und fühlen sich wie neu geboren!
- Ernähren Sie sich vitaminreich
Aufgrund der ständigen Naschattacken gehen Sie immer mehr in die Breite. Nutzen Sie den Winter dazu, eine leichtere Ernährung einzuführen. Essen Sie beliebig viel heiße Suppe, Gemüsepfannen oder gegrillten Fisch. Wenn Sie Lust haben können Sie auch ein oder zwei Entschlackungstage einlegen. Erlaubt sind nur Früchte, Gemüse und Tee - so viel Sie wollen. Diese Diät entgiftet den Körper und reinigt den Geist. Auch eine Vitaminkur mit Nahrungsergänzungsmitteln kann helfen das Immunsystem zu stärken.
- Denken Sie an Ihre Mitmenschen
Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist eine gute Gelegenheit um sich nützlich zu fühlen und sich gleichzeitig bewusst zu machen wie relativ Ihre Alltagssorgen eigentlich sind. Wie wäre es zum Beispiel mit einer humanitären Organisation?
- Gehen Sie zum Arzt
Ihr Hausarzt ist ebenfalls für Sie da wenn Sie sich nicht gut fühlen. Er behandelt Ihre alltäglichen Probleme, kann Ihnen in der Sprechstunde aufmerksam zuhören und Ihnen dabei helfen, Ihr seelisches Befinden zu verbessern.

von Linda Chevreuil

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