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Das Geheimnis der Japaner: Mehr Zufriedenheit im Leben dank Ikigai

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 14. Januar 2018
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Hygge war gestern. Jetzt kommt Ikigai aus Japan. Was hinter dem Begriff steckt und ob Ikigai dein Leben verbessert? Wir verraten es dir!

Wir alle wollen vor allem eins im Leben: Wir wollen glücklich sein. Was genau uns glücklich macht, mag noch so verschieden sein, das Streben nach dem Glücksgefühl treibt uns alle an. Und genau darum dreht sich die japanische Lebensphilosphie des Ikigai.

Die Grundidee bei Ikigai kreist um die Frage: Wofür stehst du morgens auf? Eine Frage, die zunächst ziemlich simpel klingt, die aber gar nicht so leicht zu beantworten ist. Denn natürlich geht es hier letztlich um den Sinn des Lebens, um das, wofür es sich zu leben lohnt. Und zwar nur für dich. ​Sei dir bewusst: Das eigene Ikigai ist tief in jedem von uns verborgen und muss erst von uns entdeckt und realisiert werden.

Der Begriff Ikigai kommt aus dem Japanischen und setzt sich aus den Worten "iki" (Leben) und "gai" (Wert) zusammen. Und mit Hilfe dieser Methode sollen wir nicht nur unserem Leben Sinn verleihen, sondern auch länger leben. Denn wer ohne Stress glücklich lebt, so der Gedanke, lebt deutlich länger.

Ikigai: Vier Bereiche im Einklang

Um dein persönliches Ikigai herauszufiltern, solltest du dir daher folgende vier Fragen stellen:

  • Was liebst du?
  • Worin bist du gut?
  • Was braucht die Welt?
  • Wofür kannst du bezahlt werden?

Um glücklich zu sein, brauchen wir eine gesunde Schnittmenge dieser vier Bereiche. (Hierbei ist die letzte Frage für alle, die nicht erwerbstätig sind, entbehrlich. In dem Fall einfach wegfallen lassen.)

Die Antworten auf die ersten beiden Fragen sind das, wofür du brennst im Leben. Deine Leidenschaft. Die erste und dritte Frage zeigen dir, was dein Auftrag im Leben ist. Die letzten beiden Fragen, was die Welt braucht und wofür du bezahlt werden kannst, zeigen dir deine Berufung. Und die Frage, wofür du bezahlt werden kannst und worin du gut bist werden dir offenbaren, welcher Job für dich der richtige ist.

Damit dein Leben glücklich und erfüllt ist, sollten alle vier Elemente, also deine Leidenschaft, dein Auftrag, deine Berufung und dein Job in Einklang sein. Sie zusammen ergeben dein Ikigai.

Den Sinn hinterfragen

Ebenfalls eine gute Möglichkeit, dein persönliches Ikigai zu finden, ist es, dich immer wieder im Laufe deines Alltags zu fragen: Warum tue ich das jetzt genau? Was ist der Sinn hinter dem, was ich hier mache? Bereichert es mich? Fühlt es sich richtig an?

Und überlege dir, wann du das letzte Mal tief versunken in eine Tätigkeit warst, sei es ein Buch, das dich alles herum hat vergessen lassen oder ein Sport, bei dem du völlig abschalten konntest und ganz bei dir warst. Genau diese Dinge erfüllen dich ganz und gar und sorgen dafür, dass du glücklich bist. Und um diese Dinge geht es.

Ikigai: Kein Stillstand

Da sich unsere Prioritäten im Laufe des Lebens verändern, sollten wir uns die grundlegenden vier Fragen immer wieder mal stellen. Vielleicht haben wir eine Familie gegründet oder den Job oder den Wohnort verändert. Vielleicht haben wir neue Dinge kennengelernt, die uns begeistern und erfüllen.

Unser Leben sollten wir also immer wieder neu überprüfen, um zu sehen, ob es noch das ist, was für uns Sinn macht. Denn auch dein Ikigai verändert sich im Laufe deines Lebens. Und glaubt man den Japanern, dann ist Ikigai nicht nur der Schlüssel zu einem glücklichen, sondern auch zu einem besonders langen Leben.

Wer mehr über Ikigai erfahren will, dem empfehlen wir das Buch: Ikigai: gesund und glücklich hundert werden.

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