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Liebe & Psychologie

Anti-Stress-Rituale, um dein Leben zu entrümpeln

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 18. Oktober 2019
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Es gibt Tage, da wird uns einfach alles zu viel. Müdigkeit und dieses Alles-ist-doof-Gefühl kennt so gut wie jeder von uns. Hast du diese Tage ständig, wird es Zeit, dass du dein Leben mal so richtig entrümpelst: Gönn dir eine Detox-Kur! Bist du bereit für ein neues ICH?

"Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!", die treffende Zeile von Ranger in 'Der Schuh des Manitu' (2001) könnte diese Stimmung, die uns manchmal überkommt, kaum besser auf den Punkt bringen.

Sogenannte Detox-Diäten sind derzeit ja total angesagt. Ein paar Tage lang nichts essen, nur trinken, verzichten eben – Fasten. Wir wandeln den Trend ein wenig ab und verraten dir, wie du dein Leben detoxen kannst. Damit du dich wohler fühlst und zu deiner Zufriedenheit zurückfindest.

1. Schluss mit Unordnung

Chaos um einen herum sorgt für Chaos im Kopf. Der erste Schritt zu einem neuen Ich ist deswegen eine große Aufräumaktion. Im ersten Moment mag diese Idee völlig abstrus und nervig sein, aber wenn du dich in der sauberen Wohnung umschaust, wirst du mega stolz auf dich sein.

Denn das Chaos um uns herum spiegelt meist das Chaos in unserem Kopf wider. Das kann ziemlich belastend sein. Und ganz ehrlich: Du wirst dich um Längen besser fühlen, versprochen!

2. Ja, das meinen wir ernst: Aufräumen und Putzen

Für viele mag es völlig abwegig klingen, aber Aufräumen und Putzen entspannt manche Menschen. Es ist eindeutig, was zu tun ist. Man kann die Arbeit Schritt für Schritt erledigen, ohne groß darüber nachzudenken. Manche Menschen bekommen dann ein richtiges Zen-Gefühl der Ruhe und entschleunigen bei Haushaltsaufgaben wie Geschirr spülen oder Bügeln.

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3. Ausmisten: Weg mit alten Klamotten

Ein vollgestopfter Kleiderschrank hat was, aber er schränkt dich auch total ein. Die ganzen Klamotten, die du nie trägst, versperren dir die Sicht auf wirklich schöne Teile, die du total vergessen hast. Schritt zwei unseres etwas anderen Detox-Plans ist daher eine gründliche Ausmist-Aktion deines Kleiderschranks.

Halte es wie Marie Kondo und sammle deine gesamte Kleidung auf einem ganz großen Haufen. Nimm dann jedes einzelne Kleidungstück in die Hand und frage dich: "Bringt es mir Freude?" Ist die Antwort Ja, dann behalte das Teil. Lautet die Antwort Nein, dann bedanke dich und gib es in die Kleiderspende.

Alternativ kannst du das 3-Kisten-Prinzip anwenden: Hole auch dabei wirklich alles aus den Schränken heraus und sortiere es in drei Kisten (oder Haufen): "auf jeden Fall behalten", "vielleicht behalten" und "bloß weg damit". Den "vielleicht behalten"-Stapel lässt du zwei Tage liegen und nimmst ihn dir dann noch mal vor. Du wirst bestimmt einen großen Teil ausmisten.

Lesetipp: Kleiderschrank ausmisten: Die besten Tricks, damit es schnell geht

4. Schluss mit negativen Gedanken

"Kann ich nicht", "Ich weiß nicht" – wie oft am Tag hast du solche Gedanken? Achte mal darauf. Und dann zwing dich dazu, für jeden dieser zweifelnden Gedanken eine positive Reaktion zu finden.

Zum Beispiel: "Ich kann die Aufgabe niemals an einem Tag bewältigen." Dein neuer positiver Gedanke: "Ich gebe mein Bestes und ansonsten mache ich es morgen fertig. Das ist nicht schlimm und niemand erwartet, dass ich es heute schaffe." Und falls es doch heute fertig werden muss: Such dir Hilfe, lass etwas anderes dafür liegen.

Finde für jeden negativen Gedanken einen positiven Ausgleich und gewöhne dir so an, optimistischer durch die Welt zu gehen.

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5. Weg mit falschen Freunden

Es gibt Menschen, die einfach nicht gut für uns sind. Die uns runterziehen, immer nur meckern und in Sekundenschnelle für schlechte Laune sorgen. Falls dir sofort ein paar Namen einfallen, solltest du die Chance nutzen und dich von diesen Menschen verabschieden. Solche Miesmacher möchtest du in deinem neuen Leben nicht haben.

Lesetipp: Schluss damit! Wieso manche Menschen GIFT für dich sind & wie du mit ihnen umgehst

6. Schluss mit Handy-Terror

Diese Anti-Stress-Strategie fällt dir möglicherweise schwer, aber: Den Smartphoneverzicht durchzuziehen lohnt sich wirklich! Verzichte auf dein Smartphone und Social Media. Leg dein Handy für den Anfang mal für eine Stunde weg und guck kein einziges Mal drauf. Schalte es ruhig auf lautlos, dann kommst du nicht in Versuchung.

Ist es nicht befreiend, wenn du nicht ständig durch das Piepsen neuer Nachrichten aus deinem Alltag gerissen wirst?

Alternativ kannst du die Benachrichtigungen für sämtliche Apps oder Gruppenchats einzeln abstellen, sodass du für wichtige Notfälle noch telefonisch zu ereichen bist. Versuche dir aber als Anti-Stress-Ritual anzugewöhnen, abends ab dem Abendessen dein Handy und alles was dazu gehört zu ignorieren.

Lesetipp: Digital Detox: 9 Regeln für weniger Smartphone in unserem Leben

Gönn dir mal ein Bad, ein wenig Meditation oder lies ein Buch. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Du gehst vermutlich entspannter und früher ins Bett. Sicherlich weißt du, dass ausreichender Schlaf eine der besten Anti-Stress-Formeln überhaupt ist.

Lesetipp bei Onmeda.de: Die 7 häufigsten Handy-Krankheiten: iPhone-Schulter, WhatsAppitis & Co.

Wer zusätzlich bei den Essgewohnheiten eine Mini-Fasten-Kur einlegen möchte, findet alle Tipps hier: Turbo-Fastenkur: So funktioniert der Detox-Tag

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