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Depressionen sanft bekämpfen

von der Redaktion Veröffentlicht am 13. November 2008
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Nicht jede Verstimmung muss gleich eine ausgewachsene Depression sein. Dennoch rauben uns auch kleinere, depressive Verstimmungen die Kraft. Wir sind müde, antriebslos und wissen nicht so recht, was wir mit uns anfangen sollen. Ist durch einen Arzt bereits abgeklärt worden, dass keine schwerwiegenden Gründe für diese Mini-Depressionen vorliegen, kann man auch selbst einiges dafür tun, dass diese gemildert werden oder sogar gänzlich verschwinden. Wo große Geschütze in Form von Psychopharmaka (noch) nicht notwendig sind, kann die Selbsthilfe durch sanfte Medizin und Hausmittel wieder dafür sorgen, dass Lebensfreude und Schwung wieder bei uns einkehren.

Bewegung: Der Depressionskiller Nr. 1

Mit sportlicher Bewegung lässt sich nicht nur Depressionen vorbeugen, auch depressive Verstimmungen lassen sich mit diesem etwas anderen Hausmittel bestens therapieren. Wer es erst einmal geschafft hat, sich vom Sofa aufzuraffen und sich der frischen Luft zu stellen, hat den ersten Schritt Richtung Selbsthilfe getan und bereits gewonnen - und das in mehrfacher Hinsicht. Bei der Bewegung an der frischen Luft setzt unser Körper Stoffe frei, die dafür sorgen, dass wir uns in der eigenen Haut wieder wohler und zufriedener fühlen. Zudem bekommt man das Gefühl, etwas geleistet zu haben und kann nach etwas Zeit auf einige kleine Erfolge zurückschauen.

Übt man Sport in der Gruppe aus, schafft man sich nicht nur Verbindlichkeit, was das Aufraffen erheblich erleichtert, man gewinnt auch neue Kontaktmöglichkeiten. Ein nettes Gespräch vor und nach der Sporteinheit rundet den Tag ab und sind die beste Medizin gegen schlechte Laune und kleine Tiefs. Und wer weiß, vielleicht entwickeln sich neue Freundschaften, die ebenfalls wieder für mehr Freude im eigenen Leben sorgen.

Für alle, die es nicht so mit schweißtreibenden Sportarten haben: Gartenarbeit kann eine gute Alternative sein. Hier bewegt man sich ebenfalls an der frischen Luft. Besonders wohltuend ist es dabei, wenn man nach ein paar Stündchen Arbeit auf ein schönes Resultat in Form eines neubepflanzten Blumenbeetes oder ähnlichem schauen kann. Die depressive Stimmung wird dann wie weggeblasen sein.

Licht gegen Depressionen

Nicht selten treten kleinere Depressionen in der dunklen Jahreszeit auf. Uns fehlt schlicht und einfach das Licht, welches dafür sorgt, dass unsere Stimmung sich nicht zusehends verschlechtert. Unser Körper produziert im Winter einfach zu wenig Serotonin, im Gegenzug bekommen wir aber die volle Dröhnung Melatonin ab, das uns schlapp, müde und depressiv machen kann.

Entgegenwirken kann man diesem Prozess neben langen Spaziergängen unter der winterlichen Sonne mit speziellen Therapielampen, die eine Selbsthilfe ermöglichen. Das künstliche Licht dieser Lampen kann dazu führen, dass Melatonin gehemmt wird: Wir fühlen uns wieder frischer, munter sowie weniger gestresst und verstimmt. Die Lichttherapie ist dabei in ihrer Wirksamkeit von der wissenschaftlichen Medizin anerkannt.

Entspannung mildert Depressionen

Ein häufiger Grund, wieso sich unsere Stimmung auf dem Nullpunkt befindet und Depressionen leichtes Spiel haben, ist Stress. Er sorgt dafür, dass wir nur noch das Schlechte sehen und keinen Sinn mehr für die schönen kleinen Dinge des Lebens haben. Eine Lösung kann sein, gezielt kleine Entspannungseinheiten in den Alltag zu integrieren - sei es, dass man Yoga oder aber besondere Atemtechniken erlernt, die schnell für die notwenige Entspannung sorgen. So gestärkt hält man auch den stressigen Berufsalltag durch, ohne sich die Stimmung vermiesen zu lassen.

In puncto Urlaubsplanung sei dazu geraten, ruhig einmal ein paar Urlaubstage für die dunkle Jahreszeit aufzusparen: Ein verlängerter Wochenendtrip - womöglich in ein schnuckeliges Wellness-Hotel - kann die passende Medizin sein und sorgt für die notwendige Abwechslung und Erholung. Die Auszeit von Beruf und Alltag wird sich lohnen: Die Akkus werden wieder aufgeladen und man kann mit neuem Schwung starten.

Schoki und Co. – die leckere Art der Selbsthilfe

Gute Nachricht für Naschkatzen: Die leckersten Hausmittel gegen leichte Depressionen hören auf den Namen Schoki, Gummibärchen und Co. All diese leckeren Naschereien sind wahre Stimmungsaufheller: Zwar stimmt es wohl nur bedingt, dass wie oft behauptet Schokolade an sich eine stimmungsaufhellende Wirkung hat - dafür sind die Mengen, die wir zu uns nehmen können, einfach zu gering. Dennoch haben Schoki und Co. einen positiven Einfluss auf uns: Wenn wir bewusst genießen, löst dieses in jedem Fall Glücksgefühle aus. Man sollte sich also ab und zu etwas gönnen und nicht jeden Schokoladenriegel auf die Kalorienwaage legen. Mit etwas Sport, der ja wie geschildert ebenfalls eine stimmungsaufhellende Wirkung hat, wird Ihre Figur Ihnen auch die eine oder andere Genusssünde verzeihen. Dass bei schweren Depressionen leider die Kraft der Leckereien verpufft, sollte verständlich sein. Hier muss ärztliche Unterstützung in Anspruch genommen werden.

Sanfte Medizin aus der Natur

Natürlich gibt es auch allerhand pflanzliche und natürliche Hausmittel, die uns helfen können, aus einem Stimmungstief herauszukommen: Allen voran spielt hier das Johanniskraut eine herausragende Rolle. Aber auch Passionsblume, Baldrian, Bachblüten und Lerchensporn können helfen.

Eines sollte man aber auch bei den natürlichen Mittelchen nicht vergessen: Erkundigen Sie sich nach den Neben- und Wechselwirkungen. Ansonsten kann die Selbsthilfe auch einmal nach hinten losgehen. Bei der Einnahme von Johanniskraut zum Beispiel kann die Wirksamkeit der Anti-Baby-Pille eingeschränkt werden.

von der Redaktion

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