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Adieu, Tristesse! Diese Tipps helfen, positiv zu denken

von Fiona Rohde Erstellt am 18. September 2014, letzte Änderung 19. Juni 2020
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Adieu, Tristesse! Diese Tipps helfen, positiv zu denken© Getty Images

Du gehörst zu den Skeptikern im Leben? Du siehst das Glas eher halb leer als halb voll? Daran kann man arbeiten. Hier ein paar Tipps, um positiver zu denken.

Natürlich wird man aus einem überzeugten Pessimisten keinen flockigen Optimisten machen. Aber man kann dennoch etwas für sich ändern, um sich das Leben leichter zu machen. Indem man einfach versucht, häufiger positiv zu denken.

Ihr rollt mit den Augen? Nun dann haltet euch mal diese Zahlen vor Augen: Denn laut etlicher wissenschaftlicher Studien haben wir an jedem Tag ungefähr 60.000 einzelne Gedanken. Soweit, so gut. Aber: Von diesen 60.000 sind schlappe drei Prozent positiv. Bei diesen Zahlen wundert man sich, dass wir überhaupt noch lachen und froh sein können. Und ich finde, diese traurige Bilanz sollten wir einmal angehen und etwas dagegen tun.

Deshalb fang noch heute an, einfach mal deine Gedanken genauer unter die Lupe zu nehmen. Schreib sie dir auf oder erzähl deinem Partner am Abend, worüber du so nachgedacht hast. Sicherlich ist auch da nicht allzu viel Jubel und Positivität dabei, wenn du mal ehrlich bist. "Auf der Arbeit war es OK" oder "Mein Tag war so lala" gelten nämlich nicht als positiv.

Deshalb hier der Plan für mehr als drei müde Prozent positive Gedanken. Da geht noch mehr! Hier sind zehn Tipps, um öfter mal positiv zu denken. Auch wenn es anfangs schwerfällt, sie direkt umzusetzen: Es dauert seine Zeit und manche Dinge muss man üben und zur Gewohnheit werden lassen, damit sich in unserem Kopf und in unserer Einstellung etwas ändert.

Eine kleine Übung vorweg, die dir die Augen öffnen wird

Um sich darüber klar zu werden, wie negativ die eigenen Gedanken oft sind, hilft eine einfache Übung. Du hast einen wichtigen Vortrag im Job, ein Vorstellungsgespräch, einen Wettkampf oder ein erstes Date mit jemandem, der dir wichtig ist. Eine Situation im Alltag also, vor der du auch etwas Angst hast, oder die dich zumindest aus deiner Komfortzone herauszwingt. Gehe in Gedanken das Treffen bzw. den Termin durch. Erzähl dir, was passieren wird. Und?

Hand aufs Herz, sicherlich hat sich das eher so angehört: "Ich werde aufgeregt sein. Ich werde rot werden. Ich werde hoffentlich nicht alles vermasseln. Hoffentlich kann ich meinen Text, bin ich gut vorbereitet, bin ich überzeugend." Stop! Wir müssen unser Gehirn umpolen und ihm sagen: Sieh die Dinge positiv, statt negativ.

In diesem Fall würde der Ablauf des Termins oder Dates nämlich ganz anders klingen. Probier es aus und formuliere alles, was ängstlich und negativ klang, positiv. "Ich werde das gut hinbekommen. Ich werde lächeln und damit das Eis brechen. Ich werde meinen Vortrag gut absolvieren und meistern. Ich kann den Text, ich bin gut vorbereitet und ich bin überzeugend von dem, was ich sage."

Klingt ungewohnt, so (positiv) zu denken? Aber genau das sollte uns zu denken geben, oder? Warum formuliert unser Gehirn alles so vorsichtig negativ? Es gibt den Gedanken der Self fulfilling Prophecy. Wenn wir nur oft genug denken, dass etwas schlimm ausgeht, dann wird es auch viel eher so kommen, als wenn wir positiv darüber denken. Unsere negativen Gedanken können die Voraussetzungen für ein Gelingen nämlich deutlich schmälern.

Mach diese Übung mal ab und zu in schwierigen Situationen. Formuliere die negativen Gedanken, die das Schlimmste erwarten, um in positive Gedanken. Erfolgreiche Menschen tun genau das. Du wirst sehen, dass du dein Gehirn umschulen kannst, hin zu mehr positiven Gedanken.

Positiv denken 1: Löse dich von negativer Einstellung und unsinnigen To-dos

Wie gehst du durchs Leben? Bist du eher der Typ Mensch, der das Glas für halb voll hält? Oder für halb leer? Wenn du zu den Pessimisten gehörst, dann ändere etwas. Es mag etwas dauern, aber wenn du versuchst, dich umzuerziehen, dann wird es mit der Zeit besser.

Wenn du deinen Tag planst, denke nicht primär daran, was alles Negatives ansteht, sondern formulier es positiv für dich. Du wirst Dinge meistern und abhaken können von der To do Liste. Und du solltest dir ganz bewusst überlegen, wie du trotz lästiger Termine das Beste aus diesem Tag machen kannst. Denn das sollte uns jeder Tag wert sein.

Erinnere dich bei negativen Gedanken in stressigen Zeiten immer wieder daran, dass du allein deine Sicht auf die Welt bestimmst. Das motiviert sicher, viel öfter mal positiv zu denken. Und sollte dein Alltag wirklich komplett aus stressigen und negativen Dingen bestehen, dann kannst du auch das ändern. Deine Einstellung kann viel bewirken, ein systematisches Ausmisten im Alltag ebenso. Weg mit unsinnigen Tätigkeiten und scheinbaren To-dos, die dich Tag für Tag so negativ belasten.

Positiv denken 2: Das Glück auch im Kleinen sehen

Oft schauen wir nur auf das große Ganze, wenn es um Glück und Freude geht. Und dann jammern wir, wie lange der nächste Urlaub noch entfernt ist und was für ein unverschämt easy Leben die Freundin hat, ohne was dafür zu tun. Und so sitzt man gefrustet in seinem Pessimisten-Loch und wartet auf den großen Knall, den Lottogewinn, den nächsten langen Urlaub im Paradies. Und bis dahin? Frust schieben? Negative Gedanken über dein Leben bestimmen lassen? No!!

Fang an, das Glück im Kleinen zu sehen. Freu dich über die kleinen Dinge im Alltag. Eine heiße Tasse Kaffee am Morgen oder abends die Füße auf der Couch ausstrecken und sich mit einem Herzensmenschen in die Kissen lümmeln. Das sind schöne Momente. Mach dir das bewusst und warte nicht auf den großen Knall oder den Prinzen auf dem Schimmel. Genieße den Moment. Auch den kleinen.

Auch wenn diese kleinen Freuden klein im Vergleich zu einer Lotto-Millionen klingen: Sie sind in der Mehrzahl und sorgen dafür, dass du dich Tag für Tag ziemlich gut fühlst. Dass du positiv denkst und optimistisch in die Welt schaust. Denn der nächste, kleine glückliche Moment ist nicht erst im nächsten Sommer, sondern vielleicht ja schon im nächsten Augenblick.

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Positiv denken 3: Ärger akzeptieren und im Kopf abhaken

Ja, es gibt Probleme, Situationen, Stress und schlimme Erfahrungen im Leben. Aber lass sie niemals Gewalt über dich bekommen! Wer sich über jeden Fehler unverhältnismäßig ärgert, der verbringt viel zu viel Zeit mit negativen Gedanken. Nimm auch die wirklich schwierigen Situationen im Leben an, statt damit ewig zu hadern.

Wer sich selbst Fehler und Entscheidungen nie verzeiht, der verlängert sein Leid ins Unermessliche. Wir müssen irgendwann loslassen und Dinge gut sein lassen. Allein schon, um offen für neue Dinge zu sein. Deshalb nimm die Realität an, aber vergib dir deine Fehler. Sag dir, dass dir das nicht noch einmal passiert, dass du in Zukunft klüger und erfahrener bist. Wir sollten aus Fehlern lernen und so etwas Positives daraus machen, statt in negativen Gefühlen zu verharren. Der Spruch "Hinfallen, aufstehen, Krone richten" macht schon Sinn.

Positiv denken 4: Fang an dich zu mögen

Glaube an dich und deine Fähigkeiten. Umgib dich mit positiven Gedanken über dich selbst. Wie gemein wir doch immer zu uns selbst sind, wenn wir uns schon morgens im Spiegel sagen, wie platt und fertig wir aussehen. Wenn wir uns selbst unfähig, unperfekt und nicht liebenswert finden. Tu das nicht!

So gemein wie zu dir selbst, bist du mit Sicherheit zu niemandem sonst. Also sei auch zu dir fair und liebevoll wie zu einem Freund. Und: Wer sich selbst mag und mit sich im Reinen ist, der geht viel entspannter durchs Leben.

Positiv denken 5: Pflege deine sozialen Kontakte

Positives Denken bedeutet auch, im Hier und Jetzt zu leben und andere Menschen bewusst zu sehen. Kümmere dich nicht nur um dich selbst, sondern behandle auch die Menschen um dich herum mit Freundlichkeit und Herz.

Fakt ist, dass uns soziale Kontakte glücklich machen. Sie wirken sich extrem positiv auf unseren Alltag und unsere psychische Gesundheit aus. Es macht also absolut Sinn, offen und positiv auf Menschen zuzugehen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Wer herzlich und freundlich zu anderen ist, der bekommt meist gleiches zurück. Mit Miesepetern und extrem negativen Menschen umgibt man sich eher ungern. Sorg für ein gutes soziales Umfeld, es wird dein Leben mehr als positiv beeinflussen.

Positiv denken 6: Vergleiche dich nicht mit anderen

Es liegt so klar auf der Hand und wir tun es dennoch viel zu oft: Wir vergleichen uns ständig bewusst oder unbewusst mit anderen. Das sind meist solche Vergleiche, bei denen wir scheinbar schlechter abschneiden. Fakt ist: Nichts macht unglücklicher im Leben als der Vergleich mit anderen.

Warum immer auf seine Mitmenschen schielen? Das hier ist allein dein Leben und du kannst was draus machen! Andere Menschen haben alle (!) ihre Probleme – so glücklich sie auch scheinen. Deshalb fang an, auf dich zu schauen und auf niemanden sonst. Und dass soziale Netzwerke nur Sonnenseiten und Glücksmomente abbilden, aber nicht die schlechten Tage, ist uns ja langsam bekannt.

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Positiv denken 7: Deine Einstellung beeinflusst dein Glücksempfinden

Wer immer nur darauf wartet, dass sich die Umstände zum Besseren wenden, der sollte sich klarmachen: Jeder von uns ist seines eigenes Glückes Schmied. Das hört sich immer so simpel an, ist aber genau so. Laut der Glücksforschung sind lediglich 10 Prozent unseres Glücksempfindens von äußeren Umständen abhängig.

Ein großer Teil, ob wir glücklich sind oder nicht, hängt von unserer eigenen Einstellung ab. Auch wenn diese These nicht ganz unumstritten ist, so solltest du dennoch nicht darauf warten, dass sich alles von allein zum Guten wendet, sondern selbst dafür sorgen, dass es gut für dich wird. Die eigene Einstellung zum Leben und zu mehr Zufriedenheit ist extrem wichtig. Glaub an die Macht der Gedanken.

Positiv denken 8: Gib schlechten Tagen keine Macht über dich

Wenn man so einen richtigen Katastrophentag erwischt hat, an dem einfach alles schiefläuft, sollte man sich nicht verkriechen, sondern sich sagen: "Jetzt reicht's. Keine weiteren Katastrophen. Dieser Tag kann definitiv noch gerettet werden!"

Auch wenn es schwerfällt, aber man sollte einen Tag nicht verloren geben, nur weil der Morgen grottig war. Kämpf um diesen Tag und bleib positiv gestimmt. Wer sich schon morgens in sein Schicksal fügt und denkt: "Der Tag ist gelaufen" wird definitiv einen schlechten Tag haben. Wenn wir positiv denken und gegen den morgendlichen Ärger gegenhalten, kann der Tag fantastisch werden. Es liegt an uns.

Und so seltsam das klingt: Wenn wir lächeln, wirkt sich das auf unser positives Denken aus. Egal, ob wir einen Grund zu lächeln haben oder nicht. Wir fühlen uns automatisch ein wenig besser. Unser Gegenüber ganz nebenbei ebenfalls.

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Positiv denken 9: Nutz die Macht der Autosuggestion

Selbst in den traurigsten Momenten sollte man sich immer auch an das erinnern, was gut ist im Leben. Oft denkt man immer nur an das, was gerade schiefläuft. Dreh den Spieß um! Nimm dir in miesen Momenten einen Zettel und schreibe auf, was es Gutes in deinem Leben gibt.

Auch wenn die schlechte Laune dir zuflüstert: "Ist doch alles beknackt grad", so hör nicht auf sie und bemüh dich positiv zu denken. Ja, gerade ist eine blöde, schwierige Phase, aber genau jetzt solltest du dagegen angehen.

Wir unterschätzen oft die Macht der Autosuggestion. Wir lächeln oft über Manager, die in Workshops gemeinsam "Ich kann das. Ich schaffe das!" skandieren. Aber es ist sehr viel Wahres daran, dass wir uns selbst (zum Guten) manipulieren können.

Denk allein daran, wie wichtig es ist, gegen eine Krankheit aktiv anzugehen und bereit zu sein, mitzuhelfen, schnell wieder gesund zu sein. Ohne diesen Willen geht es nicht. Das zeigen auch immer wieder Studien über die Wirkung von Placebos auf unsere Gesundheit. So hat unter anderem Prof. Dr. Manfred Schedlowski, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen, ausgiebig darüber geforscht, wie die psychischen und körperlichen Prozesse miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen.

Es funktioniert also wirklich. Glaub an die Macht der Erwartung. Auch wenn die Situation schlecht aussieht. Denk positiv und glaub an deine Kraft.

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Positiv denken 10: Sei selbst dein Retter

Niemand ist nett zu dir und du fühlst dich einsam und ungeliebt? Dann liebe dich selbst. Schenke dir selbst Blumen und gönn dir einen Sekt auf dem Balkon. Stoß darauf an, dass es dich gibt, weil du so ein netter Mensch bist.

Oft warten wir auf einen Menschen, der unser Leben ganz toll macht. Warum? Das Glück liegt in dir selbst und du musst dafür sorgen, dass es an die Macht kommt. Selbst jemand, der dich liebt und mit dir durchs Leben geht, ist nicht für dein Glück zuständig. Das bist allein du. Deshalb sorge aus eigener Kraft dafür, dass dein Leben gut ist. Und wenn ein Herzensmensch es noch positiver macht: umso besser.

Warum du diese zehn Tipps beherzigen solltest? Ganz einfach: Positiv denken ist unerlässlich, um motiviert und aktiv durchs Leben zu gehen. Positiv denken macht uns erfolgreicher, glücklicher und zufriedener. Was will man mehr?

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